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Neuigkeiten & Berichte

4. Spieltag nur mäßig erfolgreich

Zweite verliert gegen Weiterstadt | Dritte erkämpft Remis in Gernsheim

26.06.2022

Groß-Zimmern II. - Weiterstadt II. 2:4
Da lag ich mit meiner Vorhersage deutlich daneben. Denn anstatt eines souveränen Heimsieges ging die zweite Mannschaft trotz teilweiser guter Chancen heute komplett leer aus. Dabei machte gerade der Start Hoffnung auf einen weiteren Punkterfolg in der A-Klasse.

4. Spieltag

Paul spielte an seinem zweiten Brett von vorne weg dominant auf Angriff. Nach dem ersten Tausch öffnete sich seine f-Linie, die er sofort mit Dame und Turm besetzte um Druck gegen den noch nicht rochierten schwarzen König zu machen. Währenddessen ließ sich sein Gegner zu einer Treibjagd auf Pauls weißfeldrigen Läufer verleiten, bei der er ohne sich weiter zu entwickeln die Damenflügelbauern nach vorne laufen ließ. Als Paul dann ein Schach mit dem weißfeldrigen Läufer geben konnte, wurde dieses Schach mit dem Springer geblockt, der die Wirkung von Dame und Turm auf der f-Linie verstellte. Diese Einladung ließ sich Paul nicht nehmen und er setzte auf f7 mit Einschlag der Dame Matt.

Nach diesem Auftakt nach nicht mal einer Stunde Spielzeit schaffte Weiterstadt aber den umgehenden Ausgleich am dritten Brett. Dort wurde Wolfgang in der Eröffnung von seinem Gegner schon unter Druck gesetzt, konnte sich unter Aufgabe des Rochaderechts und Damentausch noch gut rauswinden. Im Gegenzug für das Druckspiel erhielt sein Gegner einen äußerst schlechten Doppelbauern auf e3 und e4, doch Wolfgang unterlief in weiterhin bedrückter Stellung ein folgenschwerer Fehler, der erst zwei Bauern und dann einen gefesselten Springer kosten sollte, sodass er aufgab.

Torsten war heute als Ersatzmann ans sechste Brett gerückt und spielte wortwörtlich bis zum letzten Zug eine gute Partie, bei der Torsten dank flotter Entwicklung und gutem Figurenspiel den schwarzen Monarchen in der Mitte festnageln konnte. Nachdem die ersten Figuren vom Brett verschwunden waren, drang sein Turm auf die gegnerische siebte Reihe ein und drohte in Kombination mit der Dame auf e7 Matt. Auch hier war der König nicht zur Rochade gekommen und das drohende Matt musste mit einem Springer geblockt werden. Hierbei übersah Torsten, dass sein Gegner mit der Dame Matt auf seiner Grundreihe drohte und wurde leider mitten im Angriff selbst Matt gesetzt.

Kosto kämpfte mit den schwarzen Steinen am ersten Brett abermals in seinem Caro-Kann-System um den Punkt. Zu Beginn war die Stellung sehr geschlossen und beide Seiten entwickelten ihre Figuren, bis das Zentrum plötzlich komplett gesprengt und von Figuren beider Seiten besetzt wurde. In dem wilden Durcheinander verlor Kosto dann zunächst durch Springergabel eine Qualität, während sein Gegner mit immer mehr aufkeimender Zeitnot geplagt war. Als die 40 Züge dann noch vor der Zeitkontrolle erreicht waren gewann Kostos Gegner einen Springer durch Bauerngabel und die Partie war vorbei.

Am vierten Brett spielte heute Jessica als Rückkehrerin nach einem Spiel Pause. In der Eröffnung gab sie das Läuferpaar auf und hielt die Stellung gegen das feindliche Läuferpaar musterhaft erst mal lange Zeit geschlossen. Dabei gab sie sich und ihren Springer genügend Zeit zum Lavieren um die eigene Position zu verbessern. Nach dem Damentausch kamen dann aber schnell die schwarzen Türme sehr bedrohlich in ihr Lager, die allen Übels noch von den dann aktiv stehenden Läufern unterstützt wurden. Das brachte Jessicas Gegnerin ausreichend taktische Chancen, die auch nicht ungenutzt blieben und das Ende der Partie schnell nach großem Materialgewinn vorgriffen.

Zu diesem Zeitpunkt war die heutige Niederlage leider schon beschlossene Sache, doch trotz des 1:4 Rückstandes spielte Gerd noch fokussiert auf Sieg. Beide Seiten hatten nach den ersten Tauschaktionen noch das Läuferpaar und lange Diagonalen zum Angriff auf den gegnerischen König, was genug Feuer mit sich brachte. Den nötigen Mut auch auf Angriff zu spielen, zeigte Gerd dann auch allen Zuschauern, in dem sich auf f5 einen Doppelbauern verpassen ließ um die g-Linie für seine Türme zu öffnen. Belohnt wurde er dadurch erst einmal mit sehr aktivem Spiel und dem Gewinn von drei Bauern nacheinder, während Weiß Mühe hatte seinen König über das halbe Brett in Sicherheit zu bringen. Als Gerd beide Türme auf die zweite Reihe brachte war Matt nicht mehr aufzuhalten, sodass Gerd den Spieltag mit einem weiteren vollen Punktgewinn abschloss.

Diese Niederlage hatte ich wie eingangs erwähnt nicht vorhergesehen. Nominell war die zweite Mannschaft besser aufgestellt, doch heute fehlte das entscheidende Quäntchen Glück und ein wenig Kaltschnäuzigkeit um erarbeitete Chancen umzuwandeln. Darauf kann man aber trotzdem aufbauen, da die Partien an für sich recht ordentlich geführt wurden. Dennoch bleibt man nach zwei Unentschieden und dieser Heimniederlage erst mal am unteren Ende der Tabelle in der A-Klasse.

Gernsheim VI. - Groß-Zimmern III. 2:2
Auch hier lag ich mit meinem Tipp weit daneben, doch unsere Dritte erspielte sich mit 2:2 Unentschieden in Gernsheim noch einen weiteren Punkt. Hierbei rückte schlussendlich Makar für den abwesenden Jonas in seinem ersten Spiel überhaupt nach.

Mannschaftsfoto Dritte

Debütant Makar ließ sich auch nicht auf eine langwierige Partie ein und beendete diese nach bereits vier Zügen auf f2 mittels Schäfermatt. Damit war die Mannschaft 1:0 auswärts vorne.

Anatoli musste durch das Fehlen von Jonas ans erste Brett aufrutschen und eine erneute Niederlage einstecken. In einer ungewöhnlichen Eröffnung gab Anatoli unfreiwillig zwei Bauern auf und stellte dann einzügig die Dame ein. Der materielle Nachteil ließ ihm im weiteren Verlauf der Partie keine Chancen mehr zurück zu kommen.

Auch Kiril wurde heute das erste mal besiegt, wobei er zwischenzeitlich auf Gewinn stand. Nach nicht ganz so sauberer Eröffnung ließ Kiril einen ganzen Läufer stehen, bekam dafür aber etwas Angriff auf den weißen, nackten König, der direkt zu materiellem Vorteil genutzt wurde. Um die Verteidigung bemüht ließ Kirils Gegner die Fesselung der eigenen Dame durch einen Turm zu und musste diese abgeben. Danach behielt Kiril lange Zeit alles im Griff, entwickelte sich fertig, wehrte einige Schachs des Weißen ab und sicherte den König. Kurz bevor sein Vorteil durch weitere Tauschaktionen mehr ins Gewicht gefallen wäre, verlor er einzügig seine Dame, als er sie auf ein gedecktes Feld stellte und gab auf.

Lev spielte heute die längste Partie mit sage und schreibe 51 Zügen! Beide Spieler griffen in seiner Partie rücksichtslos an, was zu mehrfachem Hin- und Herschwenken des Vorteils führte. Lev spielte Königsgambit und griff über die f-Linie nach dem Schwachpunkt f7, was erst verteidigt und dann mittels Angriff auf seine Dame gekontert wurde. Dabei musste Lev eine Figur abgeben, die er mittels Bauernvorstoß im Zentrum zurück gewinnen konnte. Dann übersah er einen Läuferspieß, der seine Dame fesselte und verlor diese, sodass sich das Blatt zu Gunsten seines Gegners wendete. Lev steckte aber nicht auf, spielte munter mit den Figuren weiter und griff abermals den nun lang rochierten schwarzen König an. Einige Läuferschachs und Springerabzüge, die ihm die unvorischtig platzierte gegnerische Dame zurück gewinnen konnten, ließ er hier leider liegen. Dafür brachte er seinen Turm auf die gegnerische siebte Reihe, drohte Matt, das nur unter Aufgabe der Dame gegen Turm und einen Läufer verhindert werden konnte, und gabelte schlussendlich den verbliebenden schwarzen Turm mit Springerschach auf. Nun musste Lev das für ihn gewonnene Endspiel nur noch heimschaukeln, in dem er zwei schwarze Freibauern aufhielt und seine eigenen durchschob. Das war für ihn trotz des wilden Ritts vorab kein Problem mehr!

Mit dem 2:2 bleibt die dritte Mannschaft weiterhin ungeschlagen, musste sich aber heute gegen heftiges Feuer zu Wehr setzen, um das Mannschaftsremis zu halten. Der Punktgewinn sichert ihr weiterhin die Tabellenspitze der C-Klasse.

Kiril Ilievski Lev Cherniavskii Makar Kondratev

4. Spieltag steht an

Zweite empfängt daheim Weiterstadt | Dritte auswärts in Gernsheim

18.06.2022

Die erste Mannschaft hat ihre Saison schon hinter sich, doch unsere zweite und dritte müssen noch weiter ran. Während die zweite Mannschaft mal wieder daheim spielen darf und Weiterstadt empfängt, muss unsere dritte weit nach Gernsheim fahren. Am übernächsten Sonntag ist es soweit...

A-Klasse Spieltag 4.: Groß-Zimmern II. - Weiterstadt II.
Nach einem freien Spieltag, durch den man von Platz 2 auf 4 in der Tabelle zurückgefallen ist, empfängt man nun Weiterstadt II. Sollte hier alles nach Plan laufen und nichts unvorhergesehenes passieren, würde ich darauf wetten, dass hier der erste Saisonsieg klar gemacht wird. Weiterstadt ist kein unbekannter Gegner und wurde in der letzten Saison schon deutlich mit 5:2 besiegt, daher mein Vertrauen.
Mein Tipp: es wird wieder deutlich mit einem 4½ : 1½ Sieg für uns.

C-Klasse Spieltag 4.: Gernsheim VI. - Groß-Zimmern III.
Nach dem dritten 3:1 hintereinander, könnte ich hier ja auf hellseherische Kräfte oder vorab Einschätzungen verzichten und stur auf das nächste 3:1 für unsere dritte Mannschaft setzen. Auch die Art und Weise, wie die Partien von Jonas, Anatoli, Kiril und Lev gespielt werden, lassen da keinen anderen logischen Schluss zu - und das darf gesagt sein, immerhin habe ich die letzten Partien live miterlebt. Doch Gernsheim VI. scheint in dieser Saison nicht so richtig Fuß zu fassen. Mit einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen ist da noch Luft nach oben, was aber an dem Fakt, dass unsere Dritte als Favorit anreist nichts ändert.
Ich bin mal forsch und sage ein 0:4 Auswärtssieg voraus - mal sehen ob mich die Statistik Lügen straft...

Torsten mit gutem Turnier auf Rang 5.

Frankfurter Stadtmeisterschaft B-Turnier

16.06.2022

Bei den diesjährigen Frankfurter Stadtmeisterschaften war wie gewohnt Torsten mit dabei und kann nun nach Abschluss auf ein erfolgreiches Turnier zurückblicken.

Torsten bei der Frankfurter Stadtmeisterschaft

Im B-Turnier auf Platz 6. der Setzliste gestartet, war Torsten des öfteren auch mal in der Favoritenrolle, die er meist auch gerecht wurde. Trotz einiger Gegner ohne DWZ, die bei solchen Turnieren immer schwer einzuschätzen sind (der Sieger bspw. holte wohl mühelos 7 aus 7 und hatte keine DWZ) erspielte sich Torsten 5 Punkte, eine satte Ausbeute aus sieben Spielen. Das brachte ihm Rang 5. in der Endtabelle und den Seniorenpreis ein. An der Stelle muss man auch etwas Pech erwähnen, das Torsten anscheinend in der letzte Runde verfolgte:

Die letzte Runde begann für Torsten mit dem Absitzen der Karenzzeit, da sein Gegner nicht kam. Das ist zwar ärgerlich und den aktuellen Zeiten wohl einfach geschuldet, brachte ihm aber für die Endabrechnung einen ganzen Punkt. Jetzt hieß es abwarten, ob er in der Feinwertung noch etwas Boden durch Buchholz gut machen konnte, um weiter vorne zu landen. Allerdings ließen ihn hier reihenweise die alten Gegner im Stich, da sie nahezu allesamt ihre Letztrundenpartie verloren. Einer sogar durch ein klingelndes Handy - sehr ärgerlich. So rutschte Torsten etwas unverdient von den Treppchenplätzen auf einen trotzdem sehr guten Rang 5.

Die Siegerehrung barg dann doch noch einige Überraschungen. Torsten selbst schrieb hierüber: "Andere Teilnehmer haben bei der Siegerehrung hingegen ein langes Gesicht gezogen. Denn dort wurden erstmalig die neuen Ratinggrenzen bekannt gegeben. Die jeweiligen Gruppen waren nämlich bezüglich ihrer Anzahl viel zu unterschiedlich und wurden nochmal angepasst ...", sodass wohl einige schlussendlich doch leer ausgingen, obwohl sich mancher vorab in der jeweiligen Ratinggruppe vorne gesehen hatte.

Wer sich für die genauen Turnierergebnisse interessiert oder einen weiteren Bericht über die Stadtmeisterschaft lesen mag, dem sind folgende Links nahe gelegt:
Turnierergebnisse | Turnierbericht

Nur ein Spiel findet statt

Erste wird kampflos "Meister" - Zweite hat spielfrei - Dritte im ersten Heimspiel erfolgreich

12.06.2022

Wer sich im folgenden wundert, warum dieses mal der Bericht zum Spiel unserer dritten Mannschaft zuerst kommt, muss wissen, dass die erste kampflos gewonnen und die zweite einfach spielfrei hatte. Daher gebührt es der dritten Mannschaft natürlich in der pole position zu sein, da ich hier auch was berichten kann.

Groß-Zimmern III. - FK Babenhausen IV. 3:1
Ich war als Schiedsrichter von Anfang an mit dabei und kann daher erfreulicherweise auch einen detaillierten Bericht über alle Partien geben. Der heutige Gegner kam aus Babenhausen und wurde zum ersten Heimspiel unserer Dritten empfangen.

Den Anfang machen wir mit Lev, der an Brett 4. schon nach einer Stunde seinen Gegner Matt setzen konnte. In der Eröffnung kam Lev schon gut raus, fesselte über f3 einen Springer und machte über diese Fesselung immer mehr Druck. Dem Druck war sein Gegner nicht gewachsen und Lev heimste in der Folge zwei ganze Figuren ein. Daraufhin spielte Lev natürlich auf Angriff gegen den König und setzte mittels Turm über die Grundreihe Matt.

Das zwischenzeitliche 2:0 stellte Jonas am ersten Brett her. In der Eröffnung schon einen Bauern gewonnen, ließ Jonas seinen Gegner, der sich dann einfach weiterentwickelte, zu Gegenchancen kommen: Jonas hinkte in der Entwicklung seiner Figuren hinterher, musste einen Turmeinbruch auf die siebte Reihe zu lassen und sich erst mal passiv aufstellen, bis er dann die Entwicklung abschließen und angreifende Figuren tauschen konnte. Spätestens als sich die Partie dem Endspiel zuwandte und Jonas sich noch unter Aufopferung seines Springers einen unaufhaltbaren Freibauern auf der a-Linie bilden konnte, war die Messe gelesen. Sein Gegner sah das nahende Ende kommen und gab auf.

Den Sack zum ersten Heimsieg zu machte Kiril mit dem 3:0 durch Sieg am dritten Brett. In einem wilden Tauschreigen gewann Kiril durch die richtige Zugreihenfolge einfach einen Springer und behielt diesen Materialvorteil bis ins Endspiel auch bei. Er öffnete die Stellung um die Türme zu tauschen, gewann durch Springergabel sogar einen ganzen Turm dabei und wehrte einen allerletzten Trick des Gegners ab, der zwei verbundene Freibauer gen Grundreihe schob, die Kiril durch kluges Verfolgung und Stellen mit Turm und Springer aus dem Spiel nahm. Danach ließ er einen Bauern durchlaufen, verwandelte diesen zur Dame und setzte fix matt. Die Art und Weise, wie konsequent und planmäßig Kiril hierbei die Partie zu Ende spielte, hat mir sehr gut gefallen! Man merkt, dass er wirklich gute Fortschritte gemacht hat und seine Technik schon recht sauber sitzt.

Anatoli kämpfte heute mit dem besten Spieler der Babenhäuser in einer verworrenen, geschlossenen und vor allem komplizierten Partie. Lange wurden weder Bauern noch Figuren getauscht, aber allerhand Schlag- und Opfermöglichkeiten durch positionelles Lavieren geschaffen. Hierbei ließ sich Anatolis Gegner zur Schwächung der eigenen Königsstellung hinreißen, indem er seine Rochadebauern zur Verfolgung eines weißen Läufers etwas fahrlässig nach vorne schob. Das öffnete aber gleichzeitig die h-Linie, über die Anatolis Gegner auch zum Mattangriff mit Dame und Turm ansetzte. Nach einer kleinen Ungenauigkeit war das drohende Matt nicht mehr zu verhindern und Anatoli ließ seinen Gegner das Matt auch ausspielen.

Damit ist die dritte Mannschaft weiterhin ungeschlagen und verlustpunktfrei erster der C-Klasse, eine immense Leistung bis hierhin. Insbesondere die Entwicklung, die man in den Partien der Einzelakteure sieht, sticht hier hervor. Lev zeigt in seinen Spielen immer wieder Killerinstinkt und den unbedingten Willen zum Angriff, den er aber auch scharf und unerbittert führt. Kiril hat gezeigt, dass er positionell und mit feiner Technik seine Gegner schon leicht ausspielen kann. Anatoli verliert auch in kompliziertesten Stellungen nicht so einfach den Überblick, konnte allerdings noch nicht punkten, da seine Gegner ihn bisweilen immer noch niederringen konnten. Und Jonas beherrscht auch Gratwanderungen in bedränglicheren Situationen, findet die notwendigen Gegenzüge um sich zu befreien und seine Spielstärke voll aufs Brett zu bringen.
Wenn man das so liest, die Partien mit anschaut und an die zukünftige Entwicklung der vier denkt, kann man schon Angst kriegen und gespannt sein, wie es weiter geht!

Groß-Zimmern I. - SK Gernsheim III. 8:0 (kampflos)
Die erste Mannschaft beendet die Trainingssaison im dritten und letzten Spiel mit einem leider kampflos zustande gekommenen Sieg gegen Gernsheim. Die Gernsheimer hatten (wie wir - muss man ja nicht verschweigen) nicht zu lösende Aufstellungsprobleme und mussten daher das Spiel absagen.

Somit beendet die erste Mannschaft als Meister der Starkenburgliga ihre kurze Saison, eine Meldung die ich mit gemischten Gefühlen betrachten muss. In einer regulären Saison wäre diese Meldung ein echter Kracher und weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte, doch leider ist dem nicht so. Denn selbst die Trainingssaison ist mit den ursprünglichen spielwilligen Mannschaften nicht ansatzweise nach den eigentlichen Vorstellungen gelaufen und es gab mehr unbesetzte Bretter und abgesagte Spiele als sportliche Zusammentreffen zum gegenseitigen Kräftemessen der Vereine in gewohnter Art. Bleibt zu hoffen, dass im Herbst die reguläre Saison erstens stattfindet und zweitens mit ausreichendem Anklang funktioniert.

Groß-Zimmern II. - spielfrei
Die zweite Mannschaft durfte heute den schönen Sonntag entspannen und hatte spielfrei, da die gebildete A-Klasse mit einer ungeraden Anzahl an Teilnehmern gestartet ist.

Den Bogen nicht überspannt

Der Schachclub beim Bogenschießen

11.06.2022

Wie vor dem letzten Spieltag schossen wir uns heute auch auf den morgigen Spieltag schon mal ein. Mit drei Mannschaften zu je drei Leuten war der Schachclub beim Ortsvereinsschießen der Bogenschützen dieses Jahr ebenfalls gut vertreten - und das hauptsächlich durch unsere kleinsten Schachfreunde. Neben dem selbstverständlichen Schießen auf aufgestellte Zielscheiben durften wir unser Punktekonto auch als gemimte "Jäger" auffüllen und auf Böcke, Wildschweine und Bisons den ein oder anderen Pfeil abgeben. Natürlich ist hierbei kein Tier zu schaden gekommen, da diese allesamt Schaumstoffattrappen waren.

Neben dem Spaß bei bestem Wetter, Grillgut und kalten Erfrischungen wurden auch wieder einige schöne Bilder gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen Schachclub beim Bogenschießen

Halbfinale des Pokals geht kampflos verloren

Groß-Zimmern kriegt keine Mannschaft zusammen

09.06.2022

Die 2. Runde respektive das Halbfinale des Bezirks-4er-Pokal musste heute kampflos an das Schachforum Darmstadt gehen, obwohl die Darmstädter und der Bezirk uns mehrfach bei Umverlegung des ursprünglichen Spieltermins entgegen kamen. Leider war es mir nicht möglich eine spielfähige zimmner Mannschaft aufzustellen, sodass am Ende bestenfalls zwei tapfere Recken an den Brettern den Verein vertreten hätten.

Nach der telefonischen Absage meinerseits an die Darmstädter klang auch leicht durch, dass deren Pokalmannschaft wohl auch nicht in Bestbesetzung angetreten wäre, sodass ich uns durchaus spielerische Chancen ausgerechnet hätte. So vergibt man leider kampflos die Möglichkeit einer weiteren Teilnahme am Hessenpokal, für den man automatisch qualifiziert gewesen wäre, sofern man diese Halbfinale überstanden und ins Finale gegen Gernsheim I. eingezogen wäre.

Lev und Kiril beim Rheinhessischen Jugend-Open 2022

Ein Bericht aus Worms

30.05.2022

Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022

Zum Rheinhessisches Jugend-Open 2022 schickte unser Verein mit Lev und Kiril auch zwei Vertreter unseres Nachwuchses. Nach ersten guten Ergebnissen und Siegen in der dritten Mannschaft, wollten die beiden auch weitere Turnierpartien spielen und Wettkampfluft schnuppern. Und wo geht sowas besser als auf einem der endlich wieder stattfindenden Jugendturnieren.

Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022

Das Turnier in Worms wurde gespielt in der Paternusschule in Worms-Pfeddersheim, wo auch das Nibelungenopen vor Corona regelmäßig stattfand, an dem auch ich mehrfach teilgenommen hatte. Der Spielort ist groß und geräumig und für Turniere bestens geeignet. Nach allem was ich von den Veranstaltern weiß, sind diese auch als erfahrene und zuverlässige Organisatoren bekannt, sodass einem reibungslosen Turnier nichts im Wege stand.

Lev und Kiril starteten im Turnier der Altersklassen U12 und jünger, wo sie neben Anfängern, Schülern in ihrem Alter auch gestandenere und erfahrenere Spieler als Gegner bekommen sollten. Die Teilnehmerliste reichte bis zu einer DWZ von knapp über 1700 in besagter Altersklasse U12! Über 9 Runden wurde in vier Tagen gespielt. Den Start machte der vergangene Donnerstag mit zwei Runden.

Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022

Die Auftaktrunde verloren beide gegen bessere Gegner und wurden zu allem Pech dann auch in der zweiten Runde gegeneinader gepaart. Das direkte Duell ging hierbei an Kiril, der danach bis zur 6. Runde noch weitere 1½ Punkte durch einen Sieg und Remis holte. Dabei gelang ihm auch ein beachtlicher Sieg gegen einen Gegner mit 1158 DWZ! Leider war danach offenbar sein Pulver etwas verschossen, sodass keine weiteren Punkte zu den bereits gemachten 2½ hinzukamen. Kiril beendet das Turnier als 45. unter 49 Kindern.

Lev hingegen steckte die Niederlage gegen den Vereinskollegen Kiril gut weg, gewann die dritte Runde und bekam danach auch weitere, besser spielende Gegner zugelost, die ihm die ein oder andere Niederlage noch beibrachten. Nach Abschluss der 9. und letzten Runde, in der Lev nochmals voll zulangte, stand er bei 3 Siegen und somit auch 3 Punkten. Das brachte ihm Rang 44. ein.

Damit ist klar, das auch Lev nun eine DWZ bekommen wird, da er erstens nun genügend gewertete Partien insgesamt gespielt hat und zweitens auch erste Punkte erspielt hat. Beim ersten Anlauf während unseres Jubiläumsopens schloss er punktlos das Turnier ab, was leider keine Berechnung einer DWZ ermöglichte. Nun ist das aber dank guter Leistungen, auch in der Saison, eben anders. Die Frage bleibt nur, wann wir die Erstberechnung sehen werden, da momentan die Server des auswertenden Schachbundes aus bekannten Gründen vom Netz getrennt sind.

Wer sich darüber hinaus für die Einzelergebnisse und Gegner der beiden interessiert, findet sie hier:

Turnierseite | Ergebnisse Lev | Ergebnisse Kiril

Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022
Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022 Rheinhessisches Jugendopen 2022

Grillfest 2022 mit 36 Gästen

Rolands Garage platzt aus allen Nähten

29.05.2022

Und auch das diesjährige Grillfest war wieder ein voller Erfolg und mit 36 Gästen regelrecht rekordverdächtig gut besucht. Bei diesmal nicht erdrückend hochsommerlichern, sondern eher milderen Temperaturen fanden wir uns wie gewohnt in Rolands Garten und Garage zu einem weiteren äußerst geselligen Tag ein. Neben gutem Essen und Getränken entstand so das ein oder andere schöne Gespräch, wobei man natürlich auch hier nicht umhin kam, ein paar Partien Schach zu spielen.

Vielen Dank gebührt an der Stelle wie immer Roland, der das Fest seit Jahren nun bei sich stattfinden lässt und organisiert. Danke auch an alle, die immer so zahlreich und gut gelaunt erscheinen!

Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022 Grillfest 2022
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Großkampftag gegen Schachforum Darmstadt erfolgreich gestaltet

Erste gewinnt dezimiert - Zweite erspielt zweiten Punkt - Dritte gewinnt souverän

22.05.2022

Mit schönen Bildern und 5 aus 6 möglichen Mannschaftspunkten beenden wir den großen Spieltag zwischen uns und dem Gastgeber aus Darmstadt, dem Schachforum. Prinzipiell hat man den ersten Spieltag kopiert: die erste Mannschaft gewinnt mit 4½ Brettpunkten, die zweite holt einen Punkt durch ein 3:3 und die dritte Mannschaft gewinnt souverän mit 3:1. Doch nun ins Detail:

Schachforum Darmstadt II. - Groß-Zimmern I. 2½ : 4½
Kurzfristig auf sechs Mann geschrumpft wähnte ich uns schon in größerer Gefahr, heute nichts zählbares zu erspielen, da ich wie im Vorbericht angedeutet Darmstadts zweite Mannschaft stärker einschätzte, als sie dann letztendlich angetreten waren. Bei Ankunft im Darmstädter Spiellokal wurde klar, dass Darmstadt nur zu siebt antreten würde. So blieb das letzte Brett bei beiden Mannschaften frei und Darmstadt war von Beginn an mit 1:0 vorne.

Roland machte gefühlt unverzüglich den Ausgleich. Er gewann nach gerade mal 20 Zügen seine Partie mit einer Figur mehr in der Schlussstellung. Nachdem Rolands Gegner einen Läuferspieß auf Turm und Dame schon zuließ, wählte er das falsche Abspiel und verlor nicht die Qualität, sondern eben eine glatte Figur und gab schnell daraufhin auf.

Den nächsten Punkt fuhr Ersatzmann Ghyiath in seinem Debüt in der ersten Mannschaft ein. Im Könisginder gewann er mit Schwarz sehr früh in der Eröffnung einen Bauern, musste dann aber über 5 Züge lang seine Dame quer über das Brett jagen lassen und mittels schlussendlichem Rückzug in die eigene Stellung retten. Danach spielte Ghyiath den Materialvorteil locker runter, öffnete den Königsflügel und bließ zum entscheidenden Mattangriff, der seinen Gegner zum Opfern der Dame zwang, wonach das Ende der Partie schnell folgte.

Als nächster steuerte Dominik einen weiteren Punkt zum Mannschaftssieg bei, der seinen Gegner durchgehend gut unter Kontrolle hatte. Nach gewohnt offenem Mittelspiel war die Bauernstruktur des Gegners vollkommen gesprengt und der König über viele offene Diagonalen und Linien angreifbar, was Dominik mit Dame und Turm zur Treibjagd des gegnerischen Königs ausnutzte, die nicht allzu lange ging, ehe Dominik die Hand zum Sieg gereicht bekam.

Harald hatte indes schwer zu kämpfen. Ans 4. Brett aufgerückt, kam er beim Übergang von Eröffnung ins Mittelspiel leicht ins Straucheln, als er sich ohne Not in ein hässliche Fesslung (Springer vor Dame) brachte, aus der sein Gegner Materialvorteil in Form von Bauern schlug. Die gewonnen Bauern liefen dann gen Grundreihe und konnten nur durch Aufopferung der Qualität gestoppt werden, sodass ein Endspiel mit Läufer und 5 Bauern auf Seiten Haralds gegen eine überlegene Streitmacht von Turm und 4 Bauern entstand. Das Endspiel konnte Harald nicht mehr halten und musste so als einziger Zimmner die Waffen strecken.

Ebenfalls zum Debüt und erstem Punktgewinn in der ersten Mannschaft kam Steffen Gathmann. Mit den weißen Figuren kam Steffen schön und sauber aus der Eröffnung raus, installierte auf dem Vorposten e5 einen starken Springer und schloss die Entwicklung mit der langen Rochade ab. Sein Gegner tauschte mit ihm nach und nach Figuren ab, ohne weitere Schwächen zu kreieren und hielt dem langsam aufgebauten Druck durch vorgeschobene Bauernketten bis zur Punkteteilung am Ende stand. Vielleicht war etwas mehr in der Partie zu holen, aber trotzdem war auch das ein gelungener Einstand in die erste Mannschaft.

Als letzter in der Runde kämpfte ich nach langer, geschlossener Partie um die Vorherrschaft auf dem geöffneten Königsflügel und versuchte durch Angriff auf den schwarzen König in Vorteil zu kommen. Das gelang mir auch nach einer Ungenauigkeit meines Gegners, der zwischenzeitlich sogar mal deutlich besser stand, und ich heimste einen wichtigen Bauern ein, der meinen Angriff auf den König schnell durchschlagen ließ.

Damit endet der Spieltag abermals mit einem Sieg für die erste Mannschaft, die weiterhin von der Tabellenspitze in dieser nicht ganz so ernsten Saison lacht.

Gruppenfoto Steffen Gathmann Brett 1 Kiebitzen

Schachforum Darmstadt IV. - Groß-Zimmern II. 3:3
Zum abermaligen Punktgewinn in der neuen A-Klasse kommt unsere zweite Mannschaft, die sich mal wieder mit dem Gegner die Punkte teilt. Leider konnte sie kurzfristig nur zu fünft antreten, sodass auch hier Darmstadt mit einem kampflosen Punkt von Beginn an in Führung lag.

Kosto spielte wieder am Spitzenbrett gegen einen jungen, aufstrebenden Darmstädter, der ihm keine Ungenauigkeit verzieh. So wurde Kosto nach passivem Springerrückzug zusehends in die Inaktivität gedrückt und verlor dann durch das Eindringen des feindlichen Turms in seine zweiten Reihe ersatzlos eine Figur und gab auf.

Am zweiten Brett spielte Thomas seit über zwei Jahren seine erste Partie Langzeitschach und gestaltete diese auch erfolgreich. Bis ins Damenendspiel behielt sein Gegner einen Mehrbauern, der aber bekanntlich in relativ offenen Damenendspielen nicht viel wert ist, da man vermehrt zu Dauerschachs kommt. Der Gegner von Thomas wollte aber unbedingt siegen und opferte zwei Bauern zurück, was ein gewonnenes Endspiel für Thomas hinterließ. Das musste aber nach einem einzügen Dameneinsteller nicht mehr ausgespielt werden und Thomas gewann durch Aufgabe nach diesem Fehler.

Torsten gewann früh in der Eröffnung dank forschem Vorpreschen und frühem Attackieren der schwachen Punkte der gegnerischen Stellung einen Bauern (Frechheit siegt nun mal). Nach weiteren Zügen gesellte sich mehr und mehr Material dazu: Weitere Bauern, dann die Qualität, dann ein ganzer Turm und mit beiden Türmen setzte Torsten seinen Gegner am Brettrand schlussendlich Matt.

Die letzten beiden Partien sind mir im Verlauf leider nicht bekannt. Wolfgang verlor, Siggi gewann, sodass am Ende ein 3:3 Unentschieden auf dem Papier stand.

Die Spitzenbretter Gruppenfoto Dr. Wolfgang Beiersdorf Siegfried Scholz

Schachforum Darmstadt VI. - Groß-Zimmern III. 1:3
Den Schwung aus dem ersten Spiel mitgenommen und nochmal souverän gesiegt hat unsere dritte Mannschaft und ist damit ebenfalls auf dem ersten Platz der C-Klasse.

Am Spitzenbrett gewann Jonas auch seine zweite Partie im Mannschaftskampf. Nach offener Entwicklung, in der auch sein Gegner nicht untätig blieb, gewann Jonas über eine Kombination durch Damenschach über a4 nebst Bauernvorstoß mit Angriff auf den gefesselten Springer eine Figur und durfte sich über materiellen Vorteil freuen. Durch sauberes Spiel bis zum Endspiel hin, tauschte Jonas immer weiter runter und schob erst den a-Bauer, der noch durch Turmopfer aufgehalten wurde, dann den g-Bauern aufs Umwandlungsfeld und setzte mit neuer Dame schnell Matt.

Anatoli übersah früh einen Einschlag auf f7 und musste die Qualität abgeben. Danach kam er aber noch gut ins Spiel, gewann einen Bauern und hinderte mit seinem Läuferpaar den weißen König an der Rochade. Leider wurde er von der Dame und einem Läufer plötzlich Matt gesetzt, als er am Königsflügel aktiver und besser stand.

Am dritten Brett und am längsten heute spielte Kiril, der einen Angriff auf seinen rochierten König eiskalt verteidigte und nach Öffnung des Zentrums selbst zum Gegenangriff ansetzte. Das brachte ihm neben aktivem Figurenspiel auch eine Qualität und durch einen Patzer des Gegners später auch die Dame ein. Der noch nicht rochierte schwarze König wurde dann schnell ein leichtes Ziel für die aufgezogenen Figuren Kirils und wurde bald Matt gesetzt.

Lev spielte früh auf Angriff und wurde durch Unachtsamtkeiten seines Gegners auch gleich belohnt. Ein Springereinschlag auf c2 gabelte nicht nur König und Turm, sondern musste sogar mit einem Damenopfer für den Schach bietenden Springer beantwortet werden, da Levs Gegner sonst sogleich Matt gewesen wäre. Diesen riesigen Materialvorteil baute Lev Stück für Stück aus und setzte am Ende mit Dame und Turm auf h2 souverän Matt.

Anatoli Hermann Jonas und Kiril Lev Cherniavskii Analyse

Frankfurter Stadtmeisterschaften 2022: Neu und anders...

Ein Bericht von Torsten

19.05.2022

2019 fanden vor CORONA die letzte Frankfurter Stadtmeisterschaften statt. Es fanden damals 116 Teilnehmer für das offene Turnier und 44 Teilnehmer für das Turnier MAX-1500 den Weg ins Bildungs- und Kulturzentrum Frankfurt Höchst.

Geblieben sind im aktuellen Jahr der Name, der Veranstaltungsort und der Wochentag „Montag“ mit seinen sieben Spielterminen. Nach mehr als 3 Jahrzehnten mit dem Turnierleiter Hans-Dieter Post hat der Bezirk Frankfurt jedoch dieses Mal mit Mirko Hummer einen neuen Organisator. Damit wanderten auch alle Hinweise auf dieses Turnier zu neuen Adressen des Schachbezirks Frankfurt und beide Turniere spielen jetzt jeweils um einen eigenen Bezirksmeistertitel. In diesem Jahr sind im offenen Turnier 62 Teilnehmer und zusätzlich 30 Spieler im MAX-1500 Wettbewerb dabei. Vor dem Turniersaal ist es vielleicht dadurch auch ruhiger als in der Vergangenheit. Es kann aber auch an weniger Informationen liegen. Es fehlen noch die vielen bekannten Auswertungen der vergangenen Jahre, die die Teilnehmer motivierten. Jeder fand seine Gruppe, um sich anzustacheln, vor den Konkurrenten seiner Gruppe zu landen und auch noch die besten Tipps einzusammeln.

Für gewöhnlich waren früher Spieler ohne DWZ Wertung meistens Kinder oder vereinzelte Neulinge ohne Verein. Sie starteten dann ausschließlich in der Gruppe MAX-1500. Aber etwas mehr als ein Drittel in dieser Gruppe und dazu auch einige in der offenen Gruppe starteten ins Turnier. Ein paar dieser Spieler wollten nach mehreren Tausend Partien im Internet auch am Brett mit Figuren ihre Spielstärke ermitteln. Nach 4 von 7 gespielten Runden zeigen sich auch deutliche Erfolge für diese Teilnehmer. Im offenen Turnier haben 3 von ihnen 50% Punktausbeute und im MAX-1500 sind an den fünf Topbrettern aktuell nur noch 3 Spieler mit einer DWZ vertreten. Der Beste der Vereinslosen hat hier mit einer ELO-performance von 1452 sogar die volle Punktzahl.

So hat auch Torsten jeweils zwei Partien gegen Gegner mit bzw. ohne DWZ bestritten. Dabei sammelte er jeweils 1,5 Punkte ein und in der anstehenden 5 Runde wird wieder gegen einen älteren Novizen um die Entscheidung gekämpft.

Frankfurter Stadtmeisterschaften

Schachclub schießt sich für kommenden Spieltag ein

2. Spieltag in Saison und Pokal

18.05.2022

Der zweite Spieltag steht für den kommenden Sonntag auf dem Plan und bringt uns einen mannschaftsübergreifenden Vergleich gegen das Schachforum Darmstadt. Denn alle Mannschaften, von erster bis dritter inklusive der Pokalmannschaft, haben Spiele gegen die jeweiligen Vertreter des befreundeten Darmstädter Vereins vor sich. Den Start machen allerdings die regulären Mannschaften für die einzelnen Klassen.

Doch bevor es ins Schachliche geht, haben sich einige Verteter von uns schon mal beim Schützenverein "Tell" warmgeschossen. 7 tapfere Schützen nahmen für uns am diesjährigen Ortsvereinsschießen teil, das über ein paar Wochen an mehreren Tagen durchgeführt wird. Gestern durften wir unseren Termin wahrnehmen und aufgeteilt in 3er Teams das Ziel ins Visier nehmen. Nach jeweils 5 Probeschüssen und 10 gewerteten Schüssen mit dem Kleinkalibergewehr lag ein Team bei 183 Punkten und das andere bei 233 Punkten, was uns wohl gute Chancen auf einen Treppchenplatz in der Gesamtwertung einbringen sollte. Doch die Siegerehrung dauert noch etwas, bis der letzte Termin des Turniers durchgeführt ist.
So oder so waren unsere 7 Schachfreunde respektive Scharfschützen mit Spaß bei der Sache!

Gruppenbild Ortsvereinsschießen Ortsvereinsschießen Ortsvereinsschießen Ortsvereinsschießen Ortsvereinsschießen Ortsvereinsschießen

Starkenburgliga Spieltag 2.: Schachforum Darmstadt II. - Groß-Zimmern I.
Die erste Mannschaft bestreitet ihr einziges Auswärtsspiel dieser Trainingssaison gegen die bereits bekannte zweite Mannschaft des Schachforums, die auf dem Papier die Jahre zuvor leicht favorisiert war. Da keine gemeldeten Aufstellungen vom Bezirk verteilt / veröffentlicht wurden, muss ich hier abermals ins Blaue raten und vermute, dass die Spielstärke in ihrer Dichte bei den Darmstädtern nicht abgenommen hat. Daher erwartet uns ein harter Kampf, bei dem wir wohl die Rolle des Underdogs einnehmen müssen.
Ich tippe nach einem wilden Gefecht 4:4.

A-Klasse Spieltag 2.: Schachforum Darmstadt IV. - Groß-Zimmern II.
Nach dem erfolfgreich gestalteten ersten Spieltag dürfte die zweite Mannschaft in Darmstadt ebenfalls keine allzu großen Probleme haben zu punkten. Leider ist aber der Gegner am Sonntag nicht einschätzbar, da auch hier abermals die konkrete Aufstellung fehlt und das Schachforum am ersten Spieltag zudem spielfrei hatte.
Ich vertraue auf den Mannschafts- und Kampfgeist der zweiten Mannschaft und tippe mal auf einen 2:4 Auswärtssieg, der dann auch der erste Sieg in der A-Klasse bedeuten würde.

C-Klasse Spieltag 2.: Schachforum Darmstadt VI. - Groß-Zimmern III.
Bevor es endlich auch für die dritte mal in ein Heimspiel geht, muss auch sie zum Schachforum reisen und deren VI. (!) Mannschaft in Zaum halten. Auch hier sollte der siegreiche Auftakt vom ersten Spieltag Auftrieb und Rückenwind geben, sodass ich hier mal optimistisch auf ein 1:3 Auswärtserfolg setze.

Bezirks 4er-Pokal Runde 2.: Schachforum Darmstadt - Groß-Zimmern
In Runde 2 des 4er-Pokals reisen wir nach dem offiziellen Ligaspieltag nochmals nach Darmstadt um auch im Pokal ein Kräftemessen der beiden Vereine zu veranstalten. Darmstadt durfte per Freilos in die zweite Runde einziehen und ist dementsprechend frisch. Das wird also auch ein nicht zu leichtfertiges Hindernis auf dem Weg ins Finale. Hier wage ich es ausnahmsweise mal nicht, einen Tipp abzugeben, dafür fehlen mir auch hier zu viele Informationen.

Alle Mannschaften punkten - gelungener Auftakt in die Saison

Erste gewinnt widerstandslos | Zweite unglücklich Unentschieden | Dritte gewinnt Debüt klar

08.05.2022

Groß-Zimmern I. - Turm Breuberg I. 4½ : 1½
Vor dem Bericht zu den einzelnen Partien muss bei Anbetracht des Ergebnisses gesagt werden, das wir nur zu 6 und Breuberg gar nur mit 3 Mann antreten konnte. Demenstprechend wurden zwei Bretter von beiden Seiten komplett frei gelassen und die an diesen Brettern zu erspielenden Punkte nicht verteilt. Eigentlich war Breuberg nach Turnierordnung mit nur 3 tapferen Recken gar nicht spielfähig. Man braucht nämlich mindestens vier Spieler, da man so theoretisch noch ein 4:4 rausspielen kann. Da die Schachfreunde aber extra angereist sind und es sich ja um eine Trainingssaison handelt, haben wir uns darauf geeinigt trotzdem jedem der Gäste einen Gegner zum Spielen zu geben.

Mit einem 3:0 durch kampflose Siege im Rücken (6 - 3 macht 3 kampflose Bretter für uns) ging es dann in die ersten Ligapartien nach über 2 Jahren! Harald startete an Brett 5, als ob es nie eine Pause gegeben hätte. Er kam mit Schwarz in der Englischen Eröffnung gut aus den Startlöchern, sicherte sich wichtige Felder im Zentrum und nutzte Ungenauigkeiten zur zunehmenden Dominanz auf dem Brett aus. Zwischenzeitlich bereitete er auch den Hebel b5 vor, den er dann aber zurückstellte um im Zentrum nach Übernahme der Initiative zu öffnen. In erdrückend besserer Stellung patzte Harald dann aber eine Qualität und der Vorteil war erst mal neutralisiert. Haralds Gegner tat ihm aber kurze Zeit später den selben Gefallen, sodass beide mit gleichem Material in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern landeten, das nur mit Remis beendet werden konnte.

Ans zweite Brett gerutscht durfte ich gegen den Spitzenspieler Breubergs, Thomas Leiter, mit satten 2272 DWZ antreten. Wir wählten beide eine etwas eigenartige Eröffnungsstrategie, bei der ich danke des Hebels a4 und einem lang in der Mitte verbliebenen schwarzen König etwas positionellen Vorteil erhielt, den ich aber im Mittelspiel nicht zu etwas zählbares umwandeln konnte. Nach erfolgreicher Rochade des Schwarzen kamen auch dessen Figuren ins Spiel und neutralisierten meine aktiven Figuren bis ins Endspiel, wo wir uns kurz vorm Turmendspiel auf Remis einigten.

Roland spielte als letzter am vierten Brett, beinahe sogar über die volle Distanz von 6 Stunden. In der Eröffnung opferte Roland erfolgreich einen Bauern für positionellen Vorteil und bessere Entwicklung. Schwarz verhinderte zwar sofort Durchschlagendes, musste aber mit etwas krude anmutenden Bauernvorstößen weitere Zugeständnisse machen, die Roland bald zum Gewinn zweier Bauern nutzen konnte. In einem Schlüsselmoment entschied sich Roland dagegen, die letzten beiden Türme zu tauschen und ins reine Leichtfigurenendspiel zu gehen, und versuchte seine Bauernmajorität am Königsflügel in Bewegung gen Grundreihe zu setzen. Währenddessen probierte Rolands Gegner wirklich alles, um zurück ins Spiel zu kommen, was ihm auch nach Ungenauigkeiten von Roland mehr und mehr gelang. Erst gewann er einen Bauern zurück, dann opferte Rolands Gegner seinen verbleibenden Läufer gegen den Freibauern von Roland und wickelte in ein Endspiel Turm und Springer gegen Turm ab, das Remis war. Roland sah das sofort ein und so wurde der Spieltag auch hier mit der Punkteteilung besiegelt.

Damit gewinnt die erste obwohl nicht vollzählig den kleinen Wettstreit gegen Breuberg mit 4½ : 1½. Vielleicht wird die erste Runde auch mit 8:0 gewertet, weil die Turnierordnung eben besagt, dass man mindestens 4 Spieler gebraucht hätte. Aber das überlasse ich dem Turnierleiter. Solange die Partien mit in die DWZ-Auswertung fließen, ist mir beides recht. Schade bleibt, dass es wohl auch hier an der Entscheidung des Bezirks lag, mit einem Hygienekonzept von September 2021 spielen zu lassen, dass kein gescheiter Spieltag mit ausreichend Spielern möglich war.

Groß-Zimmern II. - Springer Bad König I. 3 : 3
Ihr Debüt in der A-Klasse hat die zweite zwar erfolgreich mit einem Punktgewinn gegeben, allerdings auch mit etwas Zähneknirschen. Denn die Begegnung mit Bad König hätte durchaus siegreich gestaltet werden können, zumindest wenn man den Verlauf der einzelnen Partien mit einbezieht.

Während Paul und Thomas in der ersten eingeplant waren, mussten Jessica und Gerd recht weit hoch rücken. Für Jessica an Brett 2 war das aber kein Problem. Sie gewann ihre anfangs doch sehr geschlossene Partie, bei der sich beide Seiten zu Beginn etwas mehr abtasteten, als mit offenem Visier zu spielen. Schwarz öffnete dabei u.a. mit h6 und g5 seinen Königsflügel und war auf den weißen Feldern schwach. Dann gewann Jessica nach Einbrüchen über das Feld f5 einen Bauern und später durch einen Spieß die Qualität. Mehr ließ sich ihr Gegner nicht mehr zeigen und gab auf.

Am vierten Brett hatte Ghyiath nach den ersten paar Zügen auch schon die Partie vollkommen im Griff. Ein Einschlag auf b7 wurde vom Gegner einfach übersehen, was zwei Bauern kostete, die Ghyiath mit der Zeit erst auf einen Materialvorteil von 5 Bauern, dann auf mehrere Bauern und Figuren hochschraubte. Ghyiath konnte sich dann locker eine zweite Dame durch Umwandlung holen und den Gegner Matt setzen.

Am Spitzenbrett bekam Kosto den stärksten Gegner aus Bad König, der ihm auch unentwegt am Königsflügel Druck machte und Kostos rochierten König angriff. Die Verteidigung Kostos war zäh und lange unbeschadet geschlossen, ehe sie dann doch aufgebrochen wurde und es um den König bald sehr dunkel wurde. Eine vernichtende Taktik ließ Kosto dann keine Chancen mehr.

Als weiterer Edeljoker kam Siggi an Brett 5. zum Einsatz. Er bekam einen neuen, noch unbekannten Gegner vorgesetzt, der sogar sein schachliches Debüt gab. Eine Eigenschaft, die viele Spieler an diesem Sonntag teilten. In der Eröffnung kam Siggi nicht allzu gut weg, verlor früh einen Bauern und den Zugriff auf die Partie. Sein Gegner spielte die weiteren Züge aber fehlerlos runter und gab den Materialvorteil nicht mehr her.

Es schien auch weiterhin der Tag der Debütanten zu bleiben, denn Steffen Gathmann kam am sechsten Brett auch zu seinem ersten ernsten Spiel und Einsatz. Mit seinem Gegner entwickelte er sich erst mal ruhig und komplett, ehe er im Mittelspiel auf ein Damenschach einen Turm zum Blocken in eine Fesselung stellte, die ihn lange Zeit binden sollte. Im weiteren Verlauf der Partie konnte Steffen aber auf e6 mehrfach einschlagen und mit Schach einen Bauern gewinnen. Als die Fesselung aufgehoben wurde und Steffens Turm mit ins Spiel kam war die Partie zu seinen Gunsten entschieden und auch er fuhr einen vollen Punkt ein. Glückwunsch zu so einem Einstand!

Als letzter kämpfte Gerd um den Mannschaftssieg. Beim Stand von 3:2 für Groß-Zimmern hätte theoretisch ein Remis für den Heimsieg gereicht und Gerds Stellung war da schon aussichtsreich. Nach einer langen, positionellen Partie mit viel Lavieren gab Gerds Stellung auch Vorteil im Figurenendspiel her. Er gewann einen Bauern, tauschte dann aber in Zeitnot die verbleibenden Springer ab, was dem Gegner leider das entscheidende Tempo gab, als erster mit seinem Freibauern einzuziehen. So gab Gerd angesichts dieses Umstandes auf.

Zusammengefasst ein doch guter Einstand in die stärkere A-Klasse, wenn man auch mit etwas Wehmut nicht sogar den ersten Sieg hat einfahren können. Der kommt aber in den nächsten Spielen sicherlich bald.

Langen IV. - Groß-Zimmern III. 1:3
Die dritte Mannschaft gewann ihr erstes Spiel, das außerdem noch ein Auswärtsspiel war, in Langen souverän mit 1:3. Lediglich Anatoli musste hinter sich greifen, während Jonas und Lev, die beide schon Kampferfahrung durch das Zimmner Jubiläumsopen hatten, und Kiril ihre Partien überzeugend gewinnen konnten. Bis jetzt habe ich nur Kenntnis vom Verlauf von Jonas Partie. Jonas konnte sehr früh beide Zentrumsbauern des Schwarzen gewinnen und diese über e6 weiter nach vorne treiben. Ein Abzugsschach durch den so gebildeten Freibauern (nach e7 war die Wirkung des weißen Läufers auf den schwarzen König auf g8 frei) gewann dann einen Turm, mit dem es spätestens hier kein Entrinnen für den Gegner Jonas gab. Im weiteren Verlauf ließ sein Gegner weitere Figuren stehen und Jonas heimste unerbittlich alle schwarzen Figuren ein, ehe er den König mit Matt erlöste.

Ein gelungenes Debüt unserer dritten Mannschaft, die schon mal aufblitzen lässt, welches Talent in ihr schlummert. Dieses darf gerne in den weiteren Spielen ausgearbeitet und geschmiedet werden! Meinen Glückwunsch an die erbrachte Leistung, so lässt es sich doch gut in eine Saison und in die schachliche Wettkampfkarriere starten!

1. Runde Bezirks-4er-Pokal erfolgreich gemeistert

Begegnung mit TEC Darmstadt endet 3:1 für uns

07.05.2022

Groß-Zimmern I. - TEC Darmstadt I. 3:1
Die erste Runde des Bezirk 4er-Pokals wurde gestern Abend erfolgreich gestaltet und das Pokalteam des TEC Darmstadt souverän in die Schranken verwiesen. Auch nach zwei Jahren schachlicher Abstinenz konnten wir unseren Heimvorteil am Ende ungefährdet ausnutzen und gewannen, analog meinem angekündigten Tipp, mit 3:1 - ohne Verlustpartie!

In Bestbesetzung angetreten waren wir auch auf dem Papier die Favoriten und darüber hinaus war uns das Glück wohl auch von Beginn an wohlgesonnen. Am Spitzenbrett konnte ich meinen Gegner schon im 5ten Zug auf dem falschen Fuß erwischen und zwischen dem materiellen Vorteil einer Qualität oder zwei Mehrbauern wählen. Ich entschloss mich für letzteres, setzte die Entwicklung nach erzwungenem Damentausch ruhig fort und bekam nach einer Bauerngabel und großem Tauschreigen die Hand zum Sieg gereicht. Nach Abschluss der vielen Tauschaktionen wäre ich mit einem glatten Turm mehr ins Endspiel gegangen - ein mehr als ausreichender Materialvorteil.

Mit dem frühen 1:0 im Rücken ließ es sich umso entspannter weiter aufspielen. Roland hatte am dritten Brett in bekannter Eröffnung kaum Probleme seine Gegnerin und insbesondere deren Figuren in Passivität zu halten und seinen stellungstechnischen Vorteil über die offene c-Linie überlastendes Übergewicht zu verleihen. Im Mittelspiel zeichnete sich der Weg, den Rolands Partie nehmen sollte, schon ab. Nachdem die ersten Figuren getauscht waren, verblieb auf seiner Seite ein bockstarker, zentralisierter Springer, der vom verbleibenden, feindlichen Läufer, der von den eigenen Bauern in seiner Wirkung begrenzt wurde, nicht angegangen werden konnte. Nach dem gelungenen Durchbruch auf dem Damenflügel über besagte c-Linie war der Drops schnell gelutscht.

Den Sieg machte dann Dominik mit einem halben Punkt aus einer von ihm gewohnt schärferen Partie klar. Aus der Eröffnung vorteilhaft rausgekommen, schnürte er ebenso wie Roland die Beweglichkeit der gegnerischen Figuren ein und sicherte sich die Initiative. Leider fehlte ihm an der ein oder anderen Stelle doch noch das letzte Quäntchen Kaltschnäuzigkeit um die Partie frühzeitig in gewonnene Bahnen zu lenken, eher er in ein Läuferendspiel mit Mehrbauer einlenkte, das zunächst Vorteil versprach, aber deutlich zäher zu bespielen war. Es gelang ihm schlussendlich nicht die verbissene Verteidigung des Gegners zu durchbrechen und man einigte sich zeitig nach den letzten ausprobierten, aber abgeschlagenen Tricks auf die Punkteteilung.

Als letzter kämpfte Tobias um den verbleibenden vollen Punkt, konnte aber auch nicht mehr als ein Remis ergattern. In seiner Partie kamen beide Parteien gut aus der Eröffnung, rochierten lang und griffen nach abgeschlossener Entwicklung über das Zentrum mittels Bauervorstößen an. Da sich die Kräfte über das Zentrum bündelten, tauschten sich vermehrt die Figuren runter bis ins Turmendspiel, bei dem Tobias optische Überlegenheit dank besserer Bauernstruktur und aktiverem König entwicklte, die aber bei genauer Verteidigung des Gegners zu nichts weiterem führte. Wieder einmal bestätigt sich die alte Schachweisheit, dass Turmendspiele Remis sind.

Damit haben wir den ersten Mannschaftskampf nach über 2 Jahren Zwangspause erfolgreich abgechlossen und dürfen uns auf Runde 2 des 4er-Pokals freuen. Gleichzeitig gelingt somit auch die Generalprobe für die erste Runde der am Sonntag startenden Saison.

Es wird wieder ernst Schach gespielt

Trainingssaison und Pokal fangen an

05.05.2022

Endlich ist es soweit, der Bezirk Starkenburg nimmt vollumfänglich seinen Spielbetrieb wieder auf. Den Start macht diesen Freitag der Bezirks-4er-Pokal mit der ersten Runde. Danach geht es aber Schlag auf Schlag, denn am Sonntag starten unsere drei Mannschaften in ihre jeweilige Trainingssaison.

Bezirks-4er-Pokal Runde 1.: Groß-Zimmern - TEC Darmstadt
In der ersten Runde des 4er-Pokals empfangen wir am morgigen Freitag den TEC Darmstadt. Beide Teams sind sich im 4er-Pokal durchaus häufiger begegnet, jüngst (also vor Corona) öfters mit positivem Ausgang für uns. Da die genauen Aufstellungen weder hier im Pokal noch in der Liga bekannt sind, kann ich im vornhinein schlecht abschätzen, wie sich das Match entwickeln wird. Dank Heimvorteil und wohl fehlender Spielpraxis auf beiden Seiten sehe ich uns aber als leichten Favoriten.
Mein Tipp daher 3:1. Startschuss ist um 19:30 im Glöckelchen, falls jemand zuschauen mag.

Starkenburgliga Spieltag 1.: Groß-Zimmern I. - Turm Breuberg I.
Die erste von lediglich drei Runden der ersten Mannschaft beginnt mit dem Gast aus Breuberg. In früheren Spielrunden war Breuberg immer ein gehandelter Aufstiegskandidat und für uns regelmäßig eine Nummer zu groß, wenn auch öfters mal knapp. Inwieweit sich Breubergs Zusammensetzung geändert hat, vermag ich dank fehlender Aufstellungen auch hier nicht zu sagen, denke aber, dass sie an ihre alte Stärke sicherlich heran reichen.
Daher mein leider negativer Tipp 3:5 für den Gast. Aber straft mich gern mit guter Leistung Lügen!

A-Klasse Spieltag 1.: Groß-Zimmern II. - Bad König II.
Nach langem Warten darf die zweite Mannschaft nun als Aufsteiger und Meister der vergangenen Saison doch noch in der A-Klasse starten und als neuer, alter Bekannter die Liga aufmischen. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit dem diesjährigen Stock an Spielern und zahlreichen, zwar nicht gemeldeten, aber hochmotivierten Ersatzspielern das auch gut möglich sein wird. Zusätzlich war Bad König für unsere zweite in den Jahren zuvor auch immer ein guter Gegner und wurde regelmäßig in die Schranken verwiesen.
Mein Tipp: 4:2 für uns!

C-Klasse Spieltag 1.: Langen IV. - Groß-Zimmern III.
Und auch unsere neu gegründete dritte Mannschaft hat glücklicherweise endlich ihre Feuertaufe zu bestehen. Dafür muss sie allerdings die Rolle des Gastes einnehmen und den doch längeren Weg nach Langen antreten. Ich hoffe, dass die Mannschaft beim ersten Schnuppern von Wettkampfluft denselben Spaß entwickelt wie freitags und sich auch für das geleistete Training selbst mit Punkten und schönen Partien belohnt. Leider ist es mir hier nicht möglich eine Einschätzung zum Gegner, dem Spiel oder gar einen Tipp zu formulieren - also bleiben wir gespannt, drücken die Daumen und wünschen viel Spaß!

Erfolgreicher Vereinsabend

Kinder mit neuen Polos - Torsten gewinnt Preisskat - 18 Mann im Verein!

30.04.2022

Während sich die Erwachsenen noch für den angesetzten Preisskat warm machten, spielten unser Kinder unter Anleitung von Jugendleiter Roland ein internes Schnellschachturnier, bei dem sich aber nicht nur die Sieger, sondern alle über ein neues Vereinspolo freuen durften. Damit sind nun auch unsere kleinsten bestens ausgestattet um bei Turnieren und an Spieltagen sich und den Verein zu präsentieren.

Der für gestern angesetzte Skatabend wurde wie gewohnt sehr gut angenommen und knüpft mit 10 "Kaddeklopper" an die Spielstärke vorheriger Turniere an. Bei gutem Essen und Getränken auf den Club fehlte zur besten Stimmung eines jeden nur das ein oder andere gute oder zumindest spielbare Blatt.
Am Ende sicherte sich Torsten mit 910 Punkten den Turniersieg, knapp vor Wilhelm mit 879, dem damit rechnersich ein einfaches Karospiel zum Sieg gefehlt hat nach Punkten (es gibt ja für gewonnene Spiele nochmal Bonuspunkte zum Schluss). Damit löst Torsten Tobias als Turniersieger ab, der aber selbst ein weiteres starkes Turnier spielte und mit 868 Punkten als Dritter die insgesamt 24 Spielrunden beendete.

Der Vereinsabend war über den Preisskat hinaus auch mehr als redlich besucht. Neben den 10 zeitweisen Skatspielern, waren auch 8 zum reinen Schachspielen gekommen, die nebenher mehrere kurze Blitzturniere ausfochten. Als Skat "ausgereizt" war, stiegen auch die Kartenspieler ein. So ist es auch nicht verwunderlich, dass durch all den Andrang und die Abwechslung der Vereinsabend wortwörtlich noch zur Nacht gemacht wurde und der letzte gegen 3 Uhr das Licht ausmachte.

Vereinsabend 29.04. Vereinsabend 29.04.

So bestätigt sich auch noch schneller als erwartet der bei der Jahreshauptversammlung angesprochene positive Trend des Vereinslebens, der sich nach wie vor aus dem großen Interesse der Mitglieder, neuen Gesichtern und nun vermehrter Abwechslung an den Vereinsabenden speist. Eine tolle und sehr erfreuliche Entwicklung, die wir uns hoffentlch lange erhalten können.

Hygienkonzept mit Stand September 2021 verpflichtend für Saison

Schneller Beschluss von Seiten des Bezirks kurz vor Start

28.04.2022

Aufgrund mehrerer Nachfragen entschied sich der Bezirk gestern die Vereine per Mail darüber zu informieren, dass das bezirkseigene Hygienekonzept vom September 2021 (was dem Konzept des HSV aus dem selben Zeitraum gleicht) verpflichtend für die kommende, in zwei Wochen startende Trainingssaison gelte.

Damit kommen auf jeden Mitspieler wieder 3G-Regel, Abstände und Maskenpflicht zu, abgesehen von der Zeit, in der ein Spieler am Brett sitzt. Da entfällt die Maskenpflicht.

Auf diese Mail entbrannte ein kurzer, doch mit einigen Argumenten gefüllter Schlagabtausch über die Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung von seiten des Bezirks. Unter anderem wurde angeführt, dass Schach spielen damit den schärfsten aktuell geltenden Maßnahmen unterliegen würde, was angesichts des sonstigen Alltags und den dort zu begegnenden Maßnahmen sinnfrei wäre. Andere ließen verlauten, dass man immer noch nicht sicher sei und doch zumindest tagesaktuelle Tests (an einem Sonntag!) angebracht wären, da Corona momentan schneller umher ginge, als zuvor.
Dem wiederum zu entgegnen war, dass mit diesen Regeln weitere Spieler kurzfristig abspringen werden und es teilweise Mannschaften gäbe, die dann nicht spielfähig seien. Ebenso angekündigt wurde auch der Rückzug von Mannschaften, die unter diesen Bedingungen nicht spielen möchten.

Ohne ins Detail zu gehen, lese ich aus all dem folgendes für uns wichtiges heraus:
Es besteht die Möglichkeit, dass einige Spiele bzw. vielleicht die ganze Trainingssaison nun doch noch kurzfristig ausfallen, weil eben Spieler und teilweise auch Mannschaften sich zurückziehen werden. Dass die gesamte Saison nun ausfällt, halte ich für unwahrscheinlich, aber einen spürbaren Einfluss bzw. Folgen wird es in manchen Klassen sicherlich geben.

Darüber hinaus muss ich leider erneut feststellen, dass man hier anscheinend von höheren Klassen (dem HSV namentlich) wieder nur kopiert, anstatt mal einen eigenen Weg zu gehen. Das hatte ich auch auf der Sondersitzung des Bezirks im Februar schon moniert und mit Hinweis auf unser Jubiläumsopen darauf hingewiesen, dass man, wenn man will, auch etwas erfolgreich konzipieren, veranstalten und durchführen kann.

Auch die Art und Weise, wie das kurz vor Start der sowieso schon knappen Saison ohne die Vereine im Voraus mit ins Boot zu holen mal eben schnell per Mail verkündet wird, ist - ums es freundlich zu halten - unglücklich. Das war auf der schon angesprochenen Sondersitzung mit den Vereinen im Februar auch nicht abgesprochen. Dort hieß es noch, es soll jeder spielen können, der eben möchte, frei von den bis dahin hoffentlich obsoloten Corona-Maßnahmen, die dann auch gefallen sind. Wer sich trotzdem mit Test und Maske schützen wolle, darf das ja gerne tun, nur jetzt wieder jeden in die Pflicht zu nehmen, ist mit Blick auf das sonstige "zivile" Leben doch auch aus meiner Sicht am Ziel vorbei.

Jahreshauptversammlung abgehalten

Neuwahlen ergeben Änderung im Vorstand

23.04.2022

Die für gestern angesetzte, diesjährige Jahreshauptversammlung wurde von insgesamt 13 Mitgliedern durchschnittlich gut besucht und brachte durch die periodisch wiederkehrenden Neuwahlen der Vorstandsämter Änderungen in den selbigen mit sich.
Torsten Wöhl entschied sich nach langjähriger Zugehörigkeit zum Vorstand als Schatzmeister auszuscheiden. Sein Amt wurde von Harald Weber, der hierfür das Amt des Schriftführers niederlegte, übernommen. Gleichzeitig rückte Thomas Beutel als neuer Schriftführer in den Vorstand nach.
Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt, sodass es keine weiteren Änderungen gab.

Der für die nächste Periode nun gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender:Steffen Heß
2. Vorsitzender:Paul Terre
Kassenwart:Harald Weber
Schriftführer:Thomas Beutel
Jugendleiter:Roland Rühm
Schach- und Pressewart:Steffen Heß

7. Runde DSOL

Eppendorf entführt noch einen Punkt aus Hessen

05.04.2022

Und mit 2:2, sowie einem Punktgewinn endet die DSOL für uns dieses Jahr.

Seinen dritten Punkt in Folge holte Tobias am vierten Brett und war dabei als erster fertig. Mit seinem nominell schwächeren Gegner, der das Londoner System mit Weiß als Eröffnung wählte, tauschte Tobias bis ins Turmendspiel viel Material runter. Dort konnte er dank besserer Bauernstruktur Druck auf den rückständigen weißen Bauern auf b2 machen, der mit beiden weißen Türmen gedeckt werden musste. Hierbei ging aber der Bauer a3 verloren, da dessen Deckungsfigur (der Bauer b2) gefesselt war. Das resultierende Bauernendspiel zockte Tobias locker runter und gewann. Damit schließt er mit 3 aus 3 die letzten Runden ab.

Einen Punkt zum Gesamtergebnis fuhr auch Dominik ein. Nach normaler Entwicklung und einigen Tauschaktionen durfte Dominik sich einfach auf e7 bedienen und einen Bauern einheimsen. Das gewährte Schwarze etwas aktiveres Spiel und leichten Entwicklungsvorteil, aus dem sich Dominik aber immer weiter befreien konnte. Nachdem Dominiks Figuren im Spiel waren, wurde es plötzlich brenzlig um den schwarzen König, der auch gleich Nerven zeigte und sich durch Springeropfer die gesamte Rochadestellung sprengen ließ. Danach war das Matt unausweichlich.

Roland kämpfte ebenfalls lange um den ganzen Punkt, hatte von Anfang an eine gute Stellung, die bessere Entwicklung und im Mittelspiel Angriff auf den schwarzen König, dessen geöffnete g-Linie gerade noch so durch einen Rückzug der Dame ausreichend verteidigt werden konnte. Sonst wäre Rolands Angriff unwiderstehlich durchgeschlagen. Nach Transformation ins Turmendspiel durfte Roland einen Bauern mehr auf seiner Habenseite zählen, verkomplizierte sich aber dann selbst durch Ungenauigkeiten die Stellung und ließ Schwarz zu mehr als genug Gegenchancen kommen, die leider auch nicht ungenutzt blieben. Schwarz konnte so seine beiden letzten Bauern auf dem Königsflügel in Marsch gen Grundreihe setzen und Rolands Vorstoß am Damenflügel entscheidend stören, sodass Roland sogar noch die Waffen strecken musste.

Zu Rolands Niederlage war es technisch um mich auch schon geschehen. In der Eröffnung wählte ich, aus Angst einen vorbereiteten Gegner zu bekommen, eine mir nicht richtig bekannte Eröffnung (Alt-Indisch, wo man nicht g6 und Lg7 spielt, sondern Le7 direkt) und zahlte abermals Lehrgeld, da ich nie zu aktivem Spiel kam, sondern immer nur reagieren durfte. Bekanntlich geht sowas nur solange gut, wie man eben reagieren kann. So war es abzusehen, dass ich, auch wenn es dank einiger Abtauschaktionen in die Länge gezogen wurde, bald in Zugzwang geriet und Material verlor. Beim entscheidenden Zug, nach dem ich zum Aufgeben bereit war, passierte meinem Gegner aber ein Missgeschick und er stellte einen Läufer auf das offensichtlich falsche Feld, von dem aus ich ihn einfach hätte schlagen können. Da es um nichts mehr ging und das den Verlauf der Partie mehr als nur auf den Kopf gestellt hätte, ließ ich meinen Gegner den Zug zurücknehmen und gab danach beim richtigen Zug meines Gegners auf.

Damit endet unsere online Saison und "Reise" durch Deutschlands Schachecken mit einem 2:2 Unentschieden. Das ist meines Erachtens schon in Ordnung, auch wenn wir hier wieder etwas mehr haben liegen lassen, wenn man sich die Chancen so betrachtet. Aber es geht ja nur um den Spaß, Spielpraxis und um das Training, das wir teilweise bitter nötig zu haben scheinen. Insbesondere ich habe gegen gleichstarke und stärkere nicht mal ein Remis holen können. Meine Partien waren allesamt geprägt von Angst, Passivität und Ideenlosigkeit (bis auf eine, die ich gegen einen 1600er gewinnen durfte - wenigstens das ging noch).

Sagen wir es mal positiv: Die Generalprobe für die im Mai kommende "normale" Saison war durchwachsen, was kein schlechtes Omen sein kann!

7. Runde DSOL

Finale Runde daheim gegen Eppendorf

04.04.2022

Und so schnell kanns gehen, die finale Runde der DSOL steht an. In der siebten und damit letzten Runde haben wir am morgigen Dienstag nochmal Heimrecht und empfangen die Schachfreunde von Johanneum Eppendorf. Dieser Schachclub hat seinen Sitz in Hamburg und liegt in der Tabelle mit zwei Zählern vor uns. Ein Sieg würde uns an ihnen vorbeiziehen lassen, allerdings ist das alles sowieso nur noch kosmetischer Natur, da wir uns für die Finals nicht mehr qualifizieren können.

Startschuss ist um 19:30 Uhr. Den Link zum Zuschauen gibt es hier: Zum Kiebitzen
Discord wird nebenher wie immer für Zuschauer "geöffnet" sein.

6. Runde DSOL

Moosburg wird mit 1:3 geschlagen

29.03.2022

Zum Start in die Vorschlussrunde war relativ klar, dass ich heute einen Punkt machen würde. Denn mein Gegner erschien einfach nicht, sodass wir guten Gewissens mit einem 1:0 im Rücken aufspielen konnten. Den Rückenwind nahmen die anderen drei, die jeweils wirklich um den Punkt spielen mussten, auch mit!

Dominik spielte mit Schwarz seinen gewohnten offenen Sizilianer (also 1. e4 c5 2. Sf3 Sc6 3. d4 cxd4) und griff nach Fianchetto des schwarzfeldrigen Läufers am Damenflügel an, Weiß besetzte hierfür das Zentrum und schob seine Königsflügelbauern nach vorn. Prinzipiell spielten beide Parteien die Eröffnung, das darauf folgende Mittelspiel nach Lehrbuch. Dann opferte Dominik am Damenflügel zur Öffnung der Stellung einen Bauern, während er selbst durch eine auf h6 sitzende weiße Dame an der Rochade gehindert wurde.
Mit der Zeit machte sich der so fehlende h-Turm im Spiel langsam bemerkbar, denn es gelang Dominik nicht mit einem Turm allein und der Dame als einziger Unterstützung entscheidend Druck aufzubauen. Sein Gegner nutzte die Zeit um neben klugen, aber auch erzwungenen Verteidigungszügen seinen Angriff peu á peu am Königsflügel voranzutreiben. Als Dominik ein Springeropfer zu vermeintlichem Materialgewinn ansetzte, wurde er eines besseren belehrt und musste die Dame zusätzlich geben. Das materielle Übergewicht bekam Dominik zum Schluss durch einen unaufhaltsamen h-Bauern zu spüren. Die Engine sagte aber in der nachträglichen Analyse, dass sie das ohne Probleme Remis halten würde, was wir uns gemeinsam auch anschauten. Verrückt, was die Engine alles kann... Menschlich eine gefühlt unmögliche Aufgabe.

Tobias, mit den weißen Figuren, wählte die Abtauschvariante der Caro-Kann-Verteidigung, die beiden Seiten gute und schnelle Entwicklung ermöglicht und das Spiel positionellen Charakter annehmen lässt. Eine der positionellen Vorteil des Weißspielers ist hierbei immer die recht solide Kontrolle des Feldes e5, das Tobias auch für einer seiner Springer reservierte und diesen dort positionierte. Nach dem prophylaktischen Zug Kh1 war die Absicht am Königsflügel zu attackieren klar erkennbar. Und so kam es auch, das Tobias seine f- und g-Bauern zur Sprengung der schwarzen Rochadestellung vorschickte.
Schwarz versuchte durch Öffnung des Zentrums mittels Bauernvorstoß e5 die Figuren zu tauschen und so die Situation abzuflachen. Allerdings konnte da Tobias mittels Abzug und gleichzeitiger Mattdrohung einfach eine Figur einheimsen. Das verbleibende Endspiel konnte Tobias schnell durch abermalige Mattdrohung runtertauschen und behielt einen ganzen Turm mehr auf dem Brett. Sein Gegner gab auf.

Am dritten Brett versuchte sich Roland an einem Benoni, der bekanntermaßen ja Königsindisch sehr ähnelt, transferierte dann aber mittels dem Bauernopfer respektive Hebel b5 in eine leicht abgeänderte Variante des Benkö-Gambits. Wie man es aus diesen Stellungen her kennt, konnte Roland schnell viel Druck am Damenflügel durch Aufziehen der Schwerfiguren aufbauen. Es folgte etwas längeres Lavieren und Einengen des Weißen, bis dieser schließlich kollabierte und Roland durch einen schöne Kombination eine Figur gewann. Sein Gegner ließ sich nichts mehr zeigen und gab Roland den wohlverdienten Punkt zum Abschluss des Mannschaftskampfes.

Mit diesem Auswärtssieg setzen wir uns im Mittelfeld fest. Mehr ging auch bei dem vorherrschenden Abstand zu den oberen Vieren der Tabelle nicht, aber darum geht es ja nicht. Das letzte Spiel findet am 05. April statt, das ist dann ein Heimspiel.

6. Runde DSOL

Auswärts gegen Moosburg

28.03.2022

Die Endphase der DSOL ist eingeläutet und in der Vorschlussrunde geht es nochmal ganz weit weg - nämlich nach Moosburg an der Isar. Das liegt bekanntlich kurz vor München in der Nähe von Landshut. Doch hinfahren müssen wir ja in der DSOL nicht, denn wie gewohnt spielen wir online den Sieger dieser Begegnung aus.

Startschuss ist um 19:30 Uhr. Den Link zum Zuschauen gibt es hier: Zum Kiebitzen
Discord wird nebenher wie immer für Zuschauer "geöffnet" sein.

Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung

Treffpunkt Glöckelchen, 22. April

24.03.2022

Liebe Mitglieder,
Dank gelockerter Maßnahmen können wir auch unsere Jahreshauptversammlung wieder stattfinden lassen und diese auch so früh wie möglich durchführen, bevor etwaige Regeln und Einschränkungen dies verhindern. Hierzu seid ihr alle am 22. April eingeladen. Start wird im Glöckelchen um 20:00 Uhr sein. Unter anderem gibt es Wahlen und einen Rückblick auf unser Jubiläumsturnier.

Es würde mich freuen, wenn ihr zahlreich erscheinen würdet und euch einbringt. Bis dahin!

5. Runde DSOL

Groß-Zimmern - Ebersberg-Grafing 1½ : 2½

15.03.2022

Eine knappe Niederlage bedeutet das Ergebnis des heutigen Tages. Ebersberg-Grafing wird seiner Favoritenrolle gerecht.

Dominik kam erst gut aus der Eröffnung, übersah dann einen Einschlag auf f3 als er einen tief in die eigene Stellung eingedrungenen Springer verjagen wollte, der ihn am rochieren hinderte. Das kostete Dominik zwischenzeitlich eine Figur. Obendrein opferte Dominik dann seine beiden Türme für ein Dauerschach und sicherte sich so noch Remis.

Tobias spielte von Anfang an eine gute Partie, bei der er einen Bauern für bessere Entwicklung gab. Aber das war nicht schlimm, im Gegenteil half ihm das seine geöffnete f-Linie und die schlechte Entwicklung des Gegners auszunutzen. Eine Taktik über ein vorrübergehendes Opfer über h4 gewann ihm erst den Bauern zurück und dann deutliche positionelle Vorteile, die er dann bald in großen Materialvorteil umwandeln konnte, was den Gegner zur sofortigen Aufgabe zwang.

In meiner Partie kam das Gligoric-System im Königsinder aufs Brett, bei dem Weiß frühzeitig Le3 spielt. Da ich mich da nicht gut auskenne, fehlten mir an den entscheidenden Stellen die Pläne und ein definitiv falsches Bauernopfer auf dem Damenflügel bracht die Partie gänzlich zum kippen. Ohne Gegenchance spielte mein Gegner das sauber runter, gewann weitere Bauern und dann einen Turm zwingend - muss man sich nicht mehr zeigen lassen.

Roland entwickelte sich mit seinem Gegner gewohnt zuerst harmonisch und ausgeglichen, ehe dann im Mittelspiel viel positionelles Lavieren auf dem Plan beider Seiten stand. Roland konnte seinen Gegner zu einem postionellen Zugeständnis zwingen (vorrücken eines Rochadebauern und damit Schwächung der Königsstellung), ehe er einen entwickelten Springer gegen den passiven und schlechten, noch unentwickelten schwarzen Läufer auf c8 tauschen musste. Plötzlich kamen die schwarzen Figuren immer besser ins Spiel. Als dann der d-Bauer fiel und eine Springergabel den Läufer zu gewinne drohte, war die Partie trotz einiger Gegenschachs gelaufen.

Trainingssaison ist ausgelost

Massensterben der Mannschaften

15.03.2022

Gestern Abend erreichte mich auch die Mail des Turnierleiters Detlef Zunk mit den neuen Auslosungen der im Sommer stattfindenden, kurzen Spaß- und Trainingssaison.

Zu aller erst fällt beim Durchschauen der nun eingeteilten kleineren Klassen auf, dass es wohl ein ungeahntes Massensterben der vorab gemeldeten Mannschaften in den Klassen gab. So gibt Detlef an, dass lediglich 26 Mannschaften noch mitspielen werden, rund die Hälfte im Vergleich zu vorher. Aufgeteilt wie folgt: 4x Starkenburgliga, 5x Bezirksklasse, 7x A-Klasse, 4x B-Klasse und 6x C-Klasse. Während Bezirksklasse und A-Klasse zusammengeworfen und in Gruppen aufgeteilt wurden, bleiben alle anderen Klassen unter sich.

Auch der Bezirks 4er-Pokal wird weiter ausgespielt. Hier blieben die Mannchaften und Paarungen gleich. In der ersten Runde am 06. Mai empfangen wir den TEC Darmstadt daheim.

Die einzelnen Paarungen für unsere drei Mannschaften habe ich unter dem entsprechenden Menüpunkten aktualisiert. Erfreulich ist, dass die erste und zweite jedes Spiel zusammen austragen, ob daheim oder auswärts beim gleichen Gegner. Die Dritte Mannschaft hat ganze zwei Spieltage mehr als die ersten beiden, darunter ein Freilos. Ihre Saison endet damit erst am 10. Juli im Hochsommer.

Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich gestern die Email von Detlef aufgenommen. Einerseits freut es mich, dass wohl die Rückmeldung der Vereine sowie die neue Auslosung schnell und reibungslos geklappt hat, andererseits hatte ich nach dem Sonderbezirkstag ein ganz anderes Bild der Klassen erwartet. Dass Corona bzw. die zugehörigen Maßnahmen nun doch so vielen Vereinen und Spielern Probleme bereiten, selbst im Sommer eine reine Spaßsaison mitzuspielen, überrascht mich dann doch. Aber gut, so ist es nun mal, Hauptsache es wird wieder gespielt.

5. Runde DSOL

Heimspiel gegen Ebersberg-Grafing

15.03.2022

Schlag auf Schlag nähert sich die DSOL so langsam ihrem Ende. Es steht der fünfte von insgesamt sieben Spieltagen an und diesmal empfangen wir beim Heimspiel die auf dem Papier nominell stärkeren Ebersberg-Grafinger. Es darf ob der direkten tabellarischen Nachbarschaft auf den Ausgang der Begegnung spekuliert werden.

Den Link zum Zuschauen gibt es hier: Zum Kiebitzen
Discord wird nebenher wie immer für Zuschauer "geöffnet" sein.

Erster Sieg in der DSOL!

Berolina Mitte II. - Groß-Zimmern 1½ : 2½

10.03.2022

Nach dem ersten Sieg in der DSOL schieben wir uns gen Mittelfeld vor. Dabei war der Mannschaftskampf richtig spannend, auch wenn wir von Anfang an eher die Zügel in der Hand hatten.

An Brett 1 bekam ich einen nach Zahlen deutlich unterlegenen Gegner, den ich standesgemäß nach frühem Einschlag in dessen Rochadestellung auf h7 nebst großem Materialgewinn in der Folge besiegen konnte. Da gibt es nicht viel zu berichten oder näher zu erläutern.
Als zweiter beendete Roland mit seinem Gegner per Punkteteilung die Partie. Recht früh gingen beide mit gleichem Material in ein wohl ausgeglichenes Endspiel mit Bauern, beiden Läufern und Türmen, das Roland aber zwischenzeitlich etwas mehr dominierte. Nach weiteren Abtauschaktionen spielte Roland aber leider ein paar Ungenauigkeiten und wurde wieder ins Remis zurückgedrängt.

Tobias hatte die ersten 25 Minuten keinen Gegner bis dieser sich verspätet noch einloggte und dann der Zeit hinterher rennen musste. Im Mittelspiel, als nahezu alle Figuren entwickelt waren, opferte Tobias für zwei Bauern und eine hemmende Fesselung einen Springer, aus der sich der Schwarze aber nach und nach besser und aktiver befreien konnte. Im entscheidenden Moment nutzte der Gegner von Tobias ein Damenopfer, um seine Figuren vollends zu aktivieren, was weitere Zugeständnisse in Form von Bauern kostete. Tobias wurde gezwungen, die Dame zurück zu geben und in ein schwieriges Turmendspiel runter zu tauschen, bei dem die weißen Bauern unhaltbar waren. Nach dem die ersten Bauern das Brett ersatzlos verließen, gab Tobias auf.

Ab da an hing es an Dominik, der zu diesem Zeitpunkt schon in arger Zeitnot war. In der höchst komplizierten Stellung mit beiderseitigen vorpreschbaren Bauernpaaren, war Dominik dank eines Bauerngewinns im Mittelspiel leicht im materiellen Vorteil. Beide Seiten hatten Chancen aktiv zu werden, Weiß eventuell sogar mit Königsangriff, doch Dominiks Gegner lavierte eher nur die Figuren übers Brett ohne konkreter zu werden. Dominik war indes zielstrebiger und konnte seine Figuren und Freibauern besser ins Spiel bringen, was den Gegner schnell in eine verlorene Stellung brachte. Ein dann doch final angesetzter Angriff auf Dominiks König wurde leicht abgeschlagen und ein Freibauer unaufhaltsam gen Grundreihe geschoben. Auch in der nachträglichen Analyse waren Dominiks Chancen immer zu bevorzugen, sodass der Punkt und damit der Mannschaftssieg verdient erspielt wurden.

Weiter geht es am Dienstag im Heimspiel gegen Ebersberg-Grafing.

4. Runde DSOL

Berolina Mitte emfpängt uns als Gast

08.03.2022

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Also zumindest digital, denn es steht am kommenden Donnerstag bereits die 4. Runde der DSOL an. Nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen stehen wir nicht besonders gut in der Tabelle da und haben nur noch Berlin hinter uns, die alle drei Spiele verloren haben bislang.

Das wird also ein spannender Kampf und hoffentlich ein Befreiungsschlag ins Mittelfeld der Tabelle für uns. Den Link zum Zuschauen gibt es hier: Zum Kiebitzen
Discord wird nebenher wie immer für Zuschauer "geöffnet" sein.

2G regel entfällt ab diesem Freitag

Neue Verordnung tritt in Kraft

02.03.2022

Mit der am Freitag in Kraft tretenden neuen Verordnung des Landes Hessen ist der Zutritt und die Teilnahme am Trainingsabend im Glöckelchen wieder jedem gestattet, der mindestens einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest vorlegt. Wer geimpft oder genesen ist, braucht keinen Test vorweisen und kann einfach so vorbeikommen.

Ich freue mich daher euch alle zur Teilnahme unser freitäglichen Schachabende im Glöckelchen wieder begrüßen zu dürfen. Das Hygienekonzept wurde dementsprechend angepasst.

Spielbetrieb wird aufgenommen!

Saison 2021/22 in neuem Modus

26.02.2022

Die Sondersitzung des Bezirks mit den Vereinen ergab mehrheitlich, dass der Spielbetrieb und somit die Saison 2021/22 aufgenommen wird. Zur Sitzung fanden sich 16 Vereine, repräsentiert durch teilweise mehrere Vertreter, ein und äußerten nahezu einstimmig mit dem Vorstand des Bezirks den Wunsch miteinander Schachwettkämpfe zu organisieren und zu spielen.

Diskutiert wurden kurz mehrere Ideen, ehe sich der eingangs vom Vorstand unterbreitete Vorschlag, die verschiedenen Klassen des Bezirks ob der kurzen verbleibenden Spielzeit bis zum Sommer in Gruppen weiter zu unterteilen, durchsetzte. D.h. die Klassen werde je in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt und die in diesen Gruppen zugelosten Vereine spielen eine normale Runde jeder gegen jeden miteinander aus. Die Sieger dieser Gruppen können nach Belieben eine Finalrunde gegeneinander spielen um einen evtl. Aufsteiger bzw. Gesamtsieger der Klasse auszumachen. Der Auf- und Abstiegszwang wird abgeschafft und nur für die Starkenburgliga, die die Grenze zur Hessenebene darstellt, eventuell beibehalten.
Darüber hinaus entfallen Strafgebühren, dafür wird diese verkürzte Saison zur DWZ-Auswertung eingereicht.

Aus meiner Sicht und die des Vereins ist das eine willkommene Lösung. So schafft man den Wiedereinstieg in die schachliche Normalität, bekommt Spielpraxis und kommt endlich mal wieder ans Brett. Geplant ist den ersten Spieltag am 08.05. stattfinden zu lassen und dann im Mai und Juni die Spiele bis zu den Sommerferien zu spielen. Im Herbst soll dann eine neue Saison mit Terminen und Austragungsart wie früher starten - sofern nichts dazwischen kommt.

Hier nochmal der Link zum Protokoll der heutigen Sitzung
Und nochmal zusammengefasst:

  • Jede Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt
  • In den Gruppen wird jeder gegen jeden gespielt
  • Die Sieger der Gruppen können ein Finalspiel machen (wenn gewollt oder nötig)
  • Auf- und Abstiegszwang entfallen
  • Spiele werden nach DWZ ausgewertet
  • Strafgebühren entfallen für die verkürzte Saison

Sondersitzung des Bezirks

Wird die Saison 2021/22 noch ausgetragen?

25.02.2022

Während mal wieder geostrategisch und beim Airthings Masters Schach gespielt wird, muss sich unser Bezirk morgen mit den bezirkseigenen Vereinen beratschlagen, ob und wie die geplante Saison 2021/22 noch stattfindet.

In einer kurzen Verlautbarung auf der Bezirksseite durch Holger Bergmann erwägt der Bezirksvorstand die Saison eventuell in einem anderen Modus "fortzuführen". Ein kleiner Euphemismus an der Stelle, denn gestartet ist die Saison in unseren Klassen ja gar nicht, aber darauf will ich gar nicht rumreiten. Ich frage mich eher, ob man sich schon Gedanken gemacht und Konzepte zur Aufnahme des Spielbetriebs gemacht hat, die man morgen vorstellt und die nur noch der Abrundung und Zustimmung der einzelnen Vereine braucht, oder ob man sich mal trifft und mal guckt.

So oder so sollten vorab zwei grundlegende Fragen geklärt werden.

1. Ist eine Saison überhaupt mit Blick auf Corona und die Maßnahmen durchführbar?
Auf diese Frage antworte ich persönlich mit einem klaren ja! Nicht nur ist nahezu jeder jetzt geimpft, was es mindestens auf 2G Basis erlauben sollte, sondern die Maßnahmen laufen nach aktuellem Plan zum 20. März (passender Weise ein Sonntag) aus (und werden hoffentlich nicht mehr aufgenommen), sodass jeder wieder normal Schach spielen könnte. Ob dann jeder mitmacht, ist ja allen freigestellt, aber möglich ist es allerspätestens nach besagtem 20.03. allemal.

2. Sind die Vereine überhaupt noch bereit, eine Saison in der ein oder anderen Form auszuspielen?
Auch hierauf antworte ich (zumindest aus zimmner Sicht) mit einem klaren ja! Bei uns im Verein schwankt die Stimmung von "absolut heiß auf Spielen" bis hin zu "einer Saison verschließen wir uns nicht", also ziemlich zuversichtlich und positiv für eine Saison. Ob es den anderen Vereinen ähnlich geht, kann ich nicht abschließend abschätzen. Aus Erfahrung von unserem Jubiläumsturnier würde ich aber raten, dass der Wunsch nach normalem Schach am Brett ungebremst hoch und existent ist. Demzufolge würde es mich überraschen, wenn sich morgen nicht die Mehrheit der Vereine für eine Saison ausspricht.

Sind diese zwei grundlegenden Dinge geklärt, kann man sich Gedanken nach dem wie machen. Limitierender Faktor ist die terminliche Lage und die Zeit, sofern man nicht in den sauren Apfel beißen möchte, die Saison in den Sommer hinein laufen zu lassen.

Mögliche Varianten, die darauf abzielen die Spiele zu reduzieren und die verbleibenden Termine optimal zu nutzen, lauten bspw. einfach nur die noch nicht abgesagten Spiele auszutragen oder die einzelnen Klassen in Gruppen zu unterteilen. Die Sieger und Verlierer dieser Gruppen könnten nach der Gruppenphase Auf- bzw. Absteiger separat in Finals bestimmen.
Will man alle bzw. möglichst viele Spiele durchführen, müsste man entweder die Saison verlängern, oder auch an anderen Tagen spielen. Man könnte bspw. zentral an Wochenenden mehrere Spiele machen, also samstags und sonntags, analog zur Bundesliga. Eventuell auch mit anderen Zeitmodi, damit die Spiele nicht allzu lange andauern.

So oder so sollte man meiner Meinung nach auch weitere Maßnahmen treffen, um den Vereinen entgegen zu kommen. Bspw. könnte man den Auf- und Abstiegszwang für diese Saison aussetzen, wie es in anderen Bezirken schon länger der Fall ist. Zur Hessenebene hin müsste man diesen zwar beibehalten, aber die Starkenburgliga könnte sicherlich damit leben. Ansonsten sollte man die Strafgebühren für freigelassene Bretter auf ein Minimum reduzieren oder für diese besondere Saison eben ganz abschaffen. Es wird sicherlich krankheitsbedingt vermehrt dazu kommen, das Bretter frei bleiben. Dann muss man die gescholtenen Vereine nicht noch doppelt bestrafen - einmal sportlich durch verschenkte Punkte und dann noch finanziell.

Wie ihr dem doch nun länger gewordenen Roman entnehmen könnt, werde ich morgen in Vertretung und nach getroffener Absprache mit den Zimmner Schachfreunden für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes stimmen und dafür werben. Ob mir das gelingt, hängt maßgeblich wie eingangs erwähnt auch an den anderen Vereinen, doch ich bin recht zuversichtlich, was das angeht.
So oder so, ich werde zeitnah berichten und die getroffenen Entscheidungen einordnen.

DSOL weiterhin kein gutes Pflaster

SC Groß-Zimmern - SF Pfullingen 1½ : 2½

22.02.2022

Die DSOL bleibt kein gutes Pflaster für uns. Abermals können wir keine Punkte mitnehmen und rutschen in der Tabelle weiter ab, da auch Pfullingen schlussendlich zu abgezockt war. Der Verlauf des Wettkampfes war dabei ebenso gerecht. Leider mussten wir auch von Start an einem kampflos abgegebenen Punkt hinterher rennen, da Tobias kurzfristig ausfiel und wir vor Meldeschluss leider keinen Ersatzmann mehr nachrücken lassen konnten.

Roland war dann als erster fertig und remisierte sein ausgeglichenes Spiel. Von Beginn an war da nicht viel los und es wurde peu a peu Figuren runter getauscht, bis bei gleichem Material nur noch Bauern und ein Läufer pro Seite übrib blieb. Roland bekam ein Remisangebot, lehnte ab, fand keine Ideen und lenkte später mit eigenem Angebot doch in die Punkteteilung ein.

Die Partie von Dominik war lange Zeit auch materiell ausgeglichen - positionell aber deutlich besser für ihn. Die d-Linie konnte er mit verdoppelten Türmen besetzen und die schwarzen Figuren, die alle sich irgendwie gegenseitig decken mussten, stark binden. Als Schwarz dann gierig wurde und auf b2 einen Bauern einheimste, wurde die Fesselung über die d-Linie übermächtig und eine Figur ging flöten. Das nachfolgende Endspiel war schnell und einfach runterzuspielen, allerdings musste Dominik die volle Distanz bis ein Zug vorm Matt gehen, bis sein Gegner endlich die Waffen streckte.

Mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich lag es an mir, etwas zählbares für die Mannschaft draus zu machen. In der Eröffnung schon unter Druck geraten, da ich meine Figuren nicht frei entwickeln konnte, kippte die Partie im Mittelspiel dann als ich keine Felder für meine Figuren oder Spiel fand, das meinen Gegner unter Druck setzen konnte. Nach einem Bauernverlust sah ich mich zusätzlich gezwungen, die Qualität zu geben, um etwas länger am Leben bleiben zu können, bekam dafür dann aber doch überraschend bessere Felder für die eigenen Figuren und einige Fallen, die ich stellen konnte. Als diese aber allesamt souverän umschifft wurden, war der Drops im Endspiel schnell gelutscht.

Damit rutschen wir auf den vorletzten Platz zurück, den wir auch noch theoretisch verlieren könnten, wenn die anderen Vereine entsprechend spielen. Aber wie dem auch sei, es macht Spaß mal wieder als Mannschaft ernsteres Schach zu spielen. Somit sehen wir dem nächsten Spiel gegen Berolina Mitte entgegen.

3. Runde DSOL steht an

SC Groß-Zimmern - SF Pfullingen

21.02.2022

Und es geht Schlag auf Schlag weiter bei der DSOL. Es steht schon der dritte Spieltag und unser erstes "Heimspiel" an. Zu Gast sind die Schachfreunde aus Pfullingen, die wie wir nicht gerade rosig in die Onlinesaison gestartet sind.

Wer dem Wettkampf beiwohnen möchte, kann das wie immer unter folgendem Link (online Vereinsraum) machen und sich auch nebenbei auf unserem Discordkanal zum Kiebitzen einfinden.

Unentschieden im zweiten Spiel

SC Ostertal - SC Groß-Zimmern 2:2

18.02.2022

Machen wir es kurz und knackig. Im zweiten Spiel der DSOL gab es eine 2:2 Punkteteilung, obwohl die Partien von Roland und Dominik durchaus richtig feurig zwischenzeitlich waren. Nach anfänglichen Startproblemen seitens der Ostertaler, die dann kurz nach halb 8 mit Hilfe der Schiris die Partien starten konnten, stellte sich schnell heraus, dass Tobias an Brett 4 und ich an Brett 1 keine Gegner hatten. Damit stand es von Beginn an zu unseren Gunsten 0:2.

Kommen wir also zu den wilden Partien von Dominik und Roland! Dominik spielte mit Schwarz einen scharfen Sizilianer, bei dem der Weiße schon sehr früh (im 5ten Zug) den schwachen Punkt f7 unter Feuer nahm. Nach erzwungenem d5 von Dominik, um die Diagonale des weißfeldrigen weißen Läufers zu sperren, hatte Weiß zwischenzeitlich die Möglichkeit einen Springer auf f7 zu opfern, jedenfalls sagte erst mein Gefühl, dass das geht, und dann die Engine, dass da +2 ist. Weiß lies diese kalte Computervariante aus, tauschte einmal Figuren ab, wobei sich Dominiks h-Linie öffnete, und rochierte kurz. Damit war die Initiative auf Dominik übergegangen und diese nutzte er direkt um zum Angriff zu blasen.
Nach Aktivierung der Dame gen h-Linie, die Weiß zu h3 zwang, opferte Dominik allerdings auf h3 einen Läufer, um die Königsstellung zu öffnen. Währenddessen hingen im Zentrum zwei Springer. Weiß spielte ordentlich mit, nahm das Opfer an und in der Folge, als sich der Pulverdampf verzog, hatte Weiß dank Gegenmattdrohung einfach eine Figur mehr. Auch ein zweites Läuferopfer schaffte keine Abhilfe mehr und Dominik musste aufgeben.

Bei Roland war die Partie von Anfang an eher positioneller Natur, aber trotzdem ein Ritt auf Messers Schneide. Auch er spielte mit Schwarz einen Sizilianer und gewann schon früh einen Bauern im Zentrum, als Weiß sich auf f3 einen Doppelbauern machen ließ. Leider hinkte Roland dann zu sehr in der Entwicklung nach und musste den Bauern wieder abgeben, um im Spiel zu bleiben. Das nach vollständiger Entwicklung enstandene Endspiel war sicherlich nicht schlechter für Roland. Dann patzte er eine billige Taktik und war ein Bauer im Hintertreffen und - schlimmer noch - das Turmendspiel hätte Weiß dann kurzzeitig noch durch Abtausch der letzten Türme in eine gewonnenes Bauernendspiel überleiten können. Das wurde aber übersehen. Roland musste erneut Zeit aufwenden um materielles Gleichgewicht herzustellen, in der Zwischenzeit schob Weiß seine verbundenen Bauern am Damenflügel vor und setzte Roland vor vollendete Tatsachen. Einer der Bauern ging nach Durchbruch über a6 sicher durch und Roland gab auf.

Mit dem 2:2 können wir immerhin einen ersten Punkt verbuchen, doch schwer leben nach einer 0:2 Führung, auch wenn sie geschenkt war. Schön war es trotzdem mal wieder, auch im Hintergrund mit Torsten die dollsten Varianten durchzurechnen und Gedanken auszutauschen. Weiter geht es am Dienstag beim ersten Heimspiel gegen die Schachfreunde Pfullingen.

Die Partien gibt es unter diesem Link.

2. Runde DSOL steht an, Training im Glöckelchen nur sporadisch

SC Ostertal empfängt uns zum zweiten Auswärtsspiel

17.02.2022

Während es in der DSOL weitergeht (siehe Absatz 3), muss ich euch allen leider verkünden, dass es mit einem Vororttraining im Glöckelchen aktuell mau aussieht. Meistens ist kaum jemand oder gar niemand da. Einerseits weil wir eben online gebunden sind (wobei das in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird), andererseits weil die Leute einfach nicht kommen (warum auch immer). Das ist meines Erachtens sehr schade, gerade um das Vereinsgefüge und Miteinander im Verein, das ich persönlich nach unserem Jubiläumsturnier auf einem Höchststand gesehen habe. Wie dem auch sei, wenn ihr freitags kommen möchtet, schreibt vorher in whatsapp oder per Mail mal die Leute an, um abzuklären, wer denn sonst so kommt.

Ansonsten wird das Training auf mittwochs und sonntags (ab ca. 17 Uhr idR) online über lichess abgehalten. Es wird demnächst auch mal was anderes ausprobiert, anstatt nur zu blitzen. Solange wir wegen zu hoher Zahlen, Angst vor Ansteckung oder eben den Maßnahmen nicht im Glöckelchen trainieren dürfen, versuche ich soweit ich kann (Unterstützung und Vorschläge hierzu jederzeit gern gesehen!) ein Gegenangebot online anzubieten.

Die DSOL geht in die zweite Runde und für uns steht das nächste Auswärtsspiel beim Schachclub Ostertal an. Beginn ist am morgigen Freitag um 19.30 Uhr. Zuschauer sind wie immer willkommen, sowohl auf der offiziellen Zuschauerseite, als auch auf unserem Discordchannel, wenn ihr beim Zuschauen miteinander quatschen wollt.

Erstes Spiel, erste Niederlage

SF Spraitbach - Groß-Zimmern 3:1

04.02.2022

Das erste Spiel der DSOL ist gespielt, allerdings nicht erfolgreich. Die Schachfreunde aus Spraitbach waren zu abgezockt für uns und gewinnen ihr "Heimspiel" mit 3:1, obwohl wir in Topbesetzung antraten.

Als erstes verdichtete sich die Partie bei Dominik, der die schwarzen Figuren hatte und einen scharfen Sizilianer wählte, bei dem er für aktives Spiel gegen den feindlichen König eine Qualität opferte. Leider ließ sich Dominiks Gegner, der nominell Stärkste der Spraitbacher, nicht lange bitten und opferte seinerseits die Qualität zurück um Dominiks König zu entblößen. Diese Schwächung war schlussendlich nebst der Ranführung aktiver Figuren zu viel zu verteidigen und nach kurzer Treibjagd über das Brett wurde der schwarze König Matt.

Den direkten Ausgleich erzielte Roland, der schon in der Eröffnung seinen Gegner scheinbar völlig überraschen konnte. Nach frühem Damentausch verpasste Roland seinem mit Weiß spielenden Gegner einen Trippelbauern auf der c-Linie im Mittelspiel und ließ daraufhin die Entwicklung laufen und kein Gegenspiel zu. Nach einem Spieß durch den eigenen schwarzfeldrigen Läufer ging Weiß auch noch die Qualität und einige Bauern abhanden, sodass Roland locker ins Endspiel abtauschen konnte und schnell den Materialvorteil zum Matt umwandelte.

In seinem Debüt für Groß-Zimmern konnte Tobias leider nichts dem Punktekonto der Mannschaft beisteuern. Im Abtauschfranzosen rochierte Schwarz lang und griff den kurz rochierten König von Tobias durch aggressives Vorpreschen der Königsflügelbauern unentwegt an. Nach ungenauen Verteidigungszügen und einem Turmopfer auf h3 war die Stellung endgültig zu Gunsten von Schwarz gekippt, der es sogar zulassen konnte, dass Tobias auf der a-Linie zum Umwandeln eines Bauern kam. Stetige Mattdrohung rund um den weißen Monarchen ließen Schwarz dabei viele Freiheiten, die nicht mehr bekämpft werden konnten.

Nach (leider) gewohnter Maßen passiver Eröffnung lag es dann an mir, wenigstens das 2:2 zu halten. Also musste ich meine Figuren gescheit umgruppieren und einen Angriff auf meine Rochade zum Stehen bringen, was mir zwischenzeitlich auch gelang. Als mein Gegner dann langsam in Zeitnot kam, konnte ich meine Figuren mehr und mehr Aktivierung und mindestens für positionellen Ausgleich sorgen. Gefühlt war dann mal kurz auch mehr drin, doch auch bei mir machte sich allmählich Zeitnot bemerkbar und ich wählte im Endspiel nach dem Damentausch nicht mehr die richtigen Pläne für aktives Spiel. Im Gegenteil spielten mich plötzlich zwei verbundene Freibauern chancenlos an die Wand.

Schade, da haben wir uns nicht so gut verkauft, wie wir eigentlich wollten und können. Aber man muss halt erst wieder in den "Langzeitmodus" reinkommen und das ein oder andere Quäntchen Glück haben, dann holen auch wir die kommenden Spiele den ein oder anderen Sieg, da bin ich sicher. Trotzdem war es ein lustiger und interessanter Abend, bei dem laut den Servern von der DSOL immerhin stolze 68 Zuschauer unseren Mannschaftskampf mit Spraitbach verfolgten.

Weiter geht es am 18.02. zum erneuten "Auswärtsspiel" gegen den SC Ostertal aus dem Saarland.
Alle Ergebnisse gibt es unter dem Menüpunkt Mannschaften - DSOL oder auf der offiziellen Turnierseite.

Kinder- und Jugendtraining bis März abgesagt

Covid zwingt zu erneutem Trainingsstopp

28.01.2022

Die immer weiter steigenden Zahlen lassen es nicht zu, dass wir unser Training ungehindert weiterlaufen lassen können. Als ersten Schritt sagen wir aus Vorsicht das Kinder- und Jugendtraining bis Ende Februar vorerst ab, bis die Gesamtsituation sich etwas aufhellt. Es tut uns sehr leid, dass wir durch Corona abermals gezwungen sind, das Training weiter einzuschränken und zu stoppen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Groß-Zimmern spielt doch noch Saison - online

Teilnahme an Deutscher Schach-Online-Liga

20.01.2022

Nach kurzer Nachfrage haben sich 5 Spieler dazu entschlossen, eine Mannschaft für die diesjährige Deutsche Schach-Online-Liga zu melden. Und damit spielt doch noch eine Mannschaft "eine Saison". Die findet zwar online statt und geht nur bis Ostern, aber immerhin ist es etwas Wettkampfluft, die wir schnuppern dürfen.

Wer das nicht kennt, dem will ich es kurz erklären:
Auf den Servern von Chessbase wird online mit 4er-Mannschaften, die über ihre durchschnittliche Spielstärke eingeteilt sind, gegen andere Vereine im Modus 45 Minuten + 15 Sekunden / Zug Inkrement gespielt. Die Sieger der Ligen spielen dann noch ein Finale aus und dessen Sieger erhält einen Pokal. Ist also eine ganz nette Angelegenheit, die man nicht ganz mit dem sonntäglichen Modus vergleichen kann, aber solange das nicht stattfindet ist das Onlineangebot des Schachbundes eine vielleicht willkommene Abwechslung.

Ich werde natürlich unter dem Menüpunkt "Mannschaften" unsere Onlinemannschaft auch aufführen, die Daten und Spieltage eintragen und regelmäßig berichten. Also Augen gern mal offen halten. Wer Ergebnisse, Spielpläne, Ausschreibung, Zwischenstände usw. sehen möchte, der kann auf der offiziellen Turnierseite nachschauen.

Neues aus dem Verein

2G+ im Glöckelchen, Saison, online Schach

17.01.2022

Die notwendigen Updates und Anpassungen des Hygienekonzepts zu den gültigen Landesverordnungen gehen teileweise fast täglich, zumindest aber wöchentlich über die Bühne. Man kommt vor lauter Maßnahmenänderungen gar nicht mehr richtig hinterher. Jedenfalls entspricht das aktuelle Hygienekonzept den gültigen Verordnungen.

So gilt z.B. seit vergangenem Freitag auch die 2G+-Regel im Verein, heißt ihr müsst jetzt neben Impfung oder Genesung auch einen tagesaktuellen Negativtest einer offiziellen Teststelle mitbringen. Geboosterte bleiben davon befreit.

Konsequent mit den Maßnahmenupdates sagt der Bezirk die Spiele bis einschließlich März ab. Das war zu erwarten und sollte keine Überraschung darstellen. Etwaige Aktualisierungen auf den Seiten der Mannschaften sind schon vorgenommen. Ihr könnt dort die (momentan) noch geplanten Spieltage für eure Mannschaften jeweils einsehen. Das zusammen zu fassen wäre zu unübersichtlich.
Allzu große Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison, in der einen oder anderen Form auf der Sondersitzung mit dem Bezirk am 26.02. eventuell beschlossen, habe ich nicht mehr. Dafür ist nun zu viel abgesagt. Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass es bis endgültigem Ende der Covid-19-Pandemie keine Saison mehr geben wird. Es sei denn man weicht auf den Sommer aus, der dank Corona ja terminfreundlicher erscheint als sonst - es findet ja nichts statt...

Gestern fand auch das erste Revival unseres Onlineschachs auf lichess.org statt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, sich in verstaubte, lange nicht genutzte Accounts auf discord und lichess einzuloggen, haben sich dann insgesamt 8 Leute zum Spielen versammelt, wenn auch nicht alle gleichzeitig. In Anbetracht der sich weiter verdunkelnden Lage - und ich rede nicht von der in die Atmosphäre geblasene Asche des bei Tonga ausgebrochenen Vulkans - werde ich das Onlineschachangebot wieder sonntäglich organisieren. Wie im ersten Hardcorelockdown sind Änderungsvorschläge zur Gestaltung der Treffen gerne gesehen. Ansonsten blitzen wir halt in einem Jeder-gegen-jeden-Turnier durch. Ich habe die Onlineschachgruppe nun auch unter dem Menüpunkt "Vereinsleben" verlinkt, dass man schneller hingelangt. Wer beitreten will, sagt mir am besten Bescheid, da ich die Anfrage freischalten muss.

Und den aktualisierten Link zu unserer Discordgruppe, will ich euch auch nicht vorenthalten: https://discord.gg/FQKvZnzrDM

Saison bis März abgesagt

Sondersitzung online soll weiteres Vorgehen mit Vereinen klären

15.01.2022

Der Bezirk sagt die geplanten Spieltage der Saison bis einschließlich März ab und möchte das Vorgehen danach mittels einer Sondersitzung per Onlinemeeting mit den Vereinen am 26. Februar abklären. Ein regulärer Bezirkstag ist am 16. Juli geplant - sofern es die allgemeine Lage zulässt.

Zur Bekanntmachung des Bezirkvorstands geht es hier: Seite des Bezirks

Bezirks 4er-Pokal

Bezirk sagt 1. Runde ab - Verschiebung offen

07.01.2022

Auch im neuen Jahr keine guten Nachrichten zum Start. Der Bezirks 4er-Pokal wurde vorerst auch abgesagt, allerdings lässt sich der Bezirk eine Verschiebung bzw. den generellen Plan zur zukünftigen Vorgehensweise offen.

Aus meiner Sicht ein konsequenter Schritt, wenn man denn alles andere bislang auch abgesagt / verschoben hat. Allerdings frage ich mich, ob man die Pokalspiele, die ja vergleichsweise mit viel weniger Mannschaften und Spieler pro Mannschaft stattfinden, nicht als Testlauf mal hätte freigeben sollen - unter der Prämisse, dass die Vereine mitmachen und die vom Bezirk angebotene Verantwortung für die Pokalspiele übernehmen. Wäre vielleicht gegangen. Wäre vielleicht...

2021

Ein persönlicher Jahresrückblick

26.12.2021

Liebe Vereinsmitglieder,

Nun befindet sich das Jahr 2021 in seinen letzten Zügen und ich hoffe ihr seid alle mit euren Familien, Freunden und generell Liebsten zur besinnlichsten Zeit des Jahres zusammengekommen und konntet den Ausklang des Jahres in guter Stimmung mit leckerem Essen und in bester Gesundheit genießen. Ebenso wünsche ich euch allen, dass ihr euch von den Strapazen und Mühen des vergangenen Jahres gut erholen und den ganzen Stress um die fortwährende Coronapandemie zumindest kurzzeitig vergessen könnt. Wie ich finde gehört zu diesem, auch für den Verein sehr besonderen Jahr ein kleiner Rückblick und eine persönliche Einordnung der Geschehnisse, die uns auf Vereinsebene begleitet haben.

Vorherrschendes Thema, egal ob ich chronologisch oder anders beginne, war, blieb und ist die Coronapandemie bis heute. Anfang des Jahres befanden wir uns im allgemeinen und vollständigen Lockdown. Restaurants, Kneipen und Geschäfte waren zu und das gesellschaftliche Leben war am Nullpunkt angelangt. Nicht besser erging es unserem Schachclub, der ebenfalls schließen musste und sich lediglich online oder über Videotelefonate mal "treffen" konnte - was selbstverständlich kein Ersatz für das verlorene Vereinsleben war.

Die Spielabende online abzuhalten, war anfangs nicht vom gewünschten Erfolg gekrönt bzw. nicht jedem direkt zugänglich. Die sonntäglichen Schachtreffs auf lichess und discord wurden nur mager angenommen, mit dem anbrechenden Frühling überkam aber immer mehr Schachfreunde der Wunsch, mal wieder zusammen zu spielen und die Teilnahme steigerte sich immerhin auf 9 Mitglieder. Kurz nach erreichen dieses Maximums machten es erste wirkliche Lockerungen wieder möglich im Glöckelchen zu trainieren, was vom "harten Kern" des Vereins dann auch dankend angenommen wurde. Man merkte es den meisten an, wie schmerzlich das freitägliche Beisammensein bei der ein oder anderen Partie Schach vermisst wurde und war umso glücklicher, auch mehrere neue Gesichter im Verein begrüßen zu dürfen, die sich direkt integrierten und in den Verein eingebracht haben und, viel wichtiger, auch geblieben sind!

Ein Höhepunkt während des Sommers war unser alljährliches Grillfest bei Roland, an dem dieses Jahr rekordverdächtige 21 Mitglieder erschienen. Das spiegelt auch nochmal das Vereinsgefühl und die Verbundenheit der Mitglieder mit dem Schachclub wider. Ich persönlich freue mich auch jedes Jahr auf diesen einen Samstag im Jahr und es freut mich umso mehr, dass es euch auch so geht.

Im selben Zeitraum, in dem wir unser Training wieder aufnehmen durften, entschied sich der Bezirk endgültig die 2019 angefangene Saison abzubrechen. Da auch die neu geplante Saison aktuell unterbrochen bzw. deren Start ins neue Jahr verlegt wurde, gibt es sportlich bis auf die Ergebnisse nichts weiteres zu berichten. Trotzdem freut es mich sehr, dass die 2. Mannschaft einen souveränen Aufstieg als verlustpunktfreier Meister der B-Klasse erspielt hat und sich fortan in der A-Klasse messen darf. Die 1. Mannschaft folgte ihrem Trend der letzten Jahre, sich vermehrt im Mittelfeld der Starkenburgliga zu etablieren, und sicherte als solider Vierter den Klassenerhalt.

Die Spieler aller Mannschaften, deren Zahl mittlerweile auf drei angewachsen ist, warten nun darauf sich in der neuen Saison zu beweisen. So auch die Debütanten aus unserem Kinder- und Jugendtraining, welches trotz aller Coronawidrigkeiten seit Wiederaufnahme des Trainings anwachsen konnte und immer besser läuft. Ermöglicht von Roland und Torsten, die sich durch ihren unermüdlichen Eifer und Einsatz ein dickes Lob und großes Dankeschön meinerseits verdient haben. Ohne die beiden könnten wir den schachinteressierten Kindern wohl kein solch zuverlässiges und förderndes Schachtraining derzeit anbieten.

Ansprechen möchte ich abermals aber auch unser 100. Vereinsjubiläum, das wir im Oktober nach anderthalb Jahren Vorbereitung sportlich mit dem Zimmner Jubiläumsopen begehen konnten und das für unseren Verein ein riesen Erfolg war (auch finanziell). Mit 100 Teilnehmern die Maximalteilnehmerzahl aus dem Stand erreicht und durchweg positives Feedback von den Teilnehmern erhalten, die teilweise aus den entferntesten Winkeln Deutschlands extra für unser Turnier anreisten - was will man mehr? Ich denke, wir haben uns als Verein und Veranstalter gut präsentiert und in der Öffentlichkeit auch eine gewisse Duftnote gesetzt. Der Wunsch nach einer Wiederholung wurde ebenfalls mehrfach genannt, ob wir diesem entsprechen können und in welcher Form ist noch offen. Das wird sich im Laufe des kommenden Jahres klären.

Während das schachlich sportliche Begehen des Jubiläums noch möglich war, haben wir es leider nicht geschafft eine 100 Jahrfeier für den Verein auszurichten. Das soll und wird aber im neuen Jahr definitiv nachgeholt. Auf die Form und die Ausmaße dieser Feier will ich mich noch nicht festlegen, aber ihr dürft schon gespannt sein.

Als Fazit aus dem Jahr 2021 und der gesamten Situation um den Verein sehe ich uns weiterhin auf einem guten, zukunftsreichen Weg. Wir wurden zwar jetzt des Öfteren ausgebremst und zu Zwangspausen gezwungen, aber wenn das alles mal vorbei ist, können wir uns an einem gestandenen Verein erfreuen, der neben einem gesunden Vereinsleben sich auch sportlich immer weiter entwickelt und auch vielversprechenden Nachwuchs sein eigen nennen kann.

Ich schließe meinen Jahresrückblick auch nochmal mit einem kräftigen Dankeschön an euch alle. Ohne euch wäre der Verein nicht da wo er ist und das, was er ist. Die erreichten Meilensteine, die wir mittlerweile vorzuweisen haben, und die eingeschlagenen Pfade für die Zukunft sind auch maßgeblich von euch erarbeitet und getragen worden.
Bleibt dem Schachclub bitte weiterhin so treu erhalten und bis wir uns wiedersehen, alles Gute!

Steffen Heß
1. Vorsitzender