Archiv

Aktuelles

Schachclub nur noch mit 2G offen!

Trainingszeiten

  • Freitags
  • Jugendliche: 17:30 Uhr
  • Erwachsene: 20:00 Uhr

  • im Glöckelchen
  • Angelstraße 18
  • Groß-Zimmern

Lust auf Schach?

Das Glöckelchen befindet sich in der Angelstraße 18 in Groß-Zimmern. Der Vereinsraum ist bequem über die stählerne Außentreppe zu erreichen. Parkplätze sind genügend vorhanden.

Neuigkeiten & Berichte

Erster Spieltag abgesagt

Runde vom 05.12. durch Bezirk abgesagt

28.11.2021

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen, Zahlen und Maßnahmen bezüglich der Coronapandemie sagt der Bezirk (und teilweise die darüber liegenden Verbände und Spielklassen ebenfalls) den für den 05. Dezember geplanten ersten Spieltag ab und möchte ihn, sofern möglich, im Frühjahr 2022 nachholen.

Die Meldung mit einer ausführlichen Erklärung von Holger Bergmann findet sich auf der Website des Bezirks.

Erneute Änderung des Hygienekonzeptes

Gültig ab 25.11.2021

25.11.2021

Mit erneut schärferen Maßnahmen müssen auch wir unser erst kürzlich aktualisiertes Hygienekonzept nochmals verschärfen.
So gilt ab heute für den Verein und dessen Trainings- sowie Spielbetrieb die 2G-Regel. Es dürfen nur noch nachweislich Geimpfte oder Genesene zum Training erscheinen. Darüber hinaus besteht durchgehend eine Maskentragepflicht in den Räumen des Glöckelchens während des Trainings.

Das Kinder- und Jugendtraining bleibt hiervon glücklicherweise soweit unberührt, dass es mit den Aktualisierungen von vor 2 Wochen weiterlaufen kann. Kinder unter 6 Jahren brauchen auch keine Maske tragen.

Schach- und Quiztreff

Sebastian Jacoby als Gast

23.11.2021

Die Frankfurt University of Applied Sciences bietet bereits seit 2011 einen Schach- und Quiztreff unter der Leitung von Simon Klein an, bei dem ich selbst schon einige Male mitgemacht habe. Nun steht etwas Besonderes an: Der aus dem Fernsehen bekannte "Jäger", mehrfache deutsche Quizmeister und Curler Sebastian Jacoby kommt nach Frankfurt, um am Samstag, 4. Dezember 2021, einem "bunten Quiz-Nachmittag" beizuwohnen. Wer dabei sein möchte und sich ggf. traut, einmal den "Quizgott" herauszufordern, sollte sich zeitnah beim Organisationsteam unter schach-quiz@fra-uas.de unter dem Betreff "Anmeldung Jäger & Gejagte" anmelden. Für diese Veranstaltung gilt die 2G-Regel. Bitte seid deshalb pünktlich und haltet vor dem Zugang in den Raum entsprechende Nachweise zur Kontrolle durch den externen Sicherheitsdienst bereit.

Neues Hygienekonzept

Gültig ab 15.11.2021

19.11.2021

Weihnachtsblitz am 10.12.2021

Mitglieder stimmen über Termin ab

15.11.2021

Die Mitglieder des Vereins haben über den Termin der diesjährigen Weihnachtsfeier abgestimmt und es der 10. Dezember geworden. Somit laden wir hiermit alle Mitglieder zum Weihnachtsblitz 2022 - ab 20 Uhr - ein.

Das Turnier bildet den Abschluss der zusammengefassten Vereinsmeisterschaften von 2019/20 und 2020/21, nach dessen Abschluss wir die Vereinsmeister kühren können.

Wir hoffen trotz der neuen, verschärften Maßnahmen auf rege Teilnahme.

Neues Hygienekonzept

Verordnung des Landes Hessen

14.11.2021

Leider zwingt uns die neue Verordnung des Landes Hessen zur Eindämmung des Covid-19 Viruses weitere Beschränkungen für den Spielbetrieb vorzunehmen. So dürfen ab sofort nur noch Personen am Spielabend erscheinen, die vollständig geimpft, nachweislich genesen oder mittels PCR-Test (nicht älter als 48h) negativ getestet sind.

Das Kinder- und Jugendtraining ist davon nicht allzu hart betroffen wie das Erwachsenentraining. Beim Kinder- und Jugendtraining muss lediglich der Nachweis einer Reihentestung von der Schule ("Testheft") vorgelegt werden.

In den kommenden Tagen wird auch noch unser daran angepasstes Hygienekonzept veröffentlich werden. Weiter Infos bis dahin erhält man auf der Seite des Landes Hessen.

Blitzturnier mit Rekordteilnahme

13 Mann spielen Novemberblitz aus

06.11.2021

Rekordverdächtige 13 Blitzlustige waren gestern bei der Novemberausgabe des Monatsblitz dabei, um kurz vor Schluss der zusammengelegten Vereinsmeisterschaften von 2020 und 2021 noch einige Punkte für die Gesamtwertung zu ergattern. Nach 13 langen Runden konnte Steffen mit voller Punktzahl sich hauchdünn vor Roland mit 11 Punkten die Krone aufsetzen. Kosto spielte ein sehr starkes Turnier und wurde verdient 3. bei 8½/12 Punkten.

Während sich an der Spitze der Gesamttabelle wenig geändert hat (und ich nehms vorweg, da wird auch das Weihnachtsblitz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts mehr ändern), gab es doch ein paar Sprünge und Überholmanöver.

Novemberblitz 2021 Novemberblitz 2021

Zimmner Jubiläumsopen

Ein Bericht aus Sicht des Vereins

19.10.2021

Weiterführende Infos | Ergebnisse | Bilder zum Turnier

Wo fange ich am besten an. Es gibt so viel zu sagen, so viel zu berichten. Ich habe das ganze selbst noch nicht ganz so verarbeitet, was war das ein einmaliges Wochenende, ein einmaliges Schachfestival! Ich versuche trotzdem meinen Gedanken und Gefühlen etwas Struktur zu geben und auch eine sachliche Einordnung der sportlichen Ergebnisse zu geben, in der Hoffnung dem Anspruch auf Vollständigkeit gerecht zu werden. Nun gut, steigen wir mal ein!

Ein grober zeitlicher Umriss
Zunächst mal sprechen wir grob über alles in chronologischer Reihenfolge. Ich erinnere mich noch an die Jahreshauptversammlung 2019, bei der ich das erste mal unser 100 jähriges Jubiläum ansprach und andeutete, dass wir da was großes aufziehen sollten. Ruckzuck waren die ersten Ideen da, ein Simultanwettkampf, ein Schaukampf auf dem roten Platz oder ein Turnier, aber welche Form und wie lange? Da noch viel Zeit bis 2021 war wurde einfach der Vorstand mit der weiteren Planfindung beauftragt und das Thema ruhte erst mal ein ganzes weiteres Jahr bis sich dann folgendes herauskristallisierte:
Es sollte ein großes Turnier geben mit langer Bedenkzeit, über mehrere Tage und so vielen Teilnehmern wie möglich, ausgelegt für insgesamt 100, mindestens aber 50 Teilnehmer eingeplant, und hauptsächlich an die umliegenden Vereine gerichtet. Die detaillierten Bedingungen wie Zeitmodus, Rundenzahl, Auswertung, Preisfonds und und und waren da immer noch nicht klar, aber bei der nächsten Jahreshauptversammlung wurde wiederum eifrig darüber diskutiert, ob man so einer dann selbst aufgebürdeten Aufgabe gewachsen sei. Auch die Frage der Finanzierung war ein kritischer Punkt, denn es waren sich die Mitglieder darüber einig, dass der Verein keinesfalls finanziellen Schaden von der wie auch immer aussehenden Jubiläumsveranstaltung nehmen sollte oder "was drauflegt". Zu viele mahnende Beispiele aus den umliegenden Vereinen, die Jubiläen mit Großmeistereinladungen oder ähnlichem gefeiert haben und kaum Resonanz erzeugen konnten, waren dafür bekannt. Nichts destotrotz entschieden wir uns daran festzuhalten, ein richtiges großes Schachopen zu veranstalten.
Und los ging es mit den Vorbereitungen: Regelmäßige Vorstandssitzungen zur Ausgestaltung der Modalitäten, Entwurf der Ausschreibung, Sponsorenfindung, Bereitstellung und Pflege einer Turnierwebsite, gefüttert mit allen Infos die es braucht, Werbung für das Turnier und umso wichtiger die Taufe auf "Zimmner Jubiläumsopen". So nahm es seinen Anfang...

Die Finanzierung
Die Finanzierung des Turniers sollte wie von den Mitgliedern auf der Versammlung abgesprochen durch Sponsoren und Förderungen erzielt werden. Und so habe ich mich ab Juni 2020 auf die Suche gemacht und insgesamt rund 180 Unternehmen, Amtsträger und andere Organisationen kontaktiert und um eine Spende für unser geplantes Vorhaben gebeten. Die ab Anfang 2020 eingetretene Coronapandemie ließ zwar auch die Sponsorensuche schwieriger werden, wie übrigens die gesamte Planung des Turniers, aber das hielt die schlussendlich gefundenen Sponsoren nicht davon ab unser Jubiläum zu fördern. 100 Jahre wird man ja auch nicht alle Tage, das ist schon was ganz besonderes. Glücklicherweise waren die versprochenen oder gar schon eingegangenen Fördersummen groß genug und die Sponsoren so zahlreich, dass die Planung nahezu sorgenfrei fortgesetzt und guten Gewissens an die Durchführung des Turniers geglaubt werden konnte.
Lange vor dem Turnier war dann auch klar, dass das so oder so ein finanzieller Erfolg für den Verein wird, also in der Hinsicht, dass wir wie geplant nichts drauflegen mussten.

Die restliche Planung vorab
Die vergangenen Monate über kamen all die kleineren Steine im großen Mosaik, die aber auf dem Weg zum Turnier von besonderer Bedeutung waren: Die Inbetriebnahme der Turnierwebsite, das Werben für unser Turnier durch Mundpropaganda, Flyer, Plakate, persönlich versendete Einladungen und Telefonate. Die Anmietung der als Spielort fungierenden Mehrzweckhalle, Suche nach Spielmaterial, Schiedsrichtern, der ganze Bürokratismus mit der Anmeldung des Turniers bei der FIDE und dem DSB zwecks Auswertung, ständige Kommunikation mit den sich anmeldenden Teilnehmern, Präzisierung der "groben Handarbeiten" bei Veranstaltungsbeginn und nochmals wöchentlich stattfinden Vorstandssitzungen und Absprachen dürfen in der Aufzählung ebenso nicht fehlen. Dazu muss man sagen, dass nahezu die ganze Planung innerhalb des harten Lockdowns von November 2020 bis Juni 2021 erledigt werden musste. Im Sommer noch war es nicht ganz klar, ob das Turnier stattfinden kann und wird, da die Coronalage immernoch nicht aus der Welt war und das Damoklesschwert eines vielleicht ab Herbst wieder beginnenden Lockdowns allzeit über dem Turnier hing. Bekanntermaßen trat dieser Fall nicht ein und die Zeichen standen dann urplötzlich ganz klar auf das wird was und kann stattfinden.

Die unmittelbare Phase vor dem Turnier
Die letzten Wochen und Tage vor dem Turnier ging es heiß her, immer mehr Kommunikation mit allen Schnittstellen war zu leisten, kurzfristige, den Verlauf stark beeinflussende Ereignisse und auftretende Probleme mussten zackig und adäquat gelöst werden. Beispielhaft sei hier der kurfristige Ausfall unseres Hauptschiedsrichters Holger Bergmann genannt, oder die Beantragung der fehlenden FIDE-IDs von vorangemeldeten Teilnehmern. Gleichzeitig mussten Werbemittel und das ganze Spielmaterial, Essen und Getränke abgeholt werden. Der Ausschnitt der aktualisierten Chronik, den wir während dem Turnier ausgestellt haben, beschäftigte mich bis Freitagmorgen kurz vor Turnierbeginn! Auch das Jonglieren mit den vielen An- und wieder Abmeldungen kostete einiges an Nerven, motivierte aber zeitgleich auch wieder alles zu geben, um den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, die soviele uns und unserem Turnier gaben.

Das Turnier
Nun kommen wir endlich zum Turnier selbst. Angefangen am Donnerstag mit dem Aufbau der Mehrzweckhalle. Der ganze Abend lief vorbildlich ab. Jeder war bis in die Haarspitzen motiviert nun die ganzen Ideen und Pläne 1a umzusetzen und das ganz große Ding draus zu machen. Nach schlappen 2 Stunden war der Wandel von der Mehrzweckahlle zum Schachtempel vollzogen, es fehlte nur noch an Kleinigkeiten wie Ausdrucke der Preisliste und ähnlichen Kleinigkeiten. Dann durfte jeder noch einmal schlafen um hoffentlich frisch der Feuertaufe entgegen zu treten.
Freitags fanden wir uns dann alle in der Halle ein und empfingen nach und nach die mitspielenden Schachfreunde. Ich selbst schmiss mich dem Anlass gebührend in Schale, wie auch jeder von uns schon stolz die neuen Polohemden anhatte. Und mit jeder Person mehr in der Halle und jeder vergangenen Minute wuchs meine Anspannung und Nervosität ins unermessliche. Viele bekannte Gesichter freuten sich auf ein lang ersehntes Wiedersehen und viele schöne Gespräche entspannen sich zwischen mir, den Gästen und allen Schachfreunden. Die Stimmung konnte an diesem Freitagabend nicht besser sein und dann kam noch die Meldung von Torsten und Fabian, unserem Schiedsrichter, dass tatsächlich alle 100 vorangemeldeten da wären um mitzuspielen. Wahnsinn! Wir haben es tatsächlich geschafft das Turnier voll zu kriegen. Nachdem die Finanzierung schon so gut lief, der Aufbau ein Klacks war, nun das. Ab diesem Zeitpunkt war eigentlich klar, das Ding muss ein Selbstläufer werden. Als dann die Auslosung draußen war und auch die Ehrengäste zur Eröffnung begrüßt werden konnten, ging es endlich los. Man war ich nervös bei der Eröffnungsrede. Und die wartenden Schachfreunde an ihren Brettern bestimmt ebenso! Mir selbst kribbelte es ja förmlich in den Fingern, selbst am Turnier teilzunehmen und endlich wieder Schach zu spielen. Man kann das als nicht Schachbegeisterter gar nicht nachvollziehen oder begreifen, welches innere Beben in einem dabei vorgeht.
Doch so schnell wie dann doch alles zum geplanten Termin zusammenlief, so schnell gingen drei phänomenale Turniertage ohne große Probleme, aber dafür mit allem, was ein Schachturnier ausmacht, wie im Flug vorüber. Es gab klasse Partien, grobe Patzer, geniale Züge, die solchen Turnieren eigene "Stille", bei der man Stecknadelköpfe trotz gefüllter Hallen fallen hören kann, das Mitfiebern bei allen Vereinskollegen, den Dramen am Brett und vieles mehr. Ich persönlich muss selbst noch viele gewonnene Eindrücke des Wochenendes verarbeiten und realisieren. Ich bin jetzt immer noch überwältigt von der Veranstaltung, die meinen kühnsten Träumen gleichkommt. Vom Verlauf, von der riesigen Resonanz, den vielen netten Gesprächen mit allen und dem schmerzlich vermissten Gefühl inmitten etwas ganz großem zu sein, trauere ich seit dem letzten Wort bei der Siegerehrung dem Turnier nach. Es hat mir die ganze Organisation im Vorfeld, die Durchführung, das Mitspielen und selbstverständlich die Zusammenarbeit mit euch allen riesig Spaß gemacht. Ich habe es auf der Jahreshauptversammlung gesagt, ich sage es hier nochmal. Das Turnier haben wir in erster Linie für das Jubiläum und unseren Verein gemacht. Und der Verein, na das sind wir alle selbst, also haben wir uns selbst mit dem Turnier das größte Geschenk gemacht und sollten das, trotz der Mühen und dem Stress auch so sehen, als Geschenk an uns selbst. Ich kann mich abschließend nur wiederholen. Man war das ein Wochenende, ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins, eine riesen Gaudi! Ich bin sehr stolz, Teil dieser Geschichte und dieses Vereins zu sein!

Das sportliche Abschneiden der Mitglieder
Und nach langem Schwelgen in meinem Gedächtnis, meiner Gedanken- und Gefühlswelt will ich euch über unser sportliches Abschneiden berichten.
Von uns haben insgesamt 12 Leute mitgespielt. Also ein Großteil der Aktiven von uns, eine wie ich finde stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass es auch Leute dauerhaft im Hintergrund braucht, die sich um das Drumherum kümmern und das Turnier am Laufen halten. Besonders gefreut hat mich die Teilnahme von Lev und Jonas, die beide ihr erstes Turnier und die ersten Wettkampfpartien überhaupt spielten. Ich denke vor allem für die beiden war das Turnier ein idealer Einstieg in das Turnierschach, auch wenn es sowohl für Lev und Jonas trotz teilweise stolzer Leistungen am Brett zu keinen Punkten reichte (Jonas hatte dazu noch das Unglück einmal spielfrei zu bekommen, als sich einige andere Spieler für Runde 3 entschuldigen ließen). Dementsprechend erhalten beide auch noch keine DWZ oder ELO, aber die wird bald noch kommen, spätestens wenn die Saison rum ist, so sie denn wie erhofft anläuft.
Seit noch längerer Zeit als wir alle anderen mal wieder am Brett war auch Jessica, die nichts verlernt hat und trotz sehr starker Gegner auf 1½ Punkte kam. Das machte sich auch durch den Gewinn des 3. Platzes der Damenwertung bezahlt. Wie Jessica kam auch Siggi auf 1½ Punkte. In der ersten Runde noch unglücklich durch ein nicht ausgeschaltetes Handy verloren, kam er immer besser ins Turnier und beendete nach schweren Kämpfen gegen besser Gegner nur mit einem leichten Minus von 7 DWZ-Punkten das Turnier.

Einen durchwachsenen Turnierverlauf erlebten Kosto und Harald, die beide ihre PS nicht ganz aufs Brett bringen konnten und mit 2 Punkten das Turnier abschlossen. Während Kosto viel unter seiner Nervosität litt und mit 16 verlorenen DWZ-Punkten noch leben kann, tun die verspielten 54 Punkte von Harald schon weh. Damit rutscht er unter die 1600er Marke, hat damit aber einen weiteren Motivationsgrund für die kommende Saison!
Bei Paul, der sich große Hoffnungen auf den Gewinn seiner Ratingklasse gemacht hatte, reichte es schlussendlich dank überstarker Gegner leider nicht zu einem Preisrang. 2 geholte Punkte und ein weiteres DWZ-Plus in Richtung 1600 lassen sich aber sehen. Torsten erging es ähnlich, 2 Punkte geholt und dabei teilweise viel zu starke Gegner gezogen sind trotzdem beachtlich. Für ihn hat es dann auch für den Gewinn des 3. Platzes der Ratinggruppe 1500-1301 gereicht.
Dieter erreichte mit ebenfalls 2 erspielten Siegen den 67. Platz. Das macht für ihn ebenfalls nur ein leichtes DWZ-Minus von 12 Punkten. Erwähnenswert ist hier noch, dass er gleich in der ersten Runde Jonas als Gegner zugelost bekam, mit dem er sehr lange zäh um den Punkt ringen musste, wobei er aber schlussendlich den Sieg klar machen konnte.
Roland holte starke 4 Punkte aus 5 Partien und war mit dem 10. Platz in der Gesamtwertung auch noch in der Top Ten vertreten. Das brachte ihm auch klar vor der Konkurrenz den Sieg in der Seniorenwertung ein. Seinen einzigen Verlustpunkt gab er Dominik ab, der ebenso ein bockstarkes Turnier spielte. Leider patzte er in der letzten Spielrunde am dritten Brett unglücklich und verlor die Partie, sodass er höchst unverdient "nur" 13ter wurde und leider keinen Preisrang erreichte. Mit einem Remis oder gar einem Sieg im letzten Spiel wäre der Sprung unter die Hauptpreise sicher gewesen. Trotzdem sind 3½ Punkte in Anbetracht der Gegner mehr als respektabel, was sich auch im gemachten DWZ-Plus von 34 Punkten und der ELO-Einstiegswertung von 2089 wiederspiegelt.
Bester Groß-Zimmner, und damit leider auch erster Verlierer, wurde ich mit 4 Punkten. Nachdem ich durschschnittlich 4½h seit Donnerstag über das Turnier geschlafen hatte, konnte ich, auch dank meiner Gegner, doch bis in die letzte Runde um den Turniersieg spielen. In einem Herzschlagfinale, bei dem ich lange Zeit erst besser, aktiver stand, dann noch länger klar auf Gewinn gegen meinen bis in Runde 5. ebenso verlustpunktfreien Gegner, schmiss ich die Partie mit zu viel verbrauchter und weiter schwindender Bedenkzeit komplett weg und landete auf dem 4. Platz. Schade! Das wäre die absolute Krönung des Jubiläums geworden, aber man kann wohl doch nicht alles haben.

Aus sportlicher Sicht war das Turnier für die meisten von uns gefühlt mehr durchwachsen als erfolgreich, aber ich denke der Gedanke den Verein würdig zu vertreten steht hierbei mehr im Vordergrund und das haben wir. Allein schon als zahlenmäßig am stärksten vertretener Verein und gleichzeitig Ausrichter so viele Spielleute stellen zu können und am Turniersieg mitgewirkt zu haben, beweist das. Im Idealfall hätten Dominik und ich unsere beiden letzten Partien gewonnen und die ersten beiden Plätze ergattert. Trotzdem bin ich mit euren Leistungen zufrieden und das solltet ihr auch sein, immerhin lastete auf allen Schultern der Druck als Gastgeber!

Rangliste:  Stand nach der 5. Runde 
Selektion: Verein: SC Groß-Zimmern
Rang Teilnehmer TWZ S R V Punkte Buchh SoBerg DWZ neu Diff
4. Heß,Steffen 2072 4 0 1 4.0 18.0 13.00 2079 7
10. Rühm,Roland 2024 4 0 1 4.0 13.5 10.00 2019 -5
14. Leiter,Dominik 1824 3 1 1 3.5 18.0 11.50 1858 34
59. Terre,Paul 1503 2 0 3 2.0 13.5 4.00 1522 19
63. Wöhl,Torsten 1321 2 0 3 2.0 12.5 2.00 1321 0
65. Ilievski,Kosto 1495 2 0 3 2.0 12.0 1.00 1479 -16
67. Rauck,Dieter 1684 2 0 3 2.0 11.5 2.50 1672 -12
78. Weber,Harald 1610 2 0 3 2.0 9.5 1.00 1556 -54
83. Scholz,Siegfried 1373 1 1 3 1.5 11.0 1.75 1366 -7
85. Wöhl,Jessica 1386 1 1 3 1.5 10.5 1.00 1347 -39
93. Ruland, Jonas   1 0 4 1.0 9.0 1.00 0 0
100. Cherniavskii, Lev   0 0 5 0.0 9.0 0.00 0 0

Zum Abschluss ein paar Worte...

Ein persönlicher Kommentar des Turnierleiters

19.10.2021

Liebe Schachfreunde!

Das Zimmner Jubiläumsopen ist nun beendet und ich möchte hier ein paar Abschlussworte zur Veranstaltung geben. Vorweg genommen war das Turnier für uns als ausrichtender Verein und (hoffentlich) alle Schachfreunde, Teilnehmer und Beteiligte ein riesen Erfolg! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht das Turnier zu organisieren, Sie alle zu empfangen, durch das Turnier zu leiten und selbst mitzuspielen.

Leider vergingen die drei Turniertage viel zu schnell, sodass ich persönlich jetzt schon dem Turnier etwas nachtrauere. Doch das soll aber keinesfalls eine triste Berichterstattung werden! Ganz im Gegenteil freut es mich, und da spreche ich auch für den gesamten Groß-Zimmner Schachclub, die nun folgenden Worte derart verfassen zu können.

Doch vorweg muss ich noch ein weiteres mal jedem, der das Turnier zu diesem Erfolg hat werden lassen, meinen allergrößten Dank aussprechen. Das fängt bei allen 100 Teilnehmern an, die durch vorbildhaften Sportsgeist und an den Tag gelegten Wettkampfcharakter dem Turnier seine einmalige Atmosphäre verschafft haben. Dass wir zu unserem 100sten Jubiläum auch die 100 Spieler vollbekommen haben, obwohl wir ein solches Event noch nie veranstaltet und uns so als Organisatoren vorab einen Namen gemacht haben, ist gelinde gesagt immer noch der Wahnsinn. Gepaart mit den immer noch widrigen Umständen für eine Veranstaltung dieser Größe, erfüllt es mich persönlich als leidenschaftlicher Turnierspieler auch mit einem gewissen Stolz, so viele gleichgesinnte Leute für die Teilnahme gewonnen zu haben. Gerade der Wunsch aller Schachfreunde mal wieder eine Partie Schach gegen echte Gegner unter Wettkampfbedingungen zu spielen, kam in den Partien und den vielen Gesprächen mit euch mehr als deutlich heraus und trägt so ein Turnier auch maßgeblich mit. So kamen - und das verdient auch meinen allergrößten Respekt - Spieler von sehr weit her, nur um mit uns unser Vereinsjubiläum schachlich zu feiern. Aus Bremen, Leipzig, Erlangen und vielen anderen weit entfernten Orten durften wir euch zum Turnier begrüßen. Solche Distanzen legt man aus meiner Erfahrung nur für etablierte Topturniere, wie dem Grenke Chess Open bspw., zurück, die dem geneigten Schachspieler viel mehr bieten können, als unser vergleichsweise kleines Jubiläumsopen. Dass das bei uns nun auch so war, spricht Bände über die Vorschusslorbeeren, die ein jeder von euch uns geschenkt hat. Ich hoffe, dass wir niemanden enttäuscht, sondern vielmehr begeistert haben oder zumindest ein angenehmes Turnier bieten konnten.

Darüber hinaus möchte ich auch unseren Sponsoren nochmals mein herzlichstes Dankeschön aussprechen, denn ohne die Förderung und das Sponsoring des Turnieres hätten wir das Zimmner Jubiläumsopen nie durchführen können. Diese größzügige Unterstützung ist wiederum mit Hinblick auf alle immer noch herrschenden Widrigkeiten der Covid-19-Pandemie alles andere als selbstverständlich gewesen, leiden eben auch viele der sonst dem sozialen Engagement verschriebene Unternehmen, Amtsträger und Förderer kultureller sowie sportlicher Events unter der pandemischen Lage mit. Ebenso die Gemeinde Groß-Zimmern, die uns trotzdem grünes Licht für die Veranstaltung und die ortsansässige Mehrzweckahlle als überaus attraktiven und geeigneten Veranstaltungsort gegeben hat.

Dankesworte gebühren auch unserem Schiedsrichter Fabian Czappa, der das Turnier ohne Problem souverän und mit entspannter Leichtigkeit geleitet hat. Ohne sein Wirken, das für Schiedsrichter typischerweise eher im Hintergrund stattfand, wäre es mir persönlich als Turnierleiter auch nicht möglich gewesen, selbst am Spielgeschehen teilzunehmen und diese einmalige Gelegenheit zu nutzen, meinen Verein zu seinem Jubiläum sportlich zu vertreten. Das hat mir ebenfalls unser zweiter Schiedsrichter Holger Bergmann durch ständigen Rat und Hilfe ermöglicht, auch wenn es ihm leider kurzfristig nicht möglich war in persona vor Ort zu sein. Zu erwähnen ist hier auch der Verein der beiden, das Schachforum Darmstadt, die uns einen Großteil des edleren, hölzeren Spielmaterials geliehen haben.

Auch alle Helfer und Vereinskollegen, die jedwede Dienste übernommen haben, sei es beim Auf- und Abbau, in der Vorbereitung oder Thekendienst, gebührt großer Dank. Ihr habt durch euren uneigennützigen Einsatz und Arbeitseifer auch maßgeblichen Anteil am Erfolg des Turniers und wart eine unersetzliche Säule, ohne die die ausgearbeiteten Ideen zur Gestaltung und Durchführung des Turniers sonst nicht umsetzbar gewesen wären.

Doch jetzt beende ich mein doch ausgeufertes Abschlusswort mit den besten Wünschen an euch, Gratulation an alle Gewinner und der Vorfreude auf ein Wiedersehen - vielleicht ja auch bei der nächsten Ausgabe des Zimmner Jubiläumsopen.

Steffen Heß
Turnierleiter Zimmner Jubiläumsopen

Torsten spielt Schnellschach

Demokratie Leben! veranstaltet Schnellschachturnier in Erlensee

10.10.2021

Am Samstag fand in Erlensee ein Schnellschachturnier (10 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie) unter dem Motto "Unsere Demokratie ist nicht schachmatt" statt. Organisiert und veranstaltet wurde das Turnier von "Demokratie leben!". Torsten war mit von der Partie und erreichte in 7 Runden respektable 4 Punkte, teilweise gegen sehr starke Gegner, was ihm den 5. Platz in der Gesamttabelle einbrachte.

Genauere Ergebnisse und Tabellenstände sollen wohl noch vom Veranstalter ins Internet gestellt werden. Ich habe bislang nichts zum Verlinken gefunden, reiche es aber nach, sobald ich was finde.

100 Teilnehmer zum Zimmner Jubiläumsopen!

Maximale Teilnehmerzahl erreicht

03.10.2021

Seit gestern ist es amtlich: Die maximale Teilnehmerzahl zum Zimmner Jubiläumsopen ist erreicht und zur Feier des 100 jährigen Bestehens des Schachclubs Groß-Zimmern 1921 e.V. werden 100 Leute in der Mehrzweckhalle spielen.

Es freut mich persönlich sehr, dass wir diesen Meilenstein nehmen konnten und das ganze seine mal angedachte Größe erreicht. Ich kann mich noch gut an die erste richtige Vorstandssitzung zum Jubiläumsopen vor einem Jahr erinnern, wo wir mal 50-60 Teilnehmer für realistisch betrachteten. Immerhin waren wir vorab noch nicht als Turnierveranstalter bekannt, geschweige denn erfahren. Dass wir trotzdem so viele Leute, teilweise mit über 450 km Anreise, ans Brett bringen können, hat meines Erachtens viele Gründe.

Der Hauptgrund scheint der sich nun nicht mehr bändigen zu lassende Wunsch zu sein, endlich wieder an einem Brett normal mit jemanden Schach zu spielen. Daneben herrscht selbstverständlich dank Corona immer noch ein Mangel an Turnieren und anderen Spielmöglichkeiten, sodass unser Turnier wohl auch einen gewissen Bedarf bedienen kann. Des Weiteren hat die Babenhäuser Stadtmeisterschaft 2021 und die währenddessen von mir aufgehängten Plakate und verteilten Flyer allerhand Spieler angeworben. Vor dem Turnier vor drei Wochen standen wir bei 48 Anmeldungen. Seitdem haben sich fast ausschließlich Schachfreunde von außerhalb des eigenen Bezirks angemeldet.
Ob das Turnier in seiner Austragungsart und das mit 32 Preisen insgesamt mehr in die Breite zielende Preisgeld größeren Einfluss und ausschlaggebende Attraktivität hatten, kann ich nicht ganz beurteilen. Einen gewissen Anteil davon an den Anmeldungen will ich aber nicht ausschließen. Hinzu kommen noch die über die Schachvereine bestehenden Freund- und Bekanntschaften der Schachspieler untereinander. Wenn ein benachbarter und vielleicht sogar befreundeter Verein eine derartige Veranstaltung macht, spielt man doch gerne mit. Zumindest trifft das auf mich persönlich zu.

Zum Schluss kann ich mich nur nochmal wiederholen, dass ich mich sehr darüber freue, welchen Gang das alles bislang genommen hat. Angefangen mit den trotz aller Widrigkeiten gefundenen Sponsoren, über die bisher sauber laufende Organisation bis zur Ausschöpfung der maximalen Teilnehmerzahl kann nur eine positive Zwischenbilanz gezogen werden. Die Chance, die sich uns hier mit den guten Vorzeichen bietet, müssen wir unbedingt nutzen um den Schachsport und unseren Verein gebührend in der Mitte der Öffentlichkeit darzustellen. Dafür bedarf es trotzdem noch einiges an Arbeit in den letzten zwei Wochen und während des Turniers. Dem sehe ich aber immer entspannter entgegen und freue mich schon auf unser drei Tage dauerndes Schachfest!

Saison 2021/22

Bezirk meldet sich zur kommenden Saison

30.09.2021

Über Umwege erreichte mich dann doch noch eine Infomail des Bezirks über die kommende Runde. Die Infos, die darin enthalten waren, will ich euch auch hier nicht vorenthalten und das wichtigste zusammengefasst herausschreiben.

Die Spielbedingungen
Gespielt werden soll die Saison unter 3G-Bedingungen, was bedeutet, dass ungeimpfte Spieler sich für das Spiel einen negativen Test, der nicht älter als 48h ist, besorgen müssen. Das ganze soll von der Heimmannschaft bzw. des anwesenden Schiedsrichters kontrolliert und festgehalten werden.

Die einzelnen Klassen
Wie befürchtet oder vorgeahnt sind die einzelnen Klassen stark von Wegbrüchen einzelner Mannschaften betroffen. Die Starkenburgliga und Bezirksklasse können mit den jetzt vorangemeldeten Mannschaften spielen, da beide Klassen über 9 bzw. 10 Mannschaften verfügen. Darunter beginnt das Chaos:
Die A-Klasse musste mit Teilen der B-Klasse aufgefüllt werden, ebenso wurde die C-Klasse mit den übrigen Mannschaften der B-Klasse aufgefüllt. Die B-Klasse wird somit gestrichen und die C-Klasse zur neuen B-Klasse befördert. Die D-Klasse wiederum kann normal mit den gemeldeten Mannschaften spielen, wird aber auch unter neuem Namen (dann C-Klasse) geführt.

Die Brettverteilung
Durch die starke Verminderung der einzelne Klassen, hat der Bezirk auch beschlossen, die für die Klassen geltenden Bretterverteilungen zu ändern. So braucht jede Mannschaft wie folgt Spielleute für die einzelnen Bretter:

  • Starkenburgliga: 8 Bretter
  • Bezirksklasse: 7 Bretter
  • A-Klasse: 6 Bretter
  • B-Klasse: 5 Bretter
  • C-Klasse: 4 Bretter

Die Termine
Da nun die Vereine neue Aufstellungen und Entscheidungen treffen müssten, ob sie mit diesen Regelungen noch Mannschaften stellen, wurden die Meldetermine und der Start der Saison abermals nach hinten verschoben. Die neuen Spieltermine lauten wie folgt:

  • 05.12.2021
  • 09.01.2022
  • 23.01.2022
  • 13.02.2022
  • 27.02.2022
  • 13.03.2022
  • 08.05.2022
  • 22.05.2022
  • 12.06.2022

Mein Fazit und die Bedeutung für uns
Für uns ändert sich erst mal nicht viel, außer dass es einen neuen Termin gibt (der 07.11. entfällt, dafür ist der 27.02. neu drin), nach 3G-Regeln gespielt wird und wir in der A-Klasse "nur" 6 Bretter besetzen müssen. Das ist für mich soweit alles akzeptabel und dem kann ich so zustimmen. Ich hoffe, dass die Vereine, die bereits Mannschaften gemeldet haben, damit einverstanden sind und es nicht zu weiteren Verschiebungen bei den Terminen kommt. Darüber hinaus bin ich gespannt, wie die Saison an für sich läuft und wie die nächste Saison abläuft - gerade im Hinblick mit Mannschaften, die jetzt nicht gemeldet waren, aber dann nächstes Jahr in der untersten Klasse neu starten sollen. Hier sollte nochmals mit den Vereinen diskutiert werden, was im hypothetischen Falle dann nächstes Jahr mit diesen Mannschaften geschieht.
Naja, warten wir es ab...

Die neuen Polos sind da!

Schachclubmitglieder in neuem Gewand - neues Logo

25.09.2021

Dank Paul und der DAUM GmbH gab es gestern eine weitere freudige Überraschung: Die neuen Polohemden sind fertig und bereit von euch abgeholt zu werden.
Neben dem neuen Logo, das auf die Brust gestickt wurde, ist quer über die Front in gleichen Farben der Schriftzug "SC Groß-Zimmern" zu lesen. Daneben ziert das Firmenlogo des Hauptsponsors unseres Jubiläumsopen Merck als krönenden Abschluss den Kragen des Polos.

Herzlichen Dank nochmals an die DAUM GmbH und Paul, der neben dem Organisieren der Polos auch das neue Logo entworfen und bis zum finalen Stick stetig verbessert hat. Ich kann nichts anderes sagen, als dass alles sehr gelungen ist und die neuen Vereinsklamotten mächtig was hermachen!

Schachclub mit neuen Polos

Saison 2021/22

Wie geht es weiter, wenn es weiter geht?

22.09.2021

Immer mehr Fragen zur kommenden Saison erreichen mich. Ob sie stattfindet, wie sie stattfindet, mit 3G oder gar nur 2G, gibt es schon Aussagen vom Bezirk selbst, weiß ich etwas usw. Das kommt erstaunlicherweise nicht nur von Mitgliedern aus meinem Verein, sondern auch von Schachfreunden anderer Vereine aus unserem Bezirk, daher will ich mir hier mal etwas Luft verschaffen.

Nach meinem Kenntnisstand erscheint die Saisonplanung für die meisten oder gar alle Vereine und natürlich auch für den Bezirk äußerst schwierig. Während den Bezirksmeisterschaften hat Torsten viel mit Vertretern anderer Vereine gesprochen und fast immer die selben Aussagen gehört: Uns sind viele Spieler weggebrochen, wir kriegen keine Mannschaften zusammen, haben Probleme mit dem Spiellokal bei entsprechenden Coronaregeln und ähnliches. Das heißt nichts anderes, dass wir viel weniger Mannschaften in der kommenden Saison, so sie denn stattfindet, sehen werden. Je nach Spielklasse kann es dann im ungünstigsten Fall auch sein, dass nahezu keine Mannschaften antreten und die Klasse gestrichen werden müsste.

Das wirft sofort die nächsten Fragen auf: Wie vorgehen mit den Mannschaften, die trotdzem unbedingt spielen wollen? In eine andere Liga mit deutlich besseren oder schwächeren Mannschaften packen und generell Ligen streichen um die Klassen je nach Meldungsstand gleichmäßig aufzufüllen? Was ist mit den Mannschaften, die zurückgezogen haben? Müssten die dann bei der nächsten "normalen" Saison, wie nach einem Rückzug sonst vorgesehen, in der D-Klasse starten? Wie sieht es mit Strafgebühren aus, wenn jemand wegen Corona kurfristig ausfällt, wer bezahlt die Tests, wenn diese kostenpflichtig werden oder gibt es direkt nur 2G als Regelung? Aber bricht das nicht vielleicht den Vereinen und der Saison durch weiteren Spielermangel das Genick?

Äußerst schwierig zu beantwortenden Fragen, ich möchte da nicht unbedingt die Entscheidungen fällen müssen. Trotzdem muss ich mich fragen, warum der Bezirk nach über einer Woche Rückmeldungsfrist von den Vereinen zur Saison nicht mal selbst die Karten auf den Tisch legt, vielleicht gerade ob der Schwierigkeit der Lage mal das weitere Gespräch mit den Vereinen sucht und seine Planungsabsichten transparent gestaltet. Wie ist denn jetzt die genaue Lage, wieviele Mannschaften haben wir, welche Klassen sind stark betroffen von Ausfällen und Rückzügen? Am 03. Oktober ist Meldepflicht der Aufstellungen, das sind gerade mal 10 Tage noch... Wie gibt man den noch interessierten und zur Mannschaftsbildung fähigen Vereinen so Planungssicherheit?

Was mich persönlich seit der aufgetretenen Coronapandemie immer gestört hat, ist die schleppende und immer wieder nur auf höhere Klassen abwartende Öffentlichkeitsarbeit und Entscheidungsfällung. Das setzt sich auch für die kommende Saison offensichtlich so fort. Schade. Wie gesagt will ich der Aufgabe, eine funktionierende Saison in der aktuellen Zeit aufzustellen und zu planen nicht die Komplexizität absprechen, aber die fehlende Transparenz und dass nicht auf die Vereine mal zugegangen wird, vergibt einfach viel Potential zu einer für alle erträglichen und gut durchführbaren Lösung zu kommen. Man muss nicht bei allem nach oben schauen und abwarten, wie die da oben was machen oder welche Maßnahmen von oben runtergebetet werden. Wäre das so, könnten wir unser Jubiläumsopen nicht durchführen. Zu unflexibel könnten wir auf Änderungen reagieren, könnten keine klaren Aussagen treffen und wären immer der Absage näher als der Durchführung. Bestes Beispiel hierfür ist das Heusenstammer Sparkassen Open, dass sich auf Aussagen von der Gemeinde Heusenstamm und angeschlossener Ämter verlässt, die aber noch nicht da sind und so einfach zu wage für viele potentiele Teilnehmer sein wird. Dabei ist das Interesse an einem Brett Schach zu spielen ungebrochen hoch. Siehe die Beteiligung an den Bezirksmeisterschaften, siehe die bereits 70 Voranmeldungen zu unserem Jubiläumsopen.

Aber zurück zum Bezirk und der kommenden Saison. Ich glaube es wird mit 3G Regelung gespielt werden können und es sollte auch nicht schärfer gefahren werden. Wieviele Klassen eventuell dann durch weggebrochene Mannschaften gestrichen werden müssen und wie man die übriggebliebenen Mannschaften sinnvoll in einem Wettkampf zusammenführt steht dann erst mal auf einem anderen Blatt (das ich momentan leider nicht einsehen kann). Dennoch glaube ich schon, dass es eine Saison geben wird. Nur wird sie deutlich von den gewohnten Spielrunden der letzten Jahre abweichen.

So oder so, ich halte euch, sobald auch ich mehr Infos habe, auf dem Laufenden.

Bezirksmeisterschaften 2021

Babenhäuser Stadtmeisterschaften mit Zimmner Beteiligung³

12.09.2021

Babenhäuser Stadtmeisterschaften

An diesem Wochenende wurde die Babenhäuser Stadtmeisterschaft 2021 ausgespielt, in die wie gewohnt die Bezirksmeisterschaften im Einzel integriert sind. Unter schlussendlich 51 mitspielenden Teilnehmern waren auch Torsten, Kosto und ich mit von der Partie um mal endlich wieder an einem echten Brett einem echten Gegner in einer echten Langzeitpartie gegenüber zu sitzen. Wie angekündigt habe ich mir den Verlauf des Turniers, das Hygienekonzept und dessen Umsetzung angeschaut und für unser Jubiläumsopen nochmal ordentlich die Werbetrommel gerührt. Und wie das alles von statten ging, versuche ich mal in detaillierten Absätzen zu untergliedern:

Das Turnier
Gespielt wurden 5 Runden nach beschleunigtem Schweizer System (d.h. es wird so getan, als ob die erste Runde gespielt worden wäre und der jeweils Stärkere gewinnt. Danach wird normal ausgelost) mit einem modernen Zeitmodus von 70 Minuten für die ersten 40 Züge, danach 20 Minuten für den Rest der Partie zuzüglich 30 Sekunden Inkrement ab dem ersten Zug. Klingt kompliziert, heißt aber im Endeffekt rund 120 Minuten für jeden Spieler Bedenkzeit. Und wenn man sich mal an die Modi mit Inkrement durch Turnierteilnahmen gewohnt hat, ist das auch sehr angenehm zu spielen, da man fast nie in wirkliche Zeitnot gerät.

Das Hygienekonzept
In leicht abgeänderter Form wurde das vom hessischen Schachverband empfohlene Hygienekonzept für das Turnier angewandt. Das sah so aus: Jeder Spieler musste vor Turnierbeginn einmalig, also nur freitags, einen negativen Coronatest oder seinen Impfstatus vorzeigen. An den restlichen Tagen war das dann nicht mehr notwendig, da ja so alle bestätigt haben, dass sie coronafrei sind und somit keine Ansteckungsgefahr für das Turnier herrscht. Daneben war es Pflicht beim Betreten des Spielsaals eine Maske zu tragen, die aber am Brett selbst ausgezogen werden durfte. Das wars eigentlich auch schon. Den Leuten stand es daneben frei sich vorab die Hände zu desinfizieren, sofern man sich auch die Hand geben wollte.
Das war auch einer der Hauptgründe für mich an dem Turnier teilzunehmen. Ich wollte sehen, ob die Maßnahmen von den Teilnehmern akzeptiert und angewandt werden und wie das Turnier mit diesen Hygienestandards läuft. Gerade in Anbetracht des doch vergleichsweise ertragbaren Aufwands für Organisatoren und Mitspieler erscheint mir die beschriebene Umsetzung doch sehr erträglich. Die beachtliche Teilnahme an dem auf 60 Leute ausgelegten Turnier lässt auch darauf schließen, dass die Leute diese Art des Konzeptes mittragen und so oder so das Interesse am Schachspielen bei Weitem überwiegt. Das lässt mich doch recht positiv auf unser Turnier blicken, bei dem wir wohl nicht drum herum kommen werden, ein ähnliches, wenn nicht sogar das gleiche Konzept anwenden zu müssen.

Torsten bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021 Kosto bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021 Steffen bei den Babenhäuser Stadtmeisterschaften 2021

Das Sportliche
Natürlich will ich auch davon berichten, wie wir abgeschnitten haben.
Die angepeilten Ziele von uns dreien waren allesamt gar nicht so hoch gesteckt. Kosto wollte einfach nur als Training gute Partien spielen, Torsten am liebsten 7 DWZ Punkte verlieren, um beim Jubiläumsopen in einer anderen Ratinggruppe antreten zu können und ich wollte keine DWZ verlieren und ordentliche Partien spielen. Nach den 5 Runden lässt sich sagen, dass wir 2 von 3 Zielen erreicht haben, aber das sogar im eher positiven Sinne.
Kosto hatte zum Start in das Turnier einen nominell schlechteren Gegner, den er auch standesgemäß besiegen konnte. Dann warteten auch schon die Hochkaräter auf ihn. In Runde 2. erkämpfe sich Kosto bei einem Bauern weniger im Endspiel gegen einen 1760er ein beachtliches Remis. Ebenso hohen Kampfgeist bewies er in dritten Runde, diesmal gegen Jana Badorz (U14 mit 1911 DWZ!) mit Schwarz. Bis ins tiefe Turmendspiel hielt Kosto die Partie ausgeglichen bis gänzlich offen, musste dann aber trotz 4 stündiger Spielzeit der besseren Technik seiner Gegnerin wegen die Waffen strecken. Ebenso erging es ihm in der vorletzten Runde, wieder mit einem 1974 DWZ schweren Gegner, der sich sehr anstrengen musste, Kostos Verteidigung zu überwinden. Zum Schluss, als Kostos "Batterie leer" war, wie er selbst sagte, remisierte er in leicht schlechterer Stellung gegen einen jungen Gegner und beendete das Turnier mit soliden 2 Punkten bei einem Gegnerschnitt von 1638. Das kann sich sehen lassen und zur Belohnung macht er einen kleines DWZ-Plus von 8 Punkten.

Torsten erreichte sein angestrebtes Ziel leider nicht, denn er spielte wie Kosto von Beginn an ein beachtliches Turnier. In der ersten Runde remisierte er gegen den späteren Gewinner der Ratinggruppe bis 1700 DWZ in einer mehr als wilden Partie, zu der ich bei der Analyse nur sagen konnte, dass da wirklich Feuer drin war. Torsten zeigte sich sehr angriffslustig und opferte nach guter Eröffnung im Zentrum einen Springer gegen zwei Bauern. Wenn sein Gegner nicht einen Zwischenzug als Ressource parat gehabt hätte, wäre großer Materialgewinn für Torsten unvermeidlich gewesen, so mussten beide Seiten aber genaustens weiter kämpfen. Während Torsten mit Weiß dann den schwarzen König in der Mitte des Brettes halten und entblößen konnte, spielte er mit einer Figur weniger. Im Verlauf dieser wilden ersten Partie wurden nach und nach Figuren getauscht, bis man sich durch eine Turmschaukel und dreifacher Stellungswiederholung auf Remis einigte. Partie zwei war fast ebenso scharf. Auch hier griff Torsten früh zu einer Taktik, die auf den ersten Blick einem Figurenopfer glich. Doch im Verlauf der Kombination gewann Torsten einfach einen Bauern, den er bei genauem Spiel im Endspiel vielleicht auch verwerten hätte können, doch aktives Gegenspiel des Gegners ließ ihn dann doch ins Remis einlenken.
Erstmals hinter sich greifen musste er dann in Partie 3., wo sich der Spielstärkeunterschied zu seinem Gegner (1751 DWZ - sein stärkster Gegner im Turnier) durchsetzte. Leider war danach für Torsten trotz guter Ansätze nichts mehr zu holen. In der Vorschlussrunde gewann Torsten zunächst die Qualität, sah sich dann aber einem unabwendbaren Königsangriff ausgeliefert. Partie 5. wurde durch einen groben Schnitzer verloren, sodass trotz gutem Start am Ende nur ein Punkt auf der Habenseite stand. Bei einem Gegnerschnitt von 1665 trotzdem eine beachtliche Leistung und ein DWZ-Plus von 15 Punkten.

Bei mir lief es ganz gut, obwohl ich mir hier und da einige Ungenauigkeiten erlaubte, die mich allerdings nie in Gefahr brachten, sondern lediglich vorher erarbeiteten Vorteil abgaben. Trotzdem erreichte ich mit 4 Punkten das Treppchen und wurde Dritter. In der ersten Partie nutzte ich eine lange Diagonale mit einer unübersichtlichen Kombination zu merkwürdigem Materialvorteil aus. So hatte ich zwischenzeitlich 4 Leichtfiguren gegen 2 Türme bei jeweils 4 Bauern auf dem Brett. Das konnte ich in Zeitnot dank kleiner Patzer meines Gegners noch zum vollen Sieg ummünzen. Partie 2. war dann schon schwieriger zu kneten. Aber hier entschied praktisch eine Ungenauigkeit die Partie, die es mir erlaubte die gegnerische Bauernstruktur derart zu schwächen (Doppelbauer und Isolani - leichte Angriffsziele also), dass bald auch Kombinationen mit Mattangriff und höherem Materialvorteil möglich wurden. In der dritten Partie bekam ich nominell zwar meinen schwächsten Gegner, musste aber auch hier bis ins Bauernendspiel gehen und dann über Zugzwang gewinnen. Im Mittelspiel hab ich schon siegessicher nach einem Bauerngewinn die Partie abgehakt. Tja, selbst schuld, wer nicht konzentriert bleibt, muss eben härter für den Punkt ackern.
Heute Morgen hab ich dann in der Eröffnung einen Bauern geschenkt bekommen, dafür aber starken Entwicklungsnachteil gehabt, der das ganze ausgleichen sollte. Da sagt selbst die allwissende Engine totremis. Immerhin bestätigt diese Partie meinen langfristigen Plan, die Eröffnungen zu wechseln. So richtig taugen die nämlich nicht mehr gegen bessere Leute. In der Schlussrunde spielte ich dann nahezu verlustpunktfrei am ersten Brett um den Turniersieg, einigte mich aber nach einem frühen Remisangebot schnell auf die Punkteteilung, da so ein Platz auf dem Treppchen sicher war und ich nicht größere Ambitionen hatte. Mit dem 3. Platz sicher in der Tasche und einem kleinen Plus von 8 DWZ-Punkten ließ ich dann entspannt durch nette Gespräche und Kiebitzen der anderen Partien den Tag ausklingen.

Die Werbemaßnahmen fürs Zimmner Jubiläumsopen
Kurz und knapp: Ich hab ca. 30 Flyer unter die Leute bringen können und 3 Plakate in und um den Turniersaal aufgehängt, die eifrig studiert und abfotografiert wurden. Stand jetzt hat das auch schon 8 Leute zur Anmeldung bewegt und ich darf stolz verkünden, dass wir die 50er-Marke geknackt haben. Man darf bei dem Interesse, das ich alleine während des Turniers mitbekommen habe, sogar davon ausgehen, dass bald auch die 60 fallen...

Mein Fazit
Mein Fazit fällt natürlich wie die Jahre davor durchgehend positiv aus. Das Turnier in Babenhausen ist vergleichsweise kein großes, doch durch mehrere Dinge fest in meinem Schachkalender integriert. Einerseits ist es immer kurz vor der Saison eine gute Möglichkeit zum Wiedereinstieg in ernstes Langzeitschach nach der Sommerpause. Die kürzere Rundenzahl und der entspanntere Zeitmodus sind kräfteschonend und wunderbar um zu experimentieren. Dann bin ich gern bei den Babenhäusern, weil das Turnier einfach eine äußerst angenehme Atmosphäre hat. Das Spiellokal ist geräumig, ruhig und im Grünen, das Catering durch die Babenhäuser, die nahezu alles vom Kuchen über Würstchen bis zu Spätzle und Kürbissuppe selbst vor Ort kochen, ist vorzüglich, die teilnehmenden Leute sind allesamt sympathisch und mit meiner Spielstärke kann ich an den vorderen Plätzen auch mal mitwirken - hat man ja sonst auch nicht immer.
Ansonsten freut es mich noch, dass ich gute Werbung machen konnte und dass das Hygienekonzept der Atmosphäre oder dem Verlauf des Turniers überhaupt kein Abbruch getan hat. Loben möchte ich an dieser Stelle neben den Organisatoren, dem Babenhäuser Schachclub, für das schöne, reibungslos abgelaufene Turnier, den Teilnehmern für die schönen Partien, aber auch dem Schiedsrichter Holger Bergmann, der ja auch unser Turnier als Schiedsrichter leiten wird.

Ich bin nächstes Jahr selbstverständlich wieder am Start, doch freue ich mich mit den neuen Erkenntnissen erstmal auf unser Turnier im Oktober.

Allgemeines Update

Kommende Saison, Zimmner Jubiläumsopen, Skatturnier

06.09.2021

Nun, da die höheren Spielklassen Hessens ihre beiden offenen Spieltage nachgeholt haben, kann die Planung für die neue Saison beginnen. Der Verein wird für die Runde zwei Mannschaften melden, einmal die I. Mannschaft in der Starkenburgliga und einmal unsere als Meister in die A-Klasse aufgestiegene II. Mannschaft. Wer sich gern an einem Brett wiederfinden und am Erfolg der Mannschaften sonntags mithelfen will, darf sich gerne jederzeit melden. Außerdem werden wir auch wieder eine Mannschaft für den Bezirks-4er-Pokal stellen.
Hoffen wir nur mal, das alles stattfindet und normal läuft...

Ebenso hoffe ich sehr, dass unser Zimmner Jubiläumsopen noch wie geplant stattfinden kann, ohne große Einschränkungen oder Sicherheitsmaßnahmen bezüglich Covid. Wie das eventuell ablaufen wird, kann man sich am kommenden Wochenende schon in Babenhausen bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften ansehen. Dort wird nach Empfehlung des hessischen Schachverbandes unter dessen Hygienekonzept gespielt. Ich werde selbstverständlich berichten.
Um die Stimmung nicht gänzlich zu trüben, sei hierbei erwähnt, dass unser geplantes Jubiläumsopen kurz davor steht, die 50er-Marke an Teilnehmern zu knacken. Das ist schön, darf sich aber gern noch weiter steigern. In Babenhausen werde ich, auch wenn es kurzfristig ist, nochmal kräftig die Werbetrommel für unser Turnier rühren.

Am 17. September wird das nächste Skatturnier bei uns im Verein stattfinden, haltet euch also den Termin frei, um genauso zahlreich mitzuspielen wie zuletzt.

Zum Schluss darf die Meldung über die Silbermedaille von Vincent Keymer bei den Europameisterschaften natürlich nicht fehlen. Er ist sogar nur denkbar knapp dank Feinwertung am ersten Platz vorbeigeschrammt und sackt neben Ruhm und Ehre auch 15.000€ für den zweiten Platz ein, eine ebenso große Summe wie damals bei seinem Sieg im Grenke Chess Open.
Detaillierte Ergebnisse der EM 2021 in Reykjavik gibts hier: chess-results

Hessenmeisterschaften mit zimmner Beteiligung

Maximilian mit respektablem Platz - Kongress abgehalten

15.08.2021

Über das nun ausklingende Wochenende hat der hessische Schachverband die diesjährigen Einzelmeisterschaften im Blitzschach ausgetragen und trotz Corona und gleichzeitig in Frankfurt stattfindendem Iron Man nebst großen Verkehrseinschränkungen stolze 71. Teilnehmer verbuchen können. Das lässt auf ein gesteigertes Interesse der Schachfreunde an Teilnahmen an Turnieren schließen, was schon mal für den Sport, der von Corona auch hart getroffen wurde, sehr erfreulich ist.

Neben zahlreichen IMs, FMs und gestandenden Oberligaspielern war auch Maximilian von uns dabei und spielte die über 19 Runden (!) dauernde Meisterschaft mit. Schlussendlich erreichte Maximilian hierbei mit 8 Punkten einen mehr als respektablen 55. Platz bei sehr starker Konkurrenz.

Und heute wurde auch noch der Kongress des hessischen Schachverbandes abgehalten, bei dem es neben Neuwahlen nicht viel erwähnenswertes gibt. Interessant ist aber die Ehrung dreier Vereine, die im Jahr 1921 gegründet wurden. Nur der SC Groß-Zimmern 1921 e.V. wurde nicht genannt bzw. geehrt, vielleicht auch deshalb, weil kein Vertreter unseres Vereins zum Kongress erscheinen konnte. Daneben wurde ein paar Beschlüsse gefasst, die unter anderem in den höheren Spielklassen die Nachholtermine für nicht gespielte Paarungen aus der letzten Saison nun am ersten Septemberwochenende festgelegt haben. Daneben wurde beschlossen, dass es ab der nächsten Saison keine Verpflichtung gibt in der jeweils höchsten Klasse aller Bezirke mit 8er-Mannschaften zu spielen. Heißt für uns erst mal gar nichts, da ich nicht damit rechne, dass unser mitgliederstarke Bezirk die Starkenburgliga und die Bezirksklasse auf 7 Bretter reduzieren, zumal es ab Landesklasse dann wieder verplfichtend wäre mit 8 Mann anzutreten.

Grillfest 2021 - ein voller Erfolg

Bericht und Bilder

28.07.2021

Vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des Vereins zum gemeinsamen Grillfest bei unserem Schachfreund Roland, der wie üblich die Vorbereitungen übernahm und seinen Garten zur Verfügung stellte. Daher gebührt ihm auch unser aller Dank, denn es war wieder einer der Tage, von denen man sich wünscht, sie würden nicht zu Ende gehen.

Rekordverdächtige 21 Leute waren gekommen und haben bei bestem Wetter, obwohl Regen gemeldet war, einen schönen Nachmittag miteinander verbracht. Neben den Gesprächen, dem Gruppenfoto und einigen Skatrunden kam natürlich auch das Schachliche nicht zu kurz.

Gruppenbild Grillfest 2021 Grillfest 2021 Grillfest 2021

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2021

Dieter Rauck für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt

24.07.2021

Am gestrigen Freitag fanden sich 15 Mitglieder zur in den Juli verlegten Jahreshauptversammlung des Schachclubs zusammen. Durch die Sitzung leitete der Vorsitzende Steffen Heß, dessen Bericht trotz Coronapandemie eine positive Bilanz der vergangenen anderthalb Jahre zu entnehmen war. Die Stimmung im Verein sei riesig, sportliche Erfolge (vor Corona, als die Saison noch lief) waren auch zu verbuchen und mit dem 100 jährigen Jubiläum des Vereins steht das nächste große Ereignis an.

Neben einem Überblick über den aktuellen Stand des geplanten Zimmner Jubiläumsopen dürften sich die Mitglieder selbstverständlich auch noch auf eine weitere Feier zum Jubiläum freuen.

Geehrt wurden Dieter Rauck, für 60 (!) Jahre treue Mitgliedschaft im Verein, und die zweite Mannschaft des Schachclubs, für die Meisterschaft in der B-Klasse, die mit 100% verlustpunktfrei gelang, und dem dazugehörigen Aufstieg in die A-Klasse. Daneben erhielt Roland Rühm für seine engagierte Jugendarbeit ebenfalls ein kleines Dankeschön.

Die Sitzung endete um 22:20 Uhr in bester Stimmung.

Ehrung Dieter Rauck Danke an Roland Rühm

Mannschaftsplanungen

Saisonbeginn im November

23.07.2021

Ob im November, wie jetzt vom Bezirk geplant wirklich die Saison normal anlaufen wird und kann, ist noch nicht sicher oder abzusehen. Trotzdem werden wir frühzeitig mit der Mannschaftsplanung beginnen und uns Gedanken um die zukünftigen Aufstellungen für die Runde sein.

Ziel in der I. Mannschaft ist es, die Starkenburgliga ein weiteres Jahr souverän zu halten, wie uns das in der vergangenen Saison gelungen ist. Dafür benötigt es selbstverständlich zuverlässige Mitspieler.

Die II. Mannschaft fasst ebenfalls das Ziel Klassenerhalt ins Auge, hat aber nach dem Aufstieg in die A-Klasse wohl damit ein schwereres Los vor der Brust, da man mit den höherklassigen Mannschaften mithalten muss.

Jahreshauptversammlung 23.07.

Beginn 20:00 Uhr im Glöckelchen

28.06.2021

Liebe Vereinsmitglieder,

Anbei die Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Wir bitten, insbesondere im Hinblick des diesjährigen Jubiläums des Vereins, um rege Anteilnahme.
Beginn ist um 20:00 Uhr. Um dem Hygienekonzept gerecht zu werden, wir die Jahreshauptversammlung im großen Saal des Glöckelchens stattfinden.

Ausschreibug für Saison 2021/22

Saison startet deutlich später

20.06.2021

Seit heute ist die Ausschreibung für die nächste Saison 2021/22 auf der Bezirksseite online gestellt.

Es gibt zwei hauptsächliche Änderungen, die beachtet werden müssen.
1.: Die Saison beginnt erst am 07.11. und damit deutlich später als gewohnt. Da der ursprüngliche erste Spieltag für den 03. Oktober terminiert war, und damit auf den Tag der deutschen Einheit gefallen wäre, wird ein zusätzlicher Spieltag im Januar vorgesehen und der Start eben in den November verschoben.

2.: Die kommende Saison wird wie vor 2 Jahren beschlossen den FIDE-Standards weiter angepasst und mit neuem Zeitmodus gespielt. Statt 2h / 40 Züge + 1h / Rest wird nun der Fischer-Modus
100 min / 40 Züge + 50 min / Rest + 30s Inkrement pro Zug von Beginn der Partie an
gespielt. Wer nachrechnet sieht, dass beide Zeitmodi gleich viel Bedenkzeit einräumen, aber man weiter gegen Zeitnot durch den Bonus von 30s pro Zug wirken will. Sollte alles nur Gewöhnungssache sein - auch wenn ich hier schon Probleme auf uns zukommen sehe...

Social Media meets Schachclub

Verein nun auf Twitter und Instagram vertreten

17.06.2021

Seit ein paar Tagen ist der Verein nun sowohl auf Twitter als auch auf Instagram vertreten. Die Kanäle auf beiden Plattformen dienen vordergründig erst einmal der Werbung für unser Jubiläumsopen, was auch bis dato recht erfolgreich war. So haben sich nach Bekanntmachungen auf Twitter bislang 5 neue Leute, teilweise sogar aus weiter entfernten Orten wie Hemer im Sauerland, NRW.

Ob nach dem Turnier die Kanäle weiter betrieben und gepflegt werden, bleibt aber abzuwarten. Wenn ihr aber am sozialen Leben des Vereins im Onlineformat teilhaben oder einen Überblick beschaffen wollt, klickt euch doch einfach mal rein.

2. Mannschaft steigt in A-Klasse auf

Bezirk bricht Saison ab

08.06.2021

Der Bezirk Starkenburg bricht nach weiteren Beratschlagungen die noch offene Saison 2019/21 ab. Damit entfallen auch die immer wieder verschobenen Nachholspiele. Man wird die Saison mit dem Stand vom März 2020 werten und dementsprechend Auf- und Absteiger bestimmen. Das ganze Statement findet sich auf der Bezirkshomepage.

Mit dieser getroffenen Entscheidung stehen für den SC Groß-Zimmern auch zwei Dinge fest:

Einerseits schafft die 1. Mannschaft den angestrebten Klassenerhalt mit einem souveränen 4. Platz in der Starkenburgliga. Und andererseits, umso schöner und erwähnenswerter, steigt damit die 2. Mannschaft ungeschlagen und verlustpunktfrei hoch verdient in die A-Klasse auf. Nach 7 von 9 zu spielenden Runden hat man die B-Klasse dominiert und ist zurecht Meister geworden. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten, durch die der Durchmarsch erst möglich wurde! Man darf also auf die kommenden Leistungen in der nächst höheren Klasse gespannt sein.

Anmeldung freigeschaltet!

Ausschreibung und Anmeldung für das Jubiläumsopen fertig

05.06.2021

Das lange Warten hat ein Ende, denn sowohl die Ausschreibung als auch die Anmeldung des Zimmner Jubiläumsopen sind veröffentlicht bzw. freigeschaltet.

Ab sofort ist das Anmelden zum Zimmner Jubiläumsopen sowohl per Mail als auch über das online Anmeldeformular möglich. Alle weiteren Infos, Daten und Kontakt finden sie auf den verlinkten Seiten der Turnierhomepage.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Schachclub wieder offen

Landkreis erreicht Stufe 2

03.06.2021

Da der Landkreis Darmstadt-Dieburg Stufe 2 des Lockerungsplanes der Landesregierung erreicht hat und somit wieder Breitensport möglich ist, dürfen auch wir uns wieder zum Trainieren im Glöckelchen treffen. Das bereits im vergangenen Jahr bei der Gemeinde eingereichte und bewilligte Hygienekonzept gilt weiterhin und muss bis auf Weiteres befolgt werden. Ein negativer Test muss bei Erscheinen zum Training nicht vorgelegt werden, wird aber von der Landesregierung empfohlen.

Ich freue mich also euch zum ersten Erwachsenentraining am Freitag begrüßen zu dürfen. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird auch das Jugendtraining am 18. Juni wieder aufgenommen.

9 Spieler auf lichess

Es werden immer mehr

23.05.2021

Ich halte es kurz: Wieder einen mehr motiviert, mitzuspielen. Das macht nun 9 Teilnehmer, die (hoffentlich) regelmäßig online teilnehmen werden. Momentan schaut es ja so aus, dass wir uns ab dem 04. Juni wieder im Glöckelchen treffen können. Doch bis dahin ist es noch ein wenig und unsere Geduld muss weiter halten.

9 Mitspieler 9 Mitspieler

8 Mann auf lichess

Neuer Teilnehmerrekord

16.05.2021

8 Mitspieler

Und kurz vorm Sommer und vielleicht baldigen Treffen im Glöckelchen (ich halte auf dem Laufenden) erreichen wir mit 8 gleichzeitigen Mitspielern einen neuen Rekord auf lichess. Paul sagt es selbst immer wieder: Mit mehr Schachspielern machts auch mehr Spaß.

Ab morgen erste Lockerungen

Heute wieder online Schach

16.05.2021

Ab morgen gibt es erste Lockerungen für den Außenbereich in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100. Damit greift der hesssiche Lockerungsplan nun zum baldigen Beginn des Sommers. Im weiteren Verlauf sollen bald auch Lockerungen für Veranstaltungen im Inneren mit bis zu 100 Personen kommen, zu denen auch unser Jubiläumsopen zählen würde. Bis Oktober ist allerdings noch einiges an Zeit, sodass von diesen ersten Maßnahmen noch nicht viel auf die Durchführbarkeit des Turniers geschlossen werden kann, aber wir blicken weiterhin gespannt in die Zukunft.

Bis dahin spielen wir weiterhin auf lichess ein wenig Schach online zusammen. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt.

Die Hoffnung steigt

Der Sommer naht - mit ihm Lockerungen?

07.05.2021

So lansgam aber sicher wird es wieder wärmer und nach den ersten wärmeren Tagen auch sicherlich wieder Sommer. Ebenso wie letztes Jahr erwarte ich auch dieses Jahr spätestens zum Sommer bundesweite Lockerungen, wenn nicht sogar in Kombination mit den voranschreitenden Impfungen komplette Öffnungen allen sozialen Lebens.

Für uns hieße das auch ein Zurück zum regelmäßigen Trainingsbetrieb und Vereinsleben im Glöckelchen, was die allermeisten von uns sich bereits ersehnen. Daneben würde auch endlich eine doch aussagekräftige und zuverlässige Entscheidung bezüglich des geplanten Jubiläumsturniers fallen. Nämlich ob es stattfinden kann und in welcher Form, sprich mit Hygieneauflagen und wie stark ausgeprägt diese sein werden. Noch sind bis dahin ganze 5 Monate plus ein bisschen was zu überstehen.

Prinzipiell bin ich daher noch ganz positiv über unser Jubiläum gestimmt. Die Vorfinanzierung und Planung laufen bislang trotz aller Widrigkeiten um Corona reibungslos bzw. sind schon abgeschlossen oder am Zielpunkt angelangt. Die nächsten Schritte, die in diesem Mai noch gegangen werden, sind die Veröffentlichung der Ausschreibung, die Öffnung des Anmeldeportals auf der Turnierseite, das Drucken von Flyern & Postern, sowie die Einladung der bezirkseigenen Vereine.

Warten wir mal ab, was die kommenden Wochen bringen. Ab jetzt kann es eigentlich nur besser werden. Und bis dahin bleibt uns das regelmäßig sonntags stattfindende offene Training auf lichess. Hier nochmal der Link zur Vereinsgruppe auf der Schachplattform, über die man auch direkt zu den geplanten online Turnieren kommt. Und wer beim Dummschwätzen gerne dabei wäre, darf gerne auch über Discord mitmachen.

Und aus 2 mach 1

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri vorzeitig entschieden

26.04.2021

Nepomniachtchi vs Carlsen
Ian Nepomniachtchi ist der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen. Die beiden werden im November um die Schachkrone in Dubai gegeneinader antreten.

Hierfür reichte Nepomniachtchi ein Remis gegen den Franzosen Vachier-Lagrave in der vorletzten Runde des Turniers, da sein zuletzt übrig gebliebener Verfolger Anish Giri in einer zu ambitionierten Partie, in der er die Damenindische Verteidigung mit Schwarz als Eröffnung wählte, gegen Alexander Grischuk verlor. Auch wenn die beiden nur einen Punkt bei einer verbleibenden Partie voneinader entfernt sind, kann Giri nur noch aufschließen, Nepomniachtchi aber wegen der schlechteren Feinwertung nicht mehr überholen. Insbesondere der direkte Vergleich ging an den Russen, entscheidend war hier die aller erste Partie in der ersten Runde des Turniers im März 2020 (!). Bemerkenswert ist auch der Umstand, das Alexander Grischuk sowohl für Maxime Vachier-Lagrave als auch jetzt für Anish Giri zum wohl entscheidenden Stolperstein wurde. Er hat also maßgeblich Anteil am Sieg seines Landsmanns.

Die weiteren Ergebnisse lauten: Alekseenko - Ding 0:1 und Wang - Caruana 0:1. Doch beides spielt keine große Rolle mehr. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass auch dieses Kandidatenturnier seine Höhen und Tiefen hatte. Das spielerische Niveau und die Qualität sowie Unterhaltsamkeit der Partien waren dagegen mehr als hochklassig. Lediglich vielleicht Ding Liren blieb hinter den Erwartungen als Mitfavorit zurück.

Ich möchte auch hier Wolfgang meinen Glückwunsch aussprechen, der mit mir auf den Sieger wettete. Er setzte auf Nepomniachtchi, ich auf Vachier-Lagrave. Einsatz waren die Getränke für den nächsten Trainingsabend, der wie die Weltmeisterschaft hoffentlich bald kommt....

Tabelle nach Runde 13

Aus 4 mach 2

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri

25.04.2021

Tabelle nach Runde 12

Nach den gestrigen Partien, bei denen keine der vier Remis ausging, liegen zwei Runden vor Schluss von den ursprünglichen vier Titelaspiranten nur noch zwei realistisch vorne. Das ist einerseits der immer noch Erste Ian Nepomniachtchi, der gegen Wang Hao gewann, sowie Anish Giri, der im Verfolgerduell gegen Caruana seinen zweiten Sieg in Folge klarmachte und letzteren aus dem Rennen wirft. Da Nepo und Giri schon gegeneinander gespielt haben und Nepo neben seinem halben Punkt Vorsprung auch die bessere Feinwertung hat, kann er sich eigentlich nur noch selbst schlagen.

Kleine, wenn auch nur rein theoretische Chancen hat sich Maxime Vachier-Lagrave durch einen lockeren Sieg gegen Alekseenko beibehalten. Er liegt allerdings zwei Runden vor Schluss 1½ zurück. Je nach Ausgang der nächste Runde, kann er allerdings noch entscheidend in das Rennen um den ersten Platz eingreifen, auch wenn er da schon selbst gar keine Chancen mehr hat. Denn in der letzten Runde trifft er auf Nepomniachtchi, dem er die bislang einzige Turnierniederlage beibringen konnte.

Da am heutigen Sonntag ein weiterer Ruhetag ist, müssen wir uns bis Montag gedulden um die weiteren Partien zu sehen. Von Interesse wird sicherlich die Partie Giri - Alekseenko sein, in der Giri gegen den Youngster mit Weiß auf Sieg spielen muss und wird. Nepomniachtchi bekommt es mit Ding Liren zu tun, der wieder im Aufwind ist und Grischuk in der letzten Runde besiegen konnte. Auch mit Blick auf die letzte Runde hat Giri das vermeintlich leichtere Restprogramm mit Grischuk, wenn man bei einem Kandidatenturnier von "leichtem Programm" reden kann...

Nepomniachtchi setzt sich ab

Sieg gegen Alekseenko, Konkurrenz remisiert

22.04.2021

Mit einem weiteren Sieg in der 10. Runde des Kandidatenturniers gegen Kirill Alekseenko füllt Ian Nepomniachtchi weiter sein Punktekonto auf und gewinnt an Abstand gegenüber der Konkurrenz. Alle anderen drei Partien gingen unentschieden aus, wenn auch wieder etwas spektakulärer. Alexander Grischuk bspw. hatte wieder sehr früh arge Zeitnot, denn ab dem 12 Zug hatte er nur noch 5 Minuten auf der Uhr, obwohl die Partie gegen Wang Hao zu diesem Zeitpunkt noch keine große Bedenkzeit bedurfte. Er blitzte die Partie dann aber mehr oder weniger souverän runter, hatte teilweise die leicht bessere Stellung, schaffte aber aufgrund zu wenig Zeit nicht die Partie in einen Sieg umzumünzen.

Anish Giri verteidigte sich mit einem Bauer weniger fehlerlos gegen die Versuche von Vachier-Lagrave, sodass sich beide Spieler nach kurzem Geplänkel im Mittelspiel schnell auf die Punkteteilung einigten. Fabiano Caruana musste hingegen mehr Aufwand für den halben Punkt betreiben. Er geriet positionell im Mittelspiel etwas ins Hintertreffen, hielt später aber das Gleichgewicht durch genaue Züge beisammen.

So geht das Kandidatenturnier morgen erst mal in einen spielfreien Tag mit Nepomniachtchi weiterhin als alleinigem Ersten - und das mit einem Punkt Abstand zum Verfolgertrio.

Weiter Spannung im Kandidatenturnier

Viererteam setzt sich ab, hochklassige Partien

21.04.2021

Das Kandidatenturnier, besser gesagt dessen fortgesetzte zweite Hälfte, unterhält weiterhin maßgeblich. Eine Partie ist besser, spannender und unterhaltsamer anzusehen als die nächste. Wenn man gleichzeitig das Niveau der Partien in Betracht zieht, kommt man nicht umhin zu sagen, dass sich anscheinend alle Teilnehmer exzellent vorbereitet haben und keiner eine "schlechte" Phase momentan hat.

Obwohl es gestern drei Remispartien gab, setzt sich langsam aber sicher eine Hälfte des Teilnehmerfelds oben ab. Neben dem immer noch Ersten Jan Nepomniachtchi mit 5½ gibt es drei Spieler mit 5 Punkten, die also in unmittelbarem Schlagschatten des Russen stehen. Das sind namentlich Fabiano Caruana, der der letzte Herausforderer Carlsens war, Maxime Vachier-Lagrave, der nur denkbar knapp einer weiteren Niederlage gegen Ding Liren und damit einem krassen Fehlstart aus dem Weg gegangen ist, und Anish Giri. Letzterer konnte gestern seine hochstrategische Partie gegen den Chinesen Wang Hao gewinnen und zieht mit der Führungsgruppe gleich.

Selbst der Weltmeister Magnus Carlsen, der die Partien kommentiert, legte sich nach den gestrigen Ergebnissen fest, dass sein nächster Herausforderer einer der genannten vier werden wird. Ob sich dieser Trend heute weiter verfestigt, können wir wie gewohnt ab 13 Uhr beobachten. Die einzelnen Paarungen kann man sich natürlich auch auf der offiziellen Turnierseite des Kandidatenturniers betrachten. Insbesondere die Partie Vachier-Lagrave : Giri kann von vorentscheidendem Charakter für den Verlauf des Turniers sein.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Nepomniachtchi vorne

Neuer alleiniger Spitzenreiter beim Kandidatenturnier

20.04.2021

Das gestern in Jekaterinburg wieder aufgenommene Kandidatenturnier hat einen neuen alleinigen Tabellenersten. Jan Nepomniachtchi reichte zur Übernahme der Tabellenspitze ein eher locker ausgespieltes Remis gegen den in letzter Zeit stark aufspielenden niederländischen GM Anish Giri. Der zuvor noch mit Nepomniachtchi gleich aufliegende Maxime Vachier-Lagrave verlor seine Auftaktpartie gegen Fabiano Caruana nach knapp 6h Spielzeit in einer Weltklassepartie - von beiden.

Nicht überraschend eröffnete Vachier-Lagrave mit der Najdorf-Variante der Sizilianischen Verteidigung, auf die sich Caruana aber bestens vorbereitet hatte. Zunächst opferte er 3 (sic!) Bauern für Entwicklungsvorsprung und dann noch einen Läufer um den schwarzen König an der Rochade zu hindern. Dabei verbrauchte er nahezu keine Bedenkzeit bis zum 15 Zug, was abermals für die geniale und tiefe Vorbereitung von Caruana sprach. Vachier-Lagrave fand allerdings zunächst immer die besten Fortsetzungen, gab erst den gewonnenn Läufer, dann eine Qualität zurück um im Spiel zu bleiben und erreichte ein als remis geltendes Endspiel mit Springer plus Bauer gegen Turm und Bauer. Nach 6h Quälerei reichte aber eine Ungenauigkeit und die Partie kippte zu Gunsten des Amerikaners, der gnadenlos blieb und das Spiel gewann.

Ab 13 Uhr deutscher Zeit geht es dann heute weiter. Ich möchte hier nochmal auf die online gestellten Streams von chess24 auf Youtube verweisen, die zur Verfolgung der Partien bestens geeignet sind.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Sieben auf einen Streich

Sonntägliches Turnier auf lichess fast wie freitags

19.04.2021

7 auf einen Streich

Mit sieben Mitspielern war die gestrige Ausgabe unseres auf sonntäglich stattfindenden Turniers auf lichess.org gut besucht. Es fehlen nicht viele weitere Teilnehmer und man kann es mit einem normalen Training vergleichen. Die Möglichkeit über Discord miteinander zu sprechen hilft darüber hinaus, die sonst so schönen Freitagabende wenigstens etwas aufzufangen und zu kompensieren, solange wir immer noch im Lockdown festhängen.

Übrigens sollte man sich nicht vom Endergebnis oder der Punktzahl täuschen lassen. Die Turniere gehen meistens ziemlich ausgeglichen von statten, bzw. lassen gerade auch die Favoriten sehr oft online Federn, die sie vielleicht an einem echten Brett nicht lassen würden.

Auch der Modus entspricht nicht ganz unserer Vereinsmeisterschaft, was nicht tragisch ist, denn die Turniere online gehen ja nicht in die Wertung ein. Es wird nicht nur eine Runde jeder gegen jeden gespielt, sondern die Paarungen von lichess automatisiert erstellt. Es kann also vorkommen, dass man sich sehr häufig gegenübersitzt oder wie bei Paul und Harald gestern sehr selten. Denn es kommt darauf an, wie die Leute punktemäßig liegen und gegen wen sie gerade spielen, sprich überhaupt für eine Paarung frei sind. Die Dauer des Turniers hängt von den Einstellungen ab, die ich wähle, meist 3-4 Stunden.

Auch die Punktezahl aus dem Bild lässt sich nicht mit dem System unserer Vereinsmeisterschaft vergleichen. Für einen Sieg gibt es 2 Punkte auf lichess, nach drei nacheinander gewonnenen Spielen sogar 4 Punkte pro folgendem Sieg. Es werden also, warum auch immer, starke Phasen nochmals belohnt. Man kann auch seine Zeit halbieren für einen weiteren Extrapunkt. Das nennt sich "berserken", sollte aber nur von extrem starken Blitzern angewandt werden.

Wer selbst mal mitmachen will, ist mehr als herzlich eingeladen das zu tun. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt. Wer mitreden will, kann auch gern auf Discord zu uns stoßen. Auch hier gibt es einen eigenen Vereinsraum nur für uns.

Übrigens sind beide Plattformen, lichess wie auch discord, vollkommen in ihrer Nutzung kostenlos und werbefrei. Das soll laut den Programmierern von lichess auch so bleiben. Man kann allerdings auf freiwilliger Basis etwas Spenden, was ich persönlich auch getan habe. Immerhin gab es lange keine Turniere, die ein Startgeld bedurften.

Kandidatenturnier wird fortgesetzt

Wer wird der nächste Herausforderer Carlsens?

14.04.2021

Maxime Vachier-Lagrave vs. Ian Nepomniachtchi

Das Kandidatenturnier wird am kommenden Montag trotz anhaltender Pandemie fortgesetzt. Am 25. März vergangenen Jahres wurde es nach der Hälfte der gespielten Partien vorzeitig abgebrochen. Momentan liegen der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Ian Nepomniachtchi mit je 4½ aus 7 punktgleich vorne. Allerdings sind vier Spieler in mittelbarer Distanz (mit 3½ Punkten).

Wer die Partien nachverfolgen möchte, kann das bequem per Livestream nebst Kommentar auf YouTube tun. Es wird Streams auf englisch, chinesisch und russisch direkt von der FIDE geben (Youtube-Kanal der FIDE), sowie deutsch-, englisch- und spanischsprachige Ausgaben von chess24 (Youtube-Kanal von Chess24).

Ich persönlich verfolge die englische Übertragung von chess24 am liebsten, da dort mehrere Gäste zu Wort kommen, viel auch für uns Amateure noch gerecht analysiert wird und auch die Unterhaltung insgesamt nicht zu kurz kommt. Hier der direkte Link dazu: Candidates Tournament 2020 Round 8 - Commentary by Petr Leko & Tania Sachdev.

Wer die Partien auch mit Computeranalyse nachspielen möchte, kann das auf der Seite von chess24 tun.

Umzug zu neuem Provider

Website kurzzeitig nicht erreichbar gewesen

01.04.2021

Durch einen Umzug zum neuen Provider war unsere Website für ein paar Tage nicht erreichbar. Mittlerweile ist sie das allerdings wieder und erscheint in neuem Gewand.

Die Änderungen sind meist nur von kleinem Ausmaß, allerdings wurde einiges aufgeräumt und insebsondere die Startseite mal anschaulicher geschmückt. So fungiert diese praktisch auch als Menü, denn man erreicht die wichtigsten Menüpunkte über die einzelnen Bilder.

Ich hoffe jeder findet sich wie die Tester zurecht, an die ich hier meinen Dank ausrichten mag. Wie immer, wenn ich etwas mehr an unserer Webpräsenz arbeite, lasse ich das ganze vor dem Hochladen von ein paar von euch hinsichtlich Zugänglichkeit, Funktionalität und Übersichtlichkeit prüfen, sonst ist es kein Update sondern ein Schritt zurück.

Turniere auf lichess

Jeden Sonntag Schach

14.03.2021

Auf Lichess findet nun regelmäßig sonntags ab 17 Uhr Turniere bzw. ein Turnier von uns statt. Wert teilnehmen mag, guckt einfach jeden Sonntag kurz vorher mal bei unserer Vereinsgruppe auf lichess rein oder fragt mich nach dem entsprechenden Link.

Mir ist bewusst, dass die Verlegung ins Internet für viele deutlich mehr Arbeit und Gewöhnung mit sich bringt und auch Verständnisprobleme. Trotzdem bleibt das vorerst unsere einzige Möglichkeit miteinander wenigstens etwas Schach zu spielen und über unseren eigenen Vereinsraum auf Discord mitenander zu sprechen. Daher meine Bitte an euch, beschäftigt euch mit lichess und discord und spielt mit uns mit. Denn je mehr dabei sind, desto mehr Spaß macht es auch.

Ich freue mich auf rege Teilnahme!