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Aktuelles

Schachclub wieder offen!

Trainingszeiten

  • Freitags
  • Jugendliche: 19:00 Uhr (ab 18. Juni)
  • Erwachsene: 20:00 Uhr

  • im Glöckelchen
  • Angelstraße 18
  • Groß-Zimmern

Lust auf Schach?

Das Glöckelchen befindet sich in der Angelstraße 18 in Groß-Zimmern. Der Vereinsraum ist bequem über die stählerne Außentreppe zu erreichen. Parkplätze sind genügend vorhanden.

Neuigkeiten & Berichte

2. Mannschaft steigt in A-Klasse auf

Bezirk bricht Saison ab

08.06.2021

Der Bezirk Starkenburg bricht nach weiteren Beratschlagungen die noch offene Saison 2019/21 ab. Damit entfallen auch die immer wieder verschobenen Nachholspiele. Man wird die Saison mit dem Stand vom März 2020 werten und dementsprechend Auf- und Absteiger bestimmen. Das ganze Statement findet sich auf der Bezirkshomepage.

Mit dieser getroffenen Entscheidung stehen für den SC Groß-Zimmern auch zwei Dinge fest:

Einerseits schafft die 1. Mannschaft den angestrebten Klassenerhalt mit einem souveränen 4. Platz in der Starkenburgliga. Und andererseits, umso schöner und erwähnenswerter, steigt damit die 2. Mannschaft ungeschlagen und verlustpunktfrei hoch verdient in die A-Klasse auf. Nach 7 von 9 zu spielenden Runden hat man die B-Klasse dominiert und ist zurecht Meister geworden. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten, durch die der Durchmarsch erst möglich wurde! Man darf also auf die kommenden Leistungen in der nächst höheren Klasse gespannt sein.

Anmeldung freigeschaltet!

Ausschreibung und Anmeldung für das Jubiläumsopen fertig

05.06.2021

Das lange Warten hat ein Ende, denn sowohl die Ausschreibung als auch die Anmeldung des Zimmner Jubiläumsopen sind veröffentlicht bzw. freigeschaltet.

Ab sofort ist das Anmelden zum Zimmner Jubiläumsopen sowohl per Mail als auch über das online Anmeldeformular möglich. Alle weiteren Infos, Daten und Kontakt finden sie auf den verlinkten Seiten der Turnierhomepage.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

Schachclub wieder offen

Landkreis erreicht Stufe 2

03.06.2021

Da der Landkreis Darmstadt-Dieburg Stufe 2 des Lockerungsplanes der Landesregierung erreicht hat und somit wieder Breitensport möglich ist, dürfen auch wir uns wieder zum Trainieren im Glöckelchen treffen. Das bereits im vergangenen Jahr bei der Gemeinde eingereichte und bewilligte Hygienekonzept gilt weiterhin und muss bis auf Weiteres befolgt werden. Ein negativer Test muss bei Erscheinen zum Training nicht vorgelegt werden, wird aber von der Landesregierung empfohlen.

Ich freue mich also euch zum ersten Erwachsenentraining am Freitag begrüßen zu dürfen. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird auch das Jugendtraining am 18. Juni wieder aufgenommen.

9 Spieler auf lichess

Es werden immer mehr

23.05.2021

Ich halte es kurz: Wieder einen mehr motiviert, mitzuspielen. Das macht nun 9 Teilnehmer, die (hoffentlich) regelmäßig online teilnehmen werden. Momentan schaut es ja so aus, dass wir uns ab dem 04. Juni wieder im Glöckelchen treffen können. Doch bis dahin ist es noch ein wenig und unsere Geduld muss weiter halten. 9 Mitspieler 9 Mitspieler

8 Mann auf lichess

Neuer Teilnehmerrekord

16.05.2021

8 Mitspieler Und kurz vorm Sommer und vielleicht baldigen Treffen im Glöckelchen (ich halte auf dem Laufenden) erreichen wir mit 8 gleichzeitigen Mitspielern einen neuen Rekord auf lichess. Paul sagt es selbst immer wieder: Mit mehr Schachspielern machts auch mehr Spaß.

Ab morgen erste Lockerungen

Heute wieder online Schach

16.05.2021

Ab morgen gibt es erste Lockerungen für den Außenbereich in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100. Damit greift der hesssiche Lockerungsplan nun zum baldigen Beginn des Sommers. Im weiteren Verlauf sollen bald auch Lockerungen für Veranstaltungen im Inneren mit bis zu 100 Personen kommen, zu denen auch unser Jubiläumsopen zählen würde. Bis Oktober ist allerdings noch einiges an Zeit, sodass von diesen ersten Maßnahmen noch nicht viel auf die Durchführbarkeit des Turniers geschlossen werden kann, aber wir blicken weiterhin gespannt in die Zukunft.

Bis dahin spielen wir weiterhin auf lichess ein wenig Schach online zusammen. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt.

Die Hoffnung steigt

Der Sommer naht - mit ihm Lockerungen?

07.05.2021

So lansgam aber sicher wird es wieder wärmer und nach den ersten wärmeren Tagen auch sicherlich wieder Sommer. Ebenso wie letztes Jahr erwarte ich auch dieses Jahr spätestens zum Sommer bundesweite Lockerungen, wenn nicht sogar in Kombination mit den voranschreitenden Impfungen komplette Öffnungen allen sozialen Lebens.

Für uns hieße das auch ein Zurück zum regelmäßigen Trainingsbetrieb und Vereinsleben im Glöckelchen, was die allermeisten von uns sich bereits ersehnen. Daneben würde auch endlich eine doch aussagekräftige und zuverlässige Entscheidung bezüglich des geplanten Jubiläumsturniers fallen. Nämlich ob es stattfinden kann und in welcher Form, sprich mit Hygieneauflagen und wie stark ausgeprägt diese sein werden. Noch sind bis dahin ganze 5 Monate plus ein bisschen was zu überstehen.

Prinzipiell bin ich daher noch ganz positiv über unser Jubiläum gestimmt. Die Vorfinanzierung und Planung laufen bislang trotz aller Widrigkeiten um Corona reibungslos bzw. sind schon abgeschlossen oder am Zielpunkt angelangt. Die nächsten Schritte, die in diesem Mai noch gegangen werden, sind die Veröffentlichung der Ausschreibung, die Öffnung des Anmeldeportals auf der Turnierseite, das Drucken von Flyern & Postern, sowie die Einladung der bezirkseigenen Vereine.

Warten wir mal ab, was die kommenden Wochen bringen. Ab jetzt kann es eigentlich nur besser werden. Und bis dahin bleibt uns das regelmäßig sonntags stattfindende offene Training auf lichess. Hier nochmal der Link zur Vereinsgruppe auf der Schachplattform, über die man auch direkt zu den geplanten online Turnieren kommt. Und wer beim Dummschwätzen gerne dabei wäre, darf gerne auch über Discord mitmachen.

Und aus 2 mach 1

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri vorzeitig entschieden

26.04.2021

Nepomniachtchi vs Carlsen Ian Nepomniachtchi ist der neue Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen. Die beiden werden im November um die Schachkrone in Dubai gegeneinader antreten.

Hierfür reichte Nepomniachtchi ein Remis gegen den Franzosen Vachier-Lagrave in der vorletzten Runde des Turniers, da sein zuletzt übrig gebliebener Verfolger Anish Giri in einer zu ambitionierten Partie, in der er die Damenindische Verteidigung mit Schwarz als Eröffnung wählte, gegen Alexander Grischuk verlor. Auch wenn die beiden nur einen Punkt bei einer verbleibenden Partie voneinader entfernt sind, kann Giri nur noch aufschließen, Nepomniachtchi aber wegen der schlechteren Feinwertung nicht mehr überholen. Insbesondere der direkte Vergleich ging an den Russen, entscheidend war hier die aller erste Partie in der ersten Runde des Turniers im März 2020 (!). Bemerkenswert ist auch der Umstand, das Alexander Grischuk sowohl für Maxime Vachier-Lagrave als auch jetzt für Anish Giri zum wohl entscheidenden Stolperstein wurde. Er hat also maßgeblich Anteil am Sieg seines Landsmanns.

Die weiteren Ergebnisse lauten: Alekseenko - Ding 0:1 und Wang - Caruana 0:1. Doch beides spielt keine große Rolle mehr. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass auch dieses Kandidatenturnier seine Höhen und Tiefen hatte. Das spielerische Niveau und die Qualität sowie Unterhaltsamkeit der Partien waren dagegen mehr als hochklassig. Lediglich vielleicht Ding Liren blieb hinter den Erwartungen als Mitfavorit zurück.

Ich möchte auch hier Wolfgang meinen Glückwunsch aussprechen, der mit mir auf den Sieger wettete. Er setzte auf Nepomniachtchi, ich auf Vachier-Lagrave. Einsatz waren die Getränke für den nächsten Trainingsabend, der wie die Weltmeisterschaft hoffentlich bald kommt....

Tabelle nach Runde 13

Aus 4 mach 2

Zweikampf Nepomniachtchi - Giri

25.04.2021

Tabelle nach Runde 12 Nach den gestrigen Partien, bei denen keine der vier Remis ausging, liegen zwei Runden vor Schluss von den ursprünglichen vier Titelaspiranten nur noch zwei realistisch vorne. Das ist einerseits der immer noch Erste Ian Nepomniachtchi, der gegen Wang Hao gewann, sowie Anish Giri, der im Verfolgerduell gegen Caruana seinen zweiten Sieg in Folge klarmachte und letzteren aus dem Rennen wirft. Da Nepo und Giri schon gegeneinander gespielt haben und Nepo neben seinem halben Punkt Vorsprung auch die bessere Feinwertung hat, kann er sich eigentlich nur noch selbst schlagen.

Kleine, wenn auch nur rein theoretische Chancen hat sich Maxime Vachier-Lagrave durch einen lockeren Sieg gegen Alekseenko beibehalten. Er liegt allerdings zwei Runden vor Schluss 1½ zurück. Je nach Ausgang der nächste Runde, kann er allerdings noch entscheidend in das Rennen um den ersten Platz eingreifen, auch wenn er da schon selbst gar keine Chancen mehr hat. Denn in der letzten Runde trifft er auf Nepomniachtchi, dem er die bislang einzige Turnierniederlage beibringen konnte.

Da am heutigen Sonntag ein weiterer Ruhetag ist, müssen wir uns bis Montag gedulden um die weiteren Partien zu sehen. Von Interesse wird sicherlich die Partie Giri - Alekseenko sein, in der Giri gegen den Youngster mit Weiß auf Sieg spielen muss und wird. Nepomniachtchi bekommt es mit Ding Liren zu tun, der wieder im Aufwind ist und Grischuk in der letzten Runde besiegen konnte. Auch mit Blick auf die letzte Runde hat Giri das vermeintlich leichtere Restprogramm mit Grischuk, wenn man bei einem Kandidatenturnier von "leichtem Programm" reden kann...

Nepomniachtchi setzt sich ab

Sieg gegen Alekseenko, Konkurrenz remisiert

22.04.2021

Mit einem weiteren Sieg in der 10. Runde des Kandidatenturniers gegen Kirill Alekseenko füllt Ian Nepomniachtchi weiter sein Punktekonto auf und gewinnt an Abstand gegenüber der Konkurrenz. Alle anderen drei Partien gingen unentschieden aus, wenn auch wieder etwas spektakulärer. Alexander Grischuk bspw. hatte wieder sehr früh arge Zeitnot, denn ab dem 12 Zug hatte er nur noch 5 Minuten auf der Uhr, obwohl die Partie gegen Wang Hao zu diesem Zeitpunkt noch keine große Bedenkzeit bedurfte. Er blitzte die Partie dann aber mehr oder weniger souverän runter, hatte teilweise die leicht bessere Stellung, schaffte aber aufgrund zu wenig Zeit nicht die Partie in einen Sieg umzumünzen.

Anish Giri verteidigte sich mit einem Bauer weniger fehlerlos gegen die Versuche von Vachier-Lagrave, sodass sich beide Spieler nach kurzem Geplänkel im Mittelspiel schnell auf die Punkteteilung einigten. Fabiano Caruana musste hingegen mehr Aufwand für den halben Punkt betreiben. Er geriet positionell im Mittelspiel etwas ins Hintertreffen, hielt später aber das Gleichgewicht durch genaue Züge beisammen.

So geht das Kandidatenturnier morgen erst mal in einen spielfreien Tag mit Nepomniachtchi weiterhin als alleinigem Ersten - und das mit einem Punkt Abstand zum Verfolgertrio.

Weiter Spannung im Kandidatenturnier

Viererteam setzt sich ab, hochklassige Partien

21.04.2021

Das Kandidatenturnier, besser gesagt dessen fortgesetzte zweite Hälfte, unterhält weiterhin maßgeblich. Eine Partie ist besser, spannender und unterhaltsamer anzusehen als die nächste. Wenn man gleichzeitig das Niveau der Partien in Betracht zieht, kommt man nicht umhin zu sagen, dass sich anscheinend alle Teilnehmer exzellent vorbereitet haben und keiner eine "schlechte" Phase momentan hat.

Obwohl es gestern drei Remispartien gab, setzt sich langsam aber sicher eine Hälfte des Teilnehmerfelds oben ab. Neben dem immer noch Ersten Jan Nepomniachtchi mit 5½ gibt es drei Spieler mit 5 Punkten, die also in unmittelbarem Schlagschatten des Russen stehen. Das sind namentlich Fabiano Caruana, der der letzte Herausforderer Carlsens war, Maxime Vachier-Lagrave, der nur denkbar knapp einer weiteren Niederlage gegen Ding Liren und damit einem krassen Fehlstart aus dem Weg gegangen ist, und Anish Giri. Letzterer konnte gestern seine hochstrategische Partie gegen den Chinesen Wang Hao gewinnen und zieht mit der Führungsgruppe gleich.

Selbst der Weltmeister Magnus Carlsen, der die Partien kommentiert, legte sich nach den gestrigen Ergebnissen fest, dass sein nächster Herausforderer einer der genannten vier werden wird. Ob sich dieser Trend heute weiter verfestigt, können wir wie gewohnt ab 13 Uhr beobachten. Die einzelnen Paarungen kann man sich natürlich auch auf der offiziellen Turnierseite des Kandidatenturniers betrachten. Insbesondere die Partie Vachier-Lagrave : Giri kann von vorentscheidendem Charakter für den Verlauf des Turniers sein.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Nepomniachtchi vorne

Neuer alleiniger Spitzenreiter beim Kandidatenturnier

20.04.2021

Das gestern in Jekaterinburg wieder aufgenommene Kandidatenturnier hat einen neuen alleinigen Tabellenersten. Jan Nepomniachtchi reichte zur Übernahme der Tabellenspitze ein eher locker ausgespieltes Remis gegen den in letzter Zeit stark aufspielenden niederländischen GM Anish Giri. Der zuvor noch mit Nepomniachtchi gleich aufliegende Maxime Vachier-Lagrave verlor seine Auftaktpartie gegen Fabiano Caruana nach knapp 6h Spielzeit in einer Weltklassepartie - von beiden.

Nicht überraschend eröffnete Vachier-Lagrave mit der Najdorf-Variante der Sizilianischen Verteidigung, auf die sich Caruana aber bestens vorbereitet hatte. Zunächst opferte er 3 (sic!) Bauern für Entwicklungsvorsprung und dann noch einen Läufer um den schwarzen König an der Rochade zu hindern. Dabei verbrauchte er nahezu keine Bedenkzeit bis zum 15 Zug, was abermals für die geniale und tiefe Vorbereitung von Caruana sprach. Vachier-Lagrave fand allerdings zunächst immer die besten Fortsetzungen, gab erst den gewonnenn Läufer, dann eine Qualität zurück um im Spiel zu bleiben und erreichte ein als remis geltendes Endspiel mit Springer plus Bauer gegen Turm und Bauer. Nach 6h Quälerei reichte aber eine Ungenauigkeit und die Partie kippte zu Gunsten des Amerikaners, der gnadenlos blieb und das Spiel gewann.

Ab 13 Uhr deutscher Zeit geht es dann heute weiter. Ich möchte hier nochmal auf die online gestellten Streams von chess24 auf Youtube verweisen, die zur Verfolgung der Partien bestens geeignet sind.

Einmal der Link zur deutschsprachigen Version mit GM Jan Gustafsson und Gast und Amateurspieler (~ 1500 DWZ) Stefan Tietze,
und einmal der link zur englischsprachigen Ausgabe mit Magnus Carlsen, Tania Sachdev und David Howell.

Sieben auf einen Streich

Sonntägliches Turnier auf lichess fast wie freitags

19.04.2021

7 auf einen Streich

Mit sieben Mitspielern war die gestrige Ausgabe unseres auf sonntäglich stattfindenden Turniers auf lichess.org gut besucht. Es fehlen nicht viele weitere Teilnehmer und man kann es mit einem normalen Training vergleichen. Die Möglichkeit über Discord miteinander zu sprechen hilft darüber hinaus, die sonst so schönen Freitagabende wenigstens etwas aufzufangen und zu kompensieren, solange wir immer noch im Lockdown festhängen.

Übrigens sollte man sich nicht vom Endergebnis oder der Punktzahl täuschen lassen. Die Turniere gehen meistens ziemlich ausgeglichen von statten, bzw. lassen gerade auch die Favoriten sehr oft online Federn, die sie vielleicht an einem echten Brett nicht lassen würden.

Auch der Modus entspricht nicht ganz unserer Vereinsmeisterschaft, was nicht tragisch ist, denn die Turniere online gehen ja nicht in die Wertung ein. Es wird nicht nur eine Runde jeder gegen jeden gespielt, sondern die Paarungen von lichess automatisiert erstellt. Es kann also vorkommen, dass man sich sehr häufig gegenübersitzt oder wie bei Paul und Harald gestern sehr selten. Denn es kommt darauf an, wie die Leute punktemäßig liegen und gegen wen sie gerade spielen, sprich überhaupt für eine Paarung frei sind. Die Dauer des Turniers hängt von den Einstellungen ab, die ich wähle, meist 3-4 Stunden.

Auch die Punktezahl aus dem Bild lässt sich nicht mit dem System unserer Vereinsmeisterschaft vergleichen. Für einen Sieg gibt es 2 Punkte auf lichess, nach drei nacheinander gewonnenen Spielen sogar 4 Punkte pro folgendem Sieg. Es werden also, warum auch immer, starke Phasen nochmals belohnt. Man kann auch seine Zeit halbieren für einen weiteren Extrapunkt. Das nennt sich "berserken", sollte aber nur von extrem starken Blitzern angewandt werden.

Wer selbst mal mitmachen will, ist mehr als herzlich eingeladen das zu tun. Unsere Vereinsgruppe auf lichess ist hierfür Treffpunkt. Wer mitreden will, kann auch gern auf Discord zu uns stoßen. Auch hier gibt es einen eigenen Vereinsraum nur für uns.

Übrigens sind beide Plattformen, lichess wie auch discord, vollkommen in ihrer Nutzung kostenlos und werbefrei. Das soll laut den Programmierern von lichess auch so bleiben. Man kann allerdings auf freiwilliger Basis etwas Spenden, was ich persönlich auch getan habe. Immerhin gab es lange keine Turniere, die ein Startgeld bedurften.

Kandidatenturnier wird fortgesetzt

Wer wird der nächste Herausforderer Carlsens?

14.04.2021

Maxime Vachier-Lagrave vs. Ian Nepomniachtchi

Das Kandidatenturnier wird am kommenden Montag trotz anhaltender Pandemie fortgesetzt. Am 25. März vergangenen Jahres wurde es nach der Hälfte der gespielten Partien vorzeitig abgebrochen. Momentan liegen der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Ian Nepomniachtchi mit je 4½ aus 7 punktgleich vorne. Allerdings sind vier Spieler in mittelbarer Distanz (mit 3½ Punkten).

Wer die Partien nachverfolgen möchte, kann das bequem per Livestream nebst Kommentar auf YouTube tun. Es wird Streams auf englisch, chinesisch und russisch direkt von der FIDE geben (Youtube-Kanal der FIDE), sowie deutsch-, englisch- und spanischsprachige Ausgaben von chess24 (Youtube-Kanal von Chess24).

Ich persönlich verfolge die englische Übertragung von chess24 am liebsten, da dort mehrere Gäste zu Wort kommen, viel auch für uns Amateure noch gerecht analysiert wird und auch die Unterhaltung insgesamt nicht zu kurz kommt. Hier der direkte Link dazu: Candidates Tournament 2020 Round 8 - Commentary by Petr Leko & Tania Sachdev.

Wer die Partien auch mit Computeranalyse nachspielen möchte, kann das auf der Seite von chess24 tun.

Umzug zu neuem Provider

Website kurzzeitig nicht erreichbar gewesen

01.04.2021

Durch einen Umzug zum neuen Provider war unsere Website für ein paar Tage nicht erreichbar. Mittlerweile ist sie das allerdings wieder und erscheint in neuem Gewand.

Die Änderungen sind meist nur von kleinem Ausmaß, allerdings wurde einiges aufgeräumt und insebsondere die Startseite mal anschaulicher geschmückt. So fungiert diese praktisch auch als Menü, denn man erreicht die wichtigsten Menüpunkte über die einzelnen Bilder.

Ich hoffe jeder findet sich wie die Tester zurecht, an die ich hier meinen Dank ausrichten mag. Wie immer, wenn ich etwas mehr an unserer Webpräsenz arbeite, lasse ich das ganze vor dem Hochladen von ein paar von euch hinsichtlich Zugänglichkeit, Funktionalität und Übersichtlichkeit prüfen, sonst ist es kein Update sondern ein Schritt zurück.

Turniere auf lichess

Jeden Sonntag Schach

14.03.2021

Auf Lichess findet nun regelmäßig sonntags ab 17 Uhr Turniere bzw. ein Turnier von uns statt. Wert teilnehmen mag, guckt einfach jeden Sonntag kurz vorher mal bei unserer Vereinsgruppe auf lichess rein oder fragt mich nach dem entsprechenden Link.

Mir ist bewusst, dass die Verlegung ins Internet für viele deutlich mehr Arbeit und Gewöhnung mit sich bringt und auch Verständnisprobleme. Trotzdem bleibt das vorerst unsere einzige Möglichkeit miteinander wenigstens etwas Schach zu spielen und über unseren eigenen Vereinsraum auf Discord mitenander zu sprechen. Daher meine Bitte an euch, beschäftigt euch mit lichess und discord und spielt mit uns mit. Denn je mehr dabei sind, desto mehr Spaß macht es auch.

Ich freue mich auf rege Teilnahme!

Adventskalender

24. Türchen

24.12.2020

Türchen Nr. 24.

Und zu Heiligabend gibt es noch eine passende Aufgabe in Form eines Christbaums. Ich weiß, die Stellung ist unübersichtlich und nicht ganz so realitätsnah, um nicht zu sagen von Pal Benkö erfunden. Aber, um es kurz zu machen, die Aufgabenstellung lautet mit Weiß Matt in 2 Zügen zu geben.

Türchen Nr. 24 - Weiß am Zug

Lösung

Viele Züge sehen auf den ersten Blick gut aus, Weiß gewinnt diese Stellung natürlich so oder so, doch Matt in 2 Zügen zu geben geht nur mit dem Zug 1. Dc5!. Es droht konkret Dxd5#. Schwarz hat folgende Varianten zur Auswahl:

1) 1. Dc5 Kxf5 2. Dxd5# Das Schlagen des Turms bringt Schwarz nichts ein, die Fluchtfelder sind weiterhin gedeckt.
2) 1. Dc5 Txc5 2. Sd4# Die Dame mit dem Turm zu entfernen lässt das Feld d4 ungeschützt, das nun der Springer besetzen und gleichzeitig den Turm auf f5 decken kann.
3) 1. Dc5 dxc5 2. Te5# Zieht der Bauer, wird das Feld e5 zugänglich für den Turm, der vom Läufer gedeckt wird und Matt gibt.
4) 1. Dc5 Lxe4 2. Sf4# Wenn der Läufer zieht, deckt die Dame den Turm f5, sodass der Springer nun von f4 aus Matt setzen kann, ohne dass er gleichzeitig den Turm decken muss.
5) 1. Dc5 Txe4 2. Dxd5# Und wie am Anfang gesagt, wenn Schwarz nichts gegen Dxd5 macht, setzt das schlussendlich Matt.

Adventskalender

23. Türchen

23.12.2020

Türchen Nr. 23.

Zum Ende hin muss ich es natürlich auch wieder schwerer machen - oder doch nicht? Die folgende Aufgabe beinhaltet eine von Pal Benkö erfunden Stellung, in der Weiß bei bestem Spiel in 3 Zügen Schwarz matt setzen kann. Diese Aufgabe legte er 1968 auch Bobby Fischer bei einem Wettkampf UDSSR gegen den Rest der Welt vor und wettete mit ihm, dass er die Lösung nicht innerhalb einer halben Stunde finden würde. Er sollte recht behalten, doch damit ist diese Geschichte noch nicht vorbei. Doch bevor ich diese fortsetze, dürft ihr euch erst mal daran versuchen und gucken, ob ihr in den vorgegebenen 30 Minuten die Lösung findet.
Weiß am Zug setzt matt in maximal 3 Zügen!

Türchen Nr. 23 - Weiß am Zug

Lösung

Bobby Fischer schaffte es innerhalb der angegebenen halben Stunde nicht, die Lösung zu finden und wir reden hier vom Bobby Fischer von 1968, also fast zu seinem Höhepunkt.

Matt in 3 Zügen wird Schwarz nach 1. Lc4, die Frage ist nur, wo der schwarze König hingeht. Er hat die Wahl zwischen e5 und f5, alle anderen Felder werden von den Läufern und der Dame kontrolliert. Also:

1) 1. Lc4 Ke5 2. Dd5+ Kf6 3. Dg5# oder
2) 1. Lc4 Kf5 2. Df3+ Ke5 3. Df4# bzw. 2. ... Kg6 3. Df7#

Interessant hierbei ist, dass das resultierende Mattbild immer wie im zweiten Bild dargestellt erfolgt. Die Dame, deren Wirkung pfeilförmig dem schwarzen König die Felder nimmt, wird durch einen der Läufer unterstützt, der die beiden fehlenden Felder des Quadrats um den König bestreicht.

Das prinzipielle Mattbild

Und hier setzt die Geschichte wieder ein: Nachdem Fischer die Lösung nicht in 30 Minuten fand und sich die Lösung zeigen ließ (und damit Wette 1 verlor), schlug ihm Benkö noch eine Wette vor, die Fischer gerne annahm. Wette zwei lautete wie folgt: Fischer durfte die Ausgangsstellung über Nacht analysieren und Benkö eine zweite Lösung am folgenden Tag präsentieren, die auch in genau 3 Zügen Matt setzt. Laut Überlieferung war Fischer sicher, dass er eine zweite Lösung finden würde, doch auch nach einer schlaflosen Nacht mit dem Kopf über dem Brett fand er keine weitere Lösung für die Aufgabenstellung Matt in 3.

Adventskalender

22. Türchen

22.12.2020

Türchen Nr. 22.

Hier eine Stellung aus einer berühmten Partie zwischen Robert James "Bobby" Fischer und Samuel Reshevsky. Die beiden amerikanischen Großmeister pflegten angeblich eine recht konkurriende Bekanntschaft zueinader. Als Beleg hierfür wird angeführt, dass Reshevsky als Wunderkind galt und sein Image nun von Fischer, der ja bekanntlich ebenfalls auch schon in jungen Jahren unzählige Meister der damaligen Zeit schlug, gefährdet sah.
Wie dem auch sei, hinter dem heutigen Türchen versteckt sich die nach der erwähnten Partie als "Bobby trap" in die Schachhistorie eingegange Eröffnungsfalle der Drachenvariante in der Sizilianischen Verteidigung. (Also nach Fischer benannt und an das englische Wort für Sprengfalle "booby trap" angelehnt)
Bobby Fischer hatte die Falle in einer heimischen Analyse vorbereitet und konnte sie nun das erste mal am Brett spielen. Weiß am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 22 - Weiß am Zug

Lösung

Bobby spielte 1. Lxf7+!. Der vorangegangene Springerausfall nach a5 nimmt der Dame ein für die Kombination wichtiges Fluchtfeld, das wie folgt ausgenutzt wird.

Auf die beiden Züge 1. ... Txf7 oder 1. ... Kh8 folgt jeweils 2. Se6 und die schwarze Dame geht verloren. Der Bauer auf d7 kann zwar den Springer schlagen, aber da die Dame nicht gedeckt ist, geht sie trotzdem nach Dxd8 verloren. Wie bereits vorweggenommen hat sie auch keine Fluchtfelder mehr, da c7 vom Springer und b6 vom Läufer abgedeckt sind.

Interessanter ist das Schlagen des Läufers mit dem König, das sogar zum Matt führt:

1. Lxf7+ Kxf7 2. Se6 und jetzt 2. ... Kxe6 sonst geht erneut die Dame verloren. Der nun in die Mitte gelockte König ist leichte Beute. 3. Dd5+ Kf5 4. g4+ Kxg4 5. Tg1+ und nun
5. ... Kh3 6. Dg2+ Kh4 7. Dg4# oder
5. ... Kh4 6. De4+ Tf4 7. Dxf4+ Kh5 8. Dg4# oder
5. ... Kh5 6. Dg2 und es droht unabwendbar Matt sowohl auf g5 als auch h3.

Adventskalender

21. Türchen

21.12.2020

Türchen Nr. 21.

Keymer - Gelfand

Heute gebe ich euch eine Stellung aus der Partie Keymer - Gelfand, Isle of Man 2018. Vincent Keymer opferte in dieser Partie seine Dame gegen einen Läufer und einen Turm und erreichte so Vorteil. In der abgebildeten Stellung kann er seinen Vorteil auch ausspielen und Gelfand zur baldigen Aufgabe bewegen. Weiß am Zug!

Türchen Nr. 21 - Weiß am Zug

Lösung

Der schwarze König steht beengt und die restlichen Figuren sind auch nicht aktiver. Weiß kann dies ausnutzen. Es gibt hier wiederum einen längeren Variantenbaum, wir fangen mit den einfacheren und klareren Varianten an:

Den Start in allen Varianten macht 1. g5+. Das zwingt Schwarz sich zu entscheiden, ob er nach g7 zurück geht oder die Flucht nach vorn wagt.

Bei der Flucht nach vorn folgt auf 1. g5+ entweder 1. ... Kxg5 2. Le3+ f4 3. Lxf4+ Kh5 4. Txh7# oder
1. ... Kh5 2. Txh7+ Kxg5 3. Le3+ f4 4. Lxf4#.
Von der eigenen Bauernkette und den gegnerischen, weißen Figuren bedrängt, findet sich Gelfands König im baldigen Mattnetz.

Da also das mutige Vorziehen im Matt endet, muss man prinzipiell zurück. Doch die Aussichten auf g7 sind nicht rosiger, auch wenn man Weiß zur Umgruppierung durch zwischenzeitigen Angriff auf den Turm h8 zwingt.
1. g5+ Kg7 2. Ta8! Dieser Turmschwenk erhält die Initiative. Der König ist nach dem Vorstoß des g-Bauern nach g5 auf der siebten Reihe gefangen, der eigene Springer nun auf der Diagonalen gefesselt. Die Dame könnte ziehen, muss aber den Springer decken, der nach weißem f4 sogar droht verloren zu gehen. Der offensichtlichste Versuch das zu verhindern und gleichzeitig die Fesselung aufzuheben ist 2. ... Kf7 was aber schnell nach folgenden Varianten verliert:
1) 3. Txa7+ Ke8 4. Sc7+ nebst Damenverlust
2) 3. Txa7+ Kf8 4. Lc5+ Kg8 5. Sf6+ Kh8 6. Txh7#
3) 3. Txa7+ Kg8 4. Sf6+ Kf8 5. Lc5+ und Gelfand müsste wieder die Dame dazwischen stellen und großen Materialverlust hinnehmen.
4) 3. Txa7+ Sd7 4. Sf6 und erneut ist weiterer Materialverlust nicht zu verhindern, der Springer geht verloren.

Adventskalender

20. Türchen

20.12.2020

Türchen Nr. 20.

Jetzt wieder zu klaren Verhältnissen. In der vorliegenden Stellung war Weiß unvorsichtig und mit der Dame im feindlichen Lager auf Bauernfang. Das rächt sich nun, denn Schwarz kann die Partie zwingend beenden. Wie?

Türchen Nr. 20 - Schwarz am Zug

Lösung

Schwarz hat hier eine dreizügige Mattkombination. Sieht man sich die Stellung genauer an und sucht Stellungsmerkmale, fällt einem auch auf, wieso Schwarz so stark steht und nun taktische Möglichkeiten besitzt. Alle schwarzen Figuren stehen aktiv und sind gegen den weißen König entwickelt. Bei Weiß ist es genau das Gegenteil. Die Dame ist auf Abwegen, die Türme stehen noch in den Startlöchern und der weißfeldrige Läufer hat keine Perspektive. Lediglich der schwarzfeldrige Läufer steht auf einer aktiven Diagonale, aber das ist einfach zu wenig.

Insgesamt gibt es drei Varianten und zwei Mattbilder. Alle beinhalten wie so oft ein Damenopfer zur Öffnung der Königsstellung.

1) 1. ... Dxh3+ 2. Lxh3 Sg4+ 3. Kh1 Th2#.
Hier ist das Zusammenspiel der schwarzen Figuren klar: Die Dame öffnet die Königsstellung und lockt den weißfeldrigen Läufer weg von der zweiten Reihe. Dann zeiht auch der Springer ab und lässt den Turm entlang der zweiten Reihe seine Wirkung entfalten. Das Doppelschach, das durch den Springerabzug gegeben wird, zwingt weiß den König zu ziehen. Er muss nach h1 gehen, da g1 durch den Läufer auf c5 gedeckt ist. Und nun kann Schwarz mit Th2 matt setzen.

2) Man kann auch die selbe Variante mit Zugumstellung aufs Brett bekommen: 1. ... Sg4+ 2. Kh1 Dxh3+ 3. Lxh3 Th2#.
Nach Sg4+ kann der gefesselte Bauer h3 nicht zurückschlagen, sodass erneut Kh1 folgen muss. Danach wird mit Dxh3+ fortgesetzt und wir sehen das gleiche Mattbild wie in Variante 1. Also erst mal nur Zugumstellung.

3) Allerdings ist Weiß nach 1. ... Dxh3+ nicht direkt gezwungen, die Dame auf h3 zurück zu schlagen. Er kann auch ein zweites Mattbild wählen, allerdings bleibt Schwarz in dieser Variante hartnäckig und gibt die Dame trotzdem zwingend ab:
1. ... Dxh3+ 2. Kg1 Dh1+ 3. Lxh1 Sh3#.
Abermals wird der Läufer gezwungen, die zweite Reihe zu verlassen und damit die etwaige Funktion als Prellbock für den schwarzen Turm und somit als Schutz für den König aufzugeben. Gleichzeitig versperrt er eines der Fluchtfelder des Königs. Danach kann der Springer über h3 matt geben.

Adventskalender

19. Türchen

19.12.2020

Türchen Nr. 19.

Und nun zur Abwechslung mal etwas eher technisches, keine ganz so klare Aufgabe.

Roland, Paul und ich haben gestern Abend per Videochat eine Partie gespielt, in der folgende Stellung aufs Brett kam. Roland und Paul spielten zusammen mit Weiß, ich hatte die schwarzen Steine. In der Eröffnung standen Paul und Roland besser und schneller entwickelter, der Vorteil schwand jedoch nach den ersten Tauschaktionen als ich meine Dame zentralisieren und den Turm über die g-Linie wenigstens in Stellung bringen konnte.
Das Problem an der weißen Stellung ist der angreifbare König. Die Frage ist nun, wie habt ihrs mit der Technik? Sprich, wie münzt hier Schwarz die Stellungsvorteile in einen Sieg um?

Türchen Nr. 19 - Schwarz am Zug

Lösung

Die grundsätzliche Idee, die man sehen muss, ist dem weißen König über die h-Linie das Leben mit dem g-Bauern schwer zu machen. Doch dürfen wir hier unser Angriffspotential nicht durch einen Damentausch vermindern lassen. Die Dame wird also zunächst dem Abtausch ausweichen, sich in Position bringen die h-Linie zu besetzen und gleichzeitig jeglichen Gegenspielversuch unterbinden. Der hierzu passende Zug ist 1. ... Df6. Das bereitet Dh4+ vor, deckt f7 ab, blockiert auch das Feld f6, dass unter Umständen mal zu einem weißen Vorstoß genutzt werden kann, und schielt weiterhin die lange Diagonale entlang auf den Bauern b2. Also wieder ein multifunktioneller Zug, wie so oft in den Aufgaben schon gesehen.

Weiß muss sich jetzt entscheiden, ob er es dem Schwarzen gestattet seinen Bauern nach g3 vorzuschieben und damit einen unter Schachspielern berühmten, sogenannten "Sargnagel" zu bilden, oder ob er dies durch eigenes g3 verhindert.

Entscheidet sich Weiß selbst das Feld zu besetzen lautet eine Variante: 1. ... Df6 2. g3 Tg5 und Schwarz gewinnt einen entscheidenden Bauern. Der weiße König bleibt in Folge weiterhin luftig und schwach, ebenso bedarf der Bauer auf g3 immer wieder mal Deckung. bspw.: 3. Tf4 Txh5+ 4. Kg1 Tg5 mit der Idee, erstmal den eigenen Bauern auf g4 mittels h5 zu festigen, den Turm über g8 auf den Damenflügel zu bringen und dort zu aktivieren. Der Mehrbauer samt eigenem, gut geschützten König bringt Schwarz ein gemütliches Spiel. 4. Tf2 (deckt b2) Tg8 nebst Tc8 oder Tb8.

Lässt Weiß schwarzes g3 zu, entwickelt sich bspw. folgende Partie: 1. ... Df6 2. Tc1 Dh4+ 3. Kg1 g3 4. Dd4 (deckt g1 ab, denn nach 4. Dxf7+ Tg7 5. Dc4 Dh2+ 6. Kf1 Dh1+ 7. Ke2 Dxg2+ geht der schwarze Freibauer auf g3 schnell durch. Von d4 aus kann sich die Dame nach 6. ... Dh1+ auf g1 dazwischen stellen, was auch verloren bleibt, aber nicht so schnell um geht wie die zuerst angegebene Variante.) 4. ... Tg4 5. Tc8 (droht immerhin mal ein "Gegenmatt") 5. ... Dh2+ 6. Kf1 Tf4+ 7. Ke1 Dh1+ 8. Kd2 Tf2+ 9. Kd3 Dd1+ 10. Kc3 Tc2+ und nach dieser Treibjagd geht der Turm auf c8 verloren. In anderen Varianten gelingt es Schwarz abermals den Bauern g3 zu einem unaufhaltsamen Freibauern zu machen, zum Beispiel wenn Weiß 5. Tc3 spielt und nicht 5. Tc8: 5. Tc3 Dh2+ 6. Kf1 Tf4+ 7. Tf3 Txf3+ 8. gxf3 g2+ und Schwarz holt sich eine neue Dame.

Auch wenn es jetzt also keine klar Lösungsvariante gibt, ist hoffentlich verständlich wie Schwarz hier seinen Vorteil ausnutzt. Es ging ja auch eher um das Verständnis bzw. die "Technik" wie es so schön heißt, nicht um 100%ige Zugfolgen.

Adventskalender

18. Türchen

18.12.2020

Türchen Nr. 18.

Es darf auch mal historisch werden, dachte ich mir bei Türchen 18, und deswegen habe ich einen der Klassiker ausgepackt.

Sicherlich haben es viele schon mal gesehen, aber die Schlusskombination der Partie Lewizki - Marshall ist immer wieder ein Hingucker. Schwarz hat hier einen forcierten Gewinnzug. Wie immer, darf man dem Gegner keine Zeit zum Atmen lassen und muss selbst nach der Initiative greifen, denn Weiß droht nach bspw. 1. ... Da3 mittels der Mattdrohung 2. Tc7 zu remisieren:
1. ... Da3 2. Tc7 Tf7 3. Tc8+ Tf8 4. Tc7 Tf8 5. Tc8+ Tf8 mit einer ewigen Schaukel.

Also, wie gewinnt hier Schwarz am Zug?

Türchen Nr. 18 - Schwarz am Zug

Lösung

Frank Marshall zog 1. ... Dg3!. Ein auf den ersten Blick absolut unglaublicher Zug. Die Dame kann auf drei verschiedene Arten geschlagen werden (und muss sogar, da Dxh2# droht), aber alle Varianten sind schlecht und enden in Matt bzw. Materialverust:

1) 1. ... Dg3! 2. hxg3 Se2#

2) 1. ... Dg3! 2. fxg3 Se2+ 3. Kh1 Txf1#

3) 1. ... Dg3! 2. Dxg3 Se2+ 3. Kh1 Sxg3+ 4. Kg1 Sxf1 und Schwarz behält die Mehrfigur.

Als Lewizki das durchgerechnet hatte, gab er auf. Nach Aussage von Marshall warfen Zuschauer der Partie nach Partieschluss vor Begeisterung Geld auf das Spielbrett.

Auch in der Schachhistorie gilt der Zug Dg3 als einer der genialsten und ästhetistischen Züge, da er die Dame in so ungewöhnlicher Weise in den Schlagschatten von gleich drei Figuren stellt. Die Partie diente auch als Vorlage in einem Werbevideo von Merck mit Magnus Carlsen: Werbevideo

Adventskalender

17. Türchen

17.12.2020

Türchen Nr. 17.

Nach doch recht langen und schweren Aufgaben, hier mal etwas leichter und etwas kürzer! Bei dieser Stellung hat Weiß die berühmte Aljechin-Batterie aufgebaut (Turm-Turm-Dame auf einer Linie). Wie nutzt Weiß das nun zu seinem Vorteil aus? Immerhin droht auch Schwarz den weißen König zu "mattuschieren".

Türchen Nr. 17 - Weiß am Zug

Lösung

Dürften wir zwei Figuren vom Brett nehmen und noch das Zugrecht behalten, würden wir beide weiße Türme entfernen und mit Dg7# matt setzen. Also müssen diese die g-Linie räumen, am besten natürlich mit Tempo, da wie gesagt Schwarz auch gefährlich am eigenen Königsmord arbeitet, und ohne die schlussendliche Mattdrohung aufzuheben.

Wie wir einen Turm aus dem Weg räumen, sticht direkt ins Auge: Diesen opfern wir über Txh7+, denn auf Schach muss reagiert und der Turm im vorliegenden Fall geschlagen werden.

Auf den ersten Blick schwieriger erscheint das "Entfernen" des zweiten Turms auf g5. Diesen könnten wir nicht mit Schach nachziehen und wiederum opfern, wenn Schwarz den ersten Turm mit Sxh7 schlägt. Doch der Turm kann sich auf c5 in multifunktioneller Weise opfern. Er räumt dabei die g-Linie wie gewünscht, greift die Dame an und verhindert den Einschlag des Schwarzen auf c2, da jetzt die Verbindung zwischen Dc4 und Tc8 unterbrochen ist.

Das zusammengenommen bleibt nur noch die richtige Reihenfolge zu wählen. Man muss mit dem Turm auf der fünften Reihe beginnen:
1. Tc5! Dxc5 2. Txh7+ Sxh7 oder Kxh7 3. Dg7#.

Wählt man die falsche Zugfolge, rächt sich das:
1. Txh7?? Sxh7 2. Tc5 Tg8! und Schwarz verhindert das Matt, während er gleichzeitig entscheidenden Materialvorteil hat.

Adventskalender

16. Türchen

16.12.2020

Türchen Nr. 16.

Heute nehmen wir uns mal wieder eine Partie der Kategorie "Alles oder Nichts" aus dem Adventskalendertürchen. Die Partie stammt aus der diesjährigen russischen Meisterschaft der Frauen und wurde von Alisa Galliamova und Alina Kashlinskaya gespielt, mit Kashlinskaya am Zug.

Schwarz hat hier alles in den Königsangriff gesteckt, der sich jetzt bezahlt machen muss, sonst holt sich Weiß gleich eine neue Dame auf der A-Linie und entscheidet die Partie aufgrund von Materialvorteil für sich. Also, kann Schwarz am Zug hier etwas aus dem Königsangriff rausholen, oder nicht?

Türchen Nr. 16 - Schwarz am Zug

Lösung

Die Antwort auf die Frage, ob der Königsangriff Früchte trägt, lautet natürlich ja! Mit dem richtigen Zusammenspiel der am Königsflügel aufgezogenen Figuren und einem sehenswerten Damenopfer, wird der König ins Mattnetz befördert. Klar ist, dass das nur mit der Öffnung der h-Linie für den schwarzen Turm klappt, daher muss diese mit Tempo geräumt werden.

1. ... Dh1+!, dieses Damenopfer ist der Startschuss einer manigfaltigen Mattkombination. 2. Sxh1 Sh3+ 3. Kh2 Lxe3!. Das räumt die h-Linie endgültig und nun gliedert sich der Variantenbaum wie folgt:

Der Läufereinschlag auf e3 sorgt für eine Überdeckung des möglchen Fluchtfeldes g1, also ist es logisch zunächst die Varianten zu betrachten, die mit dem Schlagen des Läufers beginnen:
1) 4. Sxe3 Sf4+ 5. Kg1 Txh1+ 6. Kf2 Sd3#
2) 4. Dxe3 Sf4+ 5. Kg1 Txh1+ 6. Kf2 Txf1#

Der Abzug mit dem Springer nach f4 sorgt hier jeweils für die Entscheidung. Schlägt der Springer den schwarzen Läufer, setzt der nach f4 abgezogene Springer auf d3 Matt. Wenn die Dame den Läufer schlägt, deckt sie nicht mehr f1 ab, sodass der nach h1 eingedrungene Turm auf f1 Matt setzen kann.

Sich ein weiteres Fluchtfeld zu machen, hilft Weiß leider auch nicht mehr.
3) 4. g4 Sg5+ 5. Kg3 Th3#
Der Läufer, der nun nicht geschlagen wurde, deckt erfolgreich das weitere Fluchtfeld f4, sodass auch hier der König im Mattnetz verbleibt.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass alle vorangegangenen Varianten durch den gut postierten Läufer auf g2 möglich wurden, da er die wichtigen, weißen Felder um den König abdeckt. Entfernt Weiß diesen Läufer, wird es durch einen einfachen Abzug direkt Matt:
4) 4. Txg2 Sg5#

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15. Türchen

15.12.2020

Türchen Nr. 15.

Wir bleiben engagiert und nehmen uns die nächste schwerere Aufgabe zur Brust. in der heutigen Aufgabe hat Dominik die schwarzen Figuren und kann dem Weißen entscheidend zusetzen. Wie muss er spielen?

Türchen Nr. 15 - Schwarz am Zug

Lösung

Die Lösung ist relativ einfach: 1. ... Dxd2 2. Sxd2 Lc3 gewinnt bei deutlicher Übermacht an Bauern die zuvor investierte Figur zurück, denn der Läufer fesselt den Springer, der nicht mehr gedeckt werden kann. Zieht dieser weg, verliert weiß sogar den Turm.

Eine Treibjagd des weißen Königs ist zwar sehr verlockend, aber nicht möglich und gibt den Vorteil ab, sofern Weiß korrekt fortsetzt. Nach 1. ... Dg4+ muss 2. Kf1 oder 2. Kh1 folgen. Die Idee, nun den Turm ins Spiel zu bringen und auf dem offenen Königsflügel matt zu setzen, scheitert wie folgt: 2. ... Dh3+ 3. Kg1 Te4? 4. Sg5 mit Gabel auf Turm und Dame, während der Springer gleichzeitig dem Läufer die Diagonale zur Deckung von g4 freimacht.

Allerdings verliert Weiß nach 1. ... Dg4+ wenn 2. Kh2 folgt, da man nun mit Tempo seine Figuren ins Spiel bringen kann: 2. ... Te5 3. Sxe5 Lxe5+ 4. Kh1 Dh3+ 5. Kg1 Dh2+ 6. Kf1 Dh1#.

Adventskalender

14. Türchen

14.12.2020

Türchen Nr. 14.

Zu Beginn der Woche wieder eine etwas härtere Nuss. In der vorliegenden Stellung, die sich in der Partie Klundt - Kestler im Jahre 1970 ereignete, hatte es der deutsche IM Klundt, ehemaliger Vizeweltmeister der Senioren, geschafft, den schwarzen König in der Mitte zu halten. Nun griff Schwarz mit Sc3 zwei seiner Figuren an, um die er sich nun kümmern muss.

Wirklich muss? Oder kann man hier als Weißer nicht schon zuschlagen? Das dürft ihr jetzt herausfinden. Weiß am Zug!

Türchen Nr. 14 - Weiß am Zug

Lösung

Klundt erkannte richtig, dass er sich um den Doppelangriff durch den schwarzen Springer nicht kümmern muss. Die schwarze Stellung ist sturmreif, auch wenn es vielleicht nach dem ersten Blick so nicht scheint. Der in der Mitte steckengebliebene König ist angreifbar.
Klundt wählte allerdings nicht die stärkste Fortsetzung. Diese lautet: 1. Txf7!. Nun droht ein bitterböser Abzug dieses Turms, doch wenn er geschlagen wird, kann der noch angegriffene Turm von d1 auf f1 ziehen und sich entscheidend ins Spiel bringen:
1. ... Txf7 2. Tf1 Sxe2 3. Txf7 und die folgenden Abzüge führen zum Matt, bspw. 3. ... Da3 4. Th7+ Kd8 (4. ... Kf8 Df7#) 5. Dg5+ Ke8 (5. ... Kc8 6. Dg8+ Df8 7. Dxf8#) 6. Dg8+ Df8 7. Dxe6+ und Matt im nächsten Zug, entweder auf e7 oder d7.

Eine andere Variante ist die Aufgabe der schwaren Dame gegen beide Türme: 1. Txf7! Sxd1 2. Txe7+ Kxe7 3. Dxe5 und Weiß hat entscheidenden Vorteil, denn der schwarze König bleibt angreifbar, während Schwarz Probleme hat, seine Figuren ins Spiel zu bringen. Allerdings darf sich Weiß nicht zu 3. Lxd1?? Tf1# hinreißen lassen. Weiter geht es nach Dxe5 bspw. mit 3. ... Ld5 4. Dg7+ Kd6 5. Sf7+ Kc5 6. Lxd1.

Und nun die kompliziertere Fortsetzung, die auch Klundt wählte: 1. Sxf7 Tf7 2. Txf7 Dxf7 3. Dh8+ Ke7 4. Dh4+ Df6 5. Td7+ und Schwarz verliert ebenfalls die Dame. 4. ... Df6 ist hierbei erzwungen, denn andere Züge verlieren ebenfalls die Dame: 4. ... Kf8 5. Tf1 oder 4. ... Ke8 5. Lh5 Sxd1 6. Lxf7+ Kxf7 8. Dh7+ Kf6 9. Dxb7 mit deutlichem Vorteil.

Ebenfalls verloren bleibt 1. Sxf7 Sxd1, denn darauf folgt der Abzug 2. Sxe5+ Kd8 3. Txd1+ Kc8 (2. ... Kc7 3. Td7# +) 4. Sd7 und entweder lässt sich Schwar den Turm auf f8 schlagen oder er lässt im nächsten Zug Sxb6+ und die Gabel auf König und Turm a8 zu. Das bringt Weiß in Materialvorteil: 4. ... Td8 5. Sxb6+ Kb8 6. Txd8+ Dxd8 7. Sxa8 Kxa8 und Weiß hat einen Bauern mehr.

Adventskalender

13. Türchen

13.12.2020

Der dritte Advent beschert uns Türchen Nr. 13.

In dieser aber eher sonntagsgerechten Aufgabe setzt Weiß recht schnell Matt.

Türchen Nr. 13 - Weiß am Zug

Lösung

Das Matt lässt nach dem offensichtlichen ersten Zug nicht lange auf sich warten. Nach 1. Lxg7+ Kg8 muss man den starken Zug 2. Lh8 finden, der sowohl den Läufer als auch den Turm ohne Deckung lässt. Aber egal, welche Figur Schwarz schlägt, er kann das Zusammenspiel der verbleibenden Figur mit der weißen Dame und das Matt nicht verhindern.
Die Varianten lauten hier:
1) 2. ... Kxf7 3. Dxf6+ Kg8 4. Dg7#
2) 2. ... Kxh8 3. Dxh7#

Auch 2. ... Lh5 bringt nichts, da nach 3. Dxh5 weiterhin Matt auf h7 droht und der Turm auf f7 jetzt auch gedeckt ist.

Adventskalender

12. Türchen

12.12.2020

Passend zum Turnier, gibt es zum 12. Türchen eine Stellung aus einer der vielen gespielten Partien auf lichess.

In der vorliegenden Stellung hat Weiß ziemlich forsch am Königsflügel angegriffen und wird durch den ungenauen, letzten schwarzen Zug 14. ... Dd7 auch prompt belohnt.

Wie verschaffte sich Weiß hier einen Vorteil?

Türchen Nr. 12 - Weiß am Zug

Lösung

Die Anwtort lautet 1. Se5, was Lukas in besagter Partie gegen mich auch gespielt hat. Das gabelt Dame und Läufer und legt auch die Wirkung der Dame auf letzteren frei. Der Läufer ist nun dreimal angegriffen und ginge verloren, wenn die Dame sich der Bedrohung des Springers entzieht. Daher ist Schwarz gezwungen auf d1 zu schlagen und den Damentausch zuzulassen.
1. ... Lxd1 2. Sxd7
und nun hat Schwarz einfach keine gute Variante mehr zur Auswahl, denn in allen möglichen Fortsetzungen, ist und bleibt der Turm f8 angegriffen und geht schlussendlich verloren:

Rettet Schwarz seinen Läufer aus dem feindlichen Lager, bspw. mittels 2. ... Lf3 wird der Turm auf f8 einfach geschlagen, 3. Sxf8 Kxf8 und Weiß hat eine Qualität mehr.
Schlägt Schwarz den Springer auf d7, ermöglicht das dem Weißen seinen schwarzfeldrigen Läufer in die Kombination mit einfließen zu lassen: 2. ... Sxd7 3. Lxe7 Lf3 (besser als der Partiezug war das direkte 3. ... Lh5, aber das ist nur ein Detail) 4. Lxf8 Kxf8 und wer nachzählt, findet auf weißer Seite abermals eine Qualität mehr.

Adventskalender

11. Türchen

11.12.2020

Und wieder im normalen Rythmus und rechtzeitig, das 11. Türchen.

Nun gut, gestern gab es was leichtes, heute zum Einstimmen auf das auf lichess.org stattfindende Turnier gebe ich euch mal wieder etwas schweres!

Hier hat Schwarz allerhand Vorarbeit geleistet. Die weißen Kräfte stehen sich selbst im Weg und der König ist angreifbar. Man muss es nur gut durchrechnen und die richtieg Reihenfolge finden. Schwarz am Zug gewinnt!

Türchen Nr. 11 - Schwarz am Zug

Lösung

Zu Beginn natürlich der offensichtlichste Zug in dieser Stellung, das Qualitätsopfer auf d2, denn der schwarzfeldrige Wiederpart zum schwarzen Läufer muss verschwinden, dass die Kombination funktioniert.
1. ... Txd2! 2. Txd2 Le3+!
Dieses Zwischenschach, und nur dieses, gewinnt die die vorliegende Stellung, denn sie zwingt den König in beiden möglichen Varianten auf ein äußerst ungünstiges Feld.

Variante 1 lautet: 3. Kh1 Lxd2 4. Dxd2 e3! 5. Lxc6 (sonst folgt 5. ... Dxg2 Matt) 5. ... Lxc6+ 6. Kg1 exd2 und Schwarz hat einen Läufer mehr.
Variante 2 geht so: 3. Tf2 Lxf2+ 4. Kxf2 e3+! 5. Kxe3 Dxg2 und wieder hat Schwarz eine Figur mehr.

Adventskalender

10. Türchen

10.12.2020

Besser spät als nie, das 10. Türchen.

Weil ihr heute lange warten musstet, gibt es auch nur noch schnell leichte Kost. In der vorliegenden Partie zwischen Tschigorin und Janowski aus dem Jahre 1900 und gespielt in Paris, konnte Tschigorin eine kleine, aber feine Kombination zum Sieg ansetzen. Weiß am Zug!

Türchen Nr. 10 - Weiß am Zug

Lösung

Tschigorin gewann mit 1. f5. Das gabelt Läufer und Dame, sodass Janowski zurückschlagen musste: 1. ... Lxf5 ist ein Muss, aber das erlaubt die nun folgende Kombination. 2. Txf6! entscheidet die Partie. Einerseits sind Dame und Läufer angegriffen, der Läufer sogar zusätzlich durch den Springer auf g3. Gleichzeitig wurde ein sehr starker Abzug aufgebaut, da der schwarze König und die weiße Dame in der selben, nun geöffneten Diagonale stehen. Tschigorin stellt so drei Drohungen gleichzeitig auf, die nicht alle mit einem Zug unwirksam gemacht werden können.

Der Turm ist unschlagbar, denn auf 2. ... Dxf6 folgt die Gabel 3. Sh5+. Das beste ist noch die Dame gegen Turm und Springer abzugeben, immerhin hat sie sowieso keine Fluchtfelder, denn egal wo hin sie zieht, es gibt einen Abzug, der die Dame gewinnt. Aber die aus 2. ... Dxg3 3. Txf7+ (Doppelschach und Zwischenzug, um einen weiteren Bauern mitzunehmen) 3. ... Kxf7 4. Dxg3 resultierende Stellung ist klar verloren für Schwarz.

"Einen hab' ich noch", sagt sich der ein oder andere genau Rechner. Man kann nach 1. f5 Lxf5 2. Txf6 nochmal mittels 2. ... Te1+ die Kaltschnäuzigkeit von Weiß testen. Sollte nämlich der Turm auf e1 durch die Dame geschlagen werden, kann man mit dem König den Turm auf f6 nehmen und die Stellung im Gleichgewicht halten. Daher spielt man lässig 3. Kf2 und nun kann Schwarz wirklich einpacken. Nun ist die Dame, der Läufer, der König durch Abzug und der Turm bedroht. Einfach kaputt.

Adventskalender

9. Türchen

09.12.2020

Und wir kommen beim 9. Türchen an. Der Adventskalender geht gefühlt sehr schnell.

Thema heute: Die Grundreihe, die allzu oft mal schwach wird. In der vorliegenden Stellung kann Weiß die schwache Grundreihe des Schwarzen und die unglückliche Positionierungen dessen Schwerfiguren ausnutzen.

Türchen Nr. 9 - Weiß am Zug

Lösung

Weiß hat hier mehrere Gewinnzüge zur Auswahl. Am einfachsten gewinnt
1. Db4 mit Überlastung der schwarzen Verteidigung. Der Turm auf b8 kann die Grundreihe nicht verlassen, da sonst Tc8 mit Matt folgt, und stehen bleiben darf er auch nicht, da die Dame ihn sonst schlägt. Andererseits können nicht beide von der Dame nun angegriffenen Türme gedeckt werden. Auf 1. ... Tab3 folgt einfach 2. Dxb3.
Der letzte Versuch zur Verteidigung besteht im Gegenangriff, denn auch die weiße Grundreihe ist prinzipiell schwach. 1. ... Td8 verhindert das sofortige Schlagen auf a3. Aber nach 2. Tcd5! gibt es kein Halten mehr. Abermals darf der auf der Grundreihe stehende schwarze Turm diese nicht verlassen, da sonst Db8+ folgt. Er muss erneut dem Angriff ausweichen, da er selbst sonst geschlagen wird und damit Matt folgt. Dann hat Weiß aber die Zeit sich den Turm auf a3 kostenfrei einzuverleiben.

Es gewinnt ebenso 1. Dc1. Das greift auch den Turm a3 an und droht Tc8 mit folgendem Matt. 1. ... Da6 deckt zwar nochmal den Turm a3 als auch gleichzeitig das Feld c8, doch durch 2. Tc6 wird die schwarze Dame gewzungen, entweder den Turm oder das Feld c8 wieder freizugeben. 2. ... Db7 schafft keine Abhilfe, da Weiß mit 3. Tcd6! eine erneute Mattdrohung schafft und damit wieder die Zeit gewinnt, den Turm auf a3 zu schlagen.

Adventskalender

8. Türchen

08.12.2020

Kurz und knapp, das Türchen 8:

Weiß ist am Zug und gewinnt. Die Weißen Figuren schauen bedrohlich gegen den schwarzen König. Wie nutzt Weiß das aus?

Türchen Nr. 8 - Weiß am Zug

Lösung

Hier vorab mal ein Tipp wie man auf die Lösung kommt. Auffällig ist, das die lange schwarze Diagonale scheinbar gut durch den schwarzfeldrigen Läufer gedeckt ist. Doch auch Weiß war nicht faul und hat den eigenen Läufer bereits auf diese Diagonale gebracht und die f-Linie geöffnet. Das lässt sich gut mit den restlichen, aktiv stehenden Figuren kombinieren. Wenn man nun ungefähr weiß, dass die schwarze Diagonale also doch gar nicht so sicher geschützt und angreifbar ist, sucht man nach Zügen, die das ausnutzen.

Im vorliegenden Beispiel zeigte uns der russiche Großmeister Dolmatov wie das geht: Er opfert für einen Tempogewinn seinen Springer mittels 1. Sc6!. Nun ist sowohl die Dame bedroht, als auch die Diagonale geräumt und somit der schwarzfeldrige Läufer des Schwarzen durch den weißen Läufer und Turm angegriffen. Nach dem also erwzungenen 1. ... bxc6 geht das Qualitätsopfer 2. Txf6!. Ein Schlagen des Turms mittels 2. ... gxf6 scheitert an 3. Dg3+ Kh8 4. Dg5! und Schwarz muss im folgenden nach Schlagen des gefesselten Bauern f6 durch den Läufer seine Dame abgeben. Zusätzlich droht nach Txf6 auch einfach Txd6 und herber Materialverlust. Dolmatovs Gegner, der Franzose Lautier, versuchte noch 2. ... cxd5, fand sich aber nach 3. Txd6 Dc7 4. Dd4 f6 5. Dxd5+ Kh8 6. Txd7 sogar seines zweiten Läufers beraubt, da 5. ... Tf7 an 6. Dxa8 scheitert.

Soweit so gut, also darf man natürlich den Turm im zweiten Zug nicht zurück nehmen, aber was ist die Alternative? Es gibt sie leider nicht. Schwarz ist nun dem schwarzfeldrigen Läufer auf Dauer schutzlos ausgeliefert. Dolmatov muss nur noch seinen anderen Turm über a4 auf den Königsflügel werfen und setzt bald danach matt, während die oben beschriebene Kombination bestehen bleibt und die schwarzen Figuren zur Untätigkeit verdammt. Hier zeigt sich wieder das alte Sprichwort beim Schach "Läufer unterschiedlicher Farbe begünstigen den Angreifer"

Adventskalender

7. Türchen

07.12.2020

Türchen 7. zeigt eine Stellung in der beide Seiten auf Angriff spielen. Dementsprechend ist diese Aufgabe auch eigentlich gedoppelt. Ihr dürft nämlich einmal austüfteln wie Weiß am Zug gewinnt und einmal wie Schwarz am Zug gewinnt.

Türchen Nr. 7

Lösung

Auch diese Aufgabe bedarf einiges an Ausdauer, wie die vielen, wenn auch nicht allzu schweren Varianten zeigen. Fangen wir mit dem weißen Angriff an, der nämlich einfacher durchzurechnen und weniger variantenreich ist:
Der schwarze König steht schon in der Schusslinie der weißen Schwerfiguren, ohne das eigene Kräfte am Ort des Geschehens wären. Zunächst wird die h-Linie geöffnet:

1. hxg7+ Kxg7 (1. ... Kg8 2. Dh8#) 2. Dh7+ Kf6 (wieder erzwungen: 2. ... Kf8 3. Dxf7#) 3. Dxf7+ Ke5 4. Tde1+ Te3 5. Txe3+ Se4 6. Th5#.
Auch 3. ... Kg5 führt nach 4. Tdg1+ Tg3 5. Txg3# zum Matt.

Nun zum schwarzen Angriff. Hier gibt es sehr viele, schön anzusehende Varianten:

1. ... Txa2+ Dieses Turmopfer ist der grundsätzliche Öffner. Wie sein Pendant hat der weiße König keine Hilfe von seinen Figuren und ist ein leichtes Ziel. 2. Kxa2, ein Muss, denn auf 2. Kb1 folgt schlicht 2. ... Dxb2#.
2. ... Da4+
Hier gliedert sich der Baum in zwei Äste. Die Hauptvariante lautet:
3. Kb1 Dxc2+ 4. Ka2 Ta3+! 5. Kxa3 Db3#. Auf 4. Ka1 folgt 4. ... Ta3+! 5. Lxa3 Sb3#.

Und Variante zwei:
3. La3 Txa3+ 4. Kb1 Ta1+ 5. Kb2 Da3# oder
3. La3 Txa3+ 4. Kb2 Ta2+ 5. Kb1/Kc1 Dxc2#

Zimmner Jubiläumsopen jetzt online!

Link zur Turnierseite

06.12.2020

Die zweite Überraschung ist der Link zur nun online gegangenen Seite des Jubiläumsturnieres, dem Zimmner Jubiläumsopen.

Einige Informationen und Unterseiten sind noch nicht vollständig oder im Aufbau, also nicht wundern, wenn es noch etwas unfertig scheint.

Adventskalender

6. Türchen

06.12.2020

Zu Nikolaus verbergen sich hinter dem dazugehörigen Türchen zwei Überraschungen:

Einerseits die hier vorliegende Aufgabe aus dem Weltmeisterschaftskampf zwischen Kramnik und seinem Herausforderer Anand.

In der fünften Partie dieses Wettkampf opferte Kramnik im 29. Zug einen Springer, gewann in Folge der dadurch eingeleiteten, sechs Züge langen Kombination seine Figur zurück, übersah aber eine weitere Kombination nach erreichen der abgebildeten Stellung. Anand ließ sich diese Chance nicht ungenutzt und gewann mit Schwarz am Zug.

Türchen Nr. 6 - Schwarz am Zug

Lösung

Nach seiner sechs Züge langen Kombination, sahen Kramniks Bauern auf dem Damenflügel sehr stark aus und wären auch nur äußerst schwer bis gar nicht zu stoppen gewesen. Allerdings hatte Anand hier selbst wie gesagt eine schöne, gewinnbringende Kombination drin.

Dem weißen König kann ordentlich zugesetzt werden: 1. ... Se3! droht einfach Txf1 mit Matt. Die vermeintliche Abhilfe 2. fxe3 verschafft keine Verschnaufpause, denn nach 2. ... fxe3 läuft dieser nun gebildete Freibauer einfach durch, außer Weiß opfert viel Material. Was Kramnik in seinen Berechnungen übersah, war, dass der Freibauer ebenfalls das Feld f2 abdeckt, das sein König nun nicht nutzen kann, um die Fesselung des Läufers aufzuheben und seinen König ins Spiel zu bringen. Er gab an dieser Stelle auf.

Man kann an dieser Stelle mit 3. Tc7 ein Ablenkungsopfer bringen, das verlängert das Ende aber nur bedingt: nach 3. ... Txc7 4. g3 Tc1 5. Kg2 (sonst e2 im nächsten Zug) Tc2+ verliert Weiß zusätzlich den Läufer und die Sache ist klar.

Bspw: 6. Kf3 Tf2+ nebst 7. ... Txf1. Geht der König nach dem Turmschach auf c2 auf ein anderes Feld als f3, kann Schwarz den Freibauern nach e2 vorschieben, wo der Läufer sich gegen diesen opfern muss.

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5. Türchen

05.12.2020

Einen Samstag startet man bekanntlich ja leicht, es ist immerhin Wochenende. Also gibt es zum 5. Türchen eine leichte Mattaufgabe.

Die abgebildete Stellung entstammt abermals dem Finale des Skilling Opens, das zwischen Magnus Carlsen und Wesley So gespielt wurde. Eigentlich ist in der Stellung nicht mehr viel los. Bei ungleichfarbigen Läufern und sonstigem materiellen Gleichstand sollten sich beide Parteien bald auf Remis einigen, da keiner wirklich Fortschritte machen kann. Immerhin beherrscht Weiß (Wesley So) die weißen, Schwarz (Magnus Carlsen) die schwarzen Felder komplett.

Wesley So gab zuletzt auf e3 mit der Dame ein Schach. Magnus Carlsen muss sich nun entscheiden, wie er dieses Schach abwehrt. Zur Auswahl stehen die Züge 1. ... De5, 1. ... Le5, 1. ... Kf8, 1. ... Kd8. Welchen Zug wählt ihr bzw. welchen Zug spielt ihr nicht?

Türchen Nr. 5 - Schwarz am Zug

Lösung

Wer sich für einen der Züge 1. ... De5, 1. ... Le5 oder 1. ...Kd8 entschieden hatte, hält den halben Punkt sicher fest.

Der Weltmeister wählte allerdings den fatalen Zug 1. ... Kf8, wonach sein König über die weißen Felder des Königsflügels einer Treibjagd bis zum Matt ausgesetzt wurde:

1. ... Kf8?? 2. De8+ Kg7 3. Df7+ Kh6 4. Dh7+ Kg5 5. Dh5+ Kf4 6. Df5#.

lichess Turnier am 11. Dezember

Weihnachtsblitz wird virtuell nachgeholt

04.12.2020

Da heute der erste Freitag im Monat ist und wir heute normalerweise unser Weihnachtsblitzen hätten, dachte sich der Vorstand wir bieten es euch trotzdem virtuell an. Am kommenden Freitag, dem 11. Dezember also, wird es ab 20 Uhr ein Turnier auf lichess.org geben, an dem ihr alle erneut herzlich eingeladen seid teilzunehmen. 

Ich biete hier auch nochmal jedem ausdrücklich meine Hilfe an, wenn er Probleme hat sich auf der Plattform lichess anzumelden und zurecht zu finden. Es wäre schön, wenn möglichst jeder interessierte mitspielen und später freitags online mit uns trainieren würde. Denn so wie die Sache aussieht, werden die Maßnahmen bis März verlängert und ein persönliches Training im Glöckelchen nicht möglich sein.  Also meldet euch bei Interesse, ich helfe gern! 

Im Laufe der Woche werde ich auch wieder die betreffenden Links rumgeben.

Adventskalender

4. Türchen

04.12.2020

Zum 4. Türchen wird es etwas leichter, aber nur etwas! Obwohl schon einige Figuren das Brett verlassen haben, kann Weiß gewinnbringend die verbliebenen Kräfte mobilisieren.

Türchen Nr. 4 - Weiß am Zug gewinnt

Lösung

Auch hier gibt es wieder einige naheliegenden Züge. Zum Beispiel sieht Lc4+ stark aus, da der schwarze König schon luftig steht. Doch der "Knacker" ist das zwischenzeitliche Läuferopfer 1. Lxg6! Danach wird die Stellung des Königs noch weiter geöffnet. Nach den erzwungenen Zügen 1. ... hxg6 (sonst Matt auf h7) 2. Dxg6+ gibt es die folgenden drei Varianten:

1) 1. Lxg6 hxg6 2. Dxg6+ Lg7 3. Te8+ mit dem Gewinn der Dame und deutlichem Materialvorteil bei immer noch gefährdetem König.

2) 1. Lxg6 hxg6 2. Dxg6+ Kh8 3. Te8+ mit dem selben Ergebnis wie Variante 1)

3) 1. Lxg6 hxg6 2. Dxg6+ Kf8 3. Te4! mit der Idee Tf4 und erneut entscheidendem Materialgewinn.
Der letzte Versuch der Verteidigung besteht nun darin, den Turm a8 zu aktivieren: 3. ... a5 4. Tf4 Ta6 und der Läufer ist vorerst ausreichend gedeckt, doch nach 5. Sg5 droht unabwendbar Matt. Auf 5. ... De8 (5. ... Ke7 6. Dh7+ Kd6 7. Sf7+ nebst Sxd8 +-) folgt 6. Txf6+ Txf6 7. Sh7+ Ke7 8. Dxf6#.

Adventskalender

3. Türchen

03.12.2020

Nun wird es erneut schwerer! Die hinter Türchen Nummer 3 verborgene Aufgabe benötigt viel Ausdauer und einiges an Variantenberechnung. Durchrechnen lohnt sich trotzdem, denn die Ästhetik ist nicht zu vernachlässigen.
Weiß am Zug gewinnt:

Türchen Nr. 3 - Weiß am Zug gewinnt

Lösung

Und die Lösung zu gestern. Zugegeben, die Aufgabe war lange und schwer, aber ab und zu muss ich auch einen Kracher bringen. Die nächsten Aufgaben werden aber wieder leichter.
Weiß gewinnt durch das naheliegende Springeropfer 1. Sg6+. Darauf folgen zwei Varianten:
1) Schlägt schwarz diesen Springer mit 1. ... Sxg6 folgt 2. hxg6, nun droht einfach Txh7 matt. Daher 2. ... h6 3. Txh6+! Sxh6 4. Th1. Die Mattidee wird erneuert, denn der Springer ist dank der Fesselung des Bauern g7 durch den Läufer auf c3 nicht gedeckt. Der letzte Versuch, das Matt zu verhindern, ist die Diagonale zu sperren und so den Bauern g7 zu entfesseln, was aber auch scheitert: 4. ... Tf6 5. Txh6+! gxh6 6. Lxf6#
2) schlägt schwarz nach 1. Sg6+ mit hxg6 folgt 2. hxg6+ Sh6 3. Tde1, was droht erneut die lange Diagonale durch Entfernen des Springers auf e5 zu öffnen. Schwarz kann hier jetzt wieder nur verlängern: 3. ... Tf6, schließt präventiv die lange Diagonale, aber muss sie nach 4. Sf7+! direkt wieder frei räumen: 4. ... Txf7 5. Lxf7 und der Angriff schlägt durch. Bspw.: 5. ... Lb4 (Versuch der Ablenkung des Läufers von der langen Diagonalen) 6. Txe5! Lxc3 7. Te8# oder 5. ... Ld7 6. Txe5! dxe5 7. Txh6+ gxh6 8. Lxe5# oder ebenfalls schön 5. ... Ld7 6. Txe5 Lb4 7. Txh6+ gxh6 8. Te8# Abzug mit Doppelschach, bei dem beide schachbietenden Figuren angegriffen sind.

Adventskalender

2. Türchen

02.12.2020

Und sogleich geht es weiter mit dem zweiten Türchen. Nachdem schon so mancher monierte, dass die erste Aufgabe recht einfach war, kommt hier eine etwas härtere Nuss von Dominik, der mit den weißen Figuren die Partie durch Matt beendete. Die Frage ist nur wie?

Türchen Nr. 2 - Weiß am Zug gewinnt

Lösung

Und hier die Lösung für Dominiks Partie: Es erscheinen einige Züge attraktiv, doch direkte Opfer wie Sg6+ oder Lxg7+ funktionieren nicht. Der Doppelangriff 1. De7 bringt den Gewinn. Einerseits droht Dxg7# und andererseits Dxf8#. Beide Drohungen lassen sich gleichzeitig nur durch 1. ... Tg8 verhindern, doch danach gewinnt nach 2. Sg6+ hxg6 3. Dh4#.

Hier noch ein paar Anmerkungen, da die Stellung sehr lehrreich ist.

Was sind hier typische Stellungsmerkmale? Die weißen Figuren sind entwickelter, stehen deutlich aktiver und wurden schon zum Teil gefährlich gegen den schwach geschützten schwarzen König aufgezogen. Im Vergleich hierzu sind die schwarzen Figuren nicht koordiniert. Die schwarze Dame steht sinnlos am Rand, der Läufer zielt passiv auf den Bauern d5 und der halbe Damenflügel ist noch nicht mal ansatzweise entwickelt. Das lässt in Summe die Stellung so kippen, dass die von Dominik angesetzte Kombination möglich wird. 

Und welche Taktiken wurden konkret angewendet? De7 ist ein Mehrzweckzug mit doppelter Mattdrohung, unwiderstehlich für schwarz, darauf muss reagiert werden. Zeit bspw. den Läufer b2 zu schlagen bleibt nicht. Gleichzeitig stellt es die Dame auf die Diagonale h4-d8. Tg8 blockiert ein wichtiges Fluchtfeld für den König. Danach folgt ein doppeltes Räumungsopfer auf g6. Einerseits macht der Springer h4 für die Dame frei, anderseits lenkt er den Bauern h7 ab, der die h-Linie öffnet oder "räumt". 

Was lernen wir also daraus?
1) Figurenentwicklung ist überaus wichtig. Die ganze Kombination wäre nicht möglich,  wenn schwarz bspw. schon den Sb8 nach a6 oder d7 entwickelt hätte. Wahrscheinlich wurde aber wichtige Zeit mit Damenausfällen vergeudet. Entwickelt euch also immer, bevor ihr angreift!
2) Koordination nicht vernachlässigen. Die Figuren müssen auch zusammen und aktiv spielen, sonst nützt die beste Entwicklung nichts.
3) Wer die Initiative hat, hat einen Vorteil, denn er bestimmt das Geschehen und verhindert die Ausführung möglicher Pläne des Gegners.

Adventskalender

1. Türchen

01.12.2020

Da die Tage vor dem Weihnachtsfest in aller Regel mit einem Adventskalender runtergezählt werden, dachte ich mir, dass ich auch einen Adventskalender mache, nur mit Schach verbunden. Das heißt im konkreten, es wird jeden Tag ein Türchen geöffnet und Ihr könnt dann hier sehen, was sich dahinter verbirgt. Neben Aufgaben und interessanten Stellungen wird es natürlich auch die ein oder andere Überraschung geben.

Zum ersten Türchen habe ich eine Stellung aus dem Finale des Skilling Opens. Die beiden Finalisten, Wesley So mit Weiß und Weltmeister Magnus Carlsen mit Schwarz, haben die abgebildete Position so nicht gespielt, aber die Stellung zeigt eine schöne, möglich gewesene Variante. Weiß am Zug gewinnt durch eine kleine Kombination.

Türchen Nr. 1 - Weiß am Zug gewinnt

Lösung

Weiß am Zug gewinnt durch 1. Txf5 einfach den Läufer, da sich ein zurückschlagen mit der Dame durch den folgenden Spieß verbietet: 1. ... Dxf5? 2. Dd8+ Kh7 3. Ld3!

Schachclub bis auf Weiteres zu

Maßnahmen beeinträchtigen Training

10.11.2020

Die am 02. November in Kraft getretenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie zwingen auch uns die Türen vom Verein vorerst wieder zu schließen. Wann wir wieder unsere Pforten öffnen und gemeinsam im Glöckelchen trainieren können ist ungewiss.

Ich versuche online eine Art Ersatztraining aufzuziehen, doch dafür benötigt es auch eurer Zutun. Zu aller nächst braucht man bei lichess.org einen eigenen Account. Dann kann man da schon mal gegen Leute aus aller Welt spielen, oder unserer Gruppe SC Groß-Zimmern beitreten. Hier haben wir die Möglichkeit interne Turniere zu veranstalten und gegen andere Vereine anzutreten. Man kann auch gemeinsam Aufgaben lösen, Stellungen und Partien analysieren oder anderen Spielern, insbesondere Großmeistern beim Spielen zuschauen.

Wenn wir gleichzeitig miteinander reden möchten, bedarf es eines Mikrofons für den Rechner (sofern keines schon verbaut ist) und einem Account auf discord.com. Ich hab da einen Server für uns eingerichtet.

Die genauen Links zu unseren Gruppen bzw. Server erhaltet ihr von mir. Dann bin ich mal gespannt, ob wir es nun im zweiten Lockdown online hinbekommen.

Erneute Einschränkungen?

Coronamaßnahmen werden verschärft, HSO abgesagt

13.10.2020

Die in den letzten Tagen gestiegenen Infektionen bzw. die dafür erhobenen Kennzahlen veranlassen die Politik erneut Maßnahmen zur Eindämmung zu ergreifen. Inwiefern diese erneut so ausschweifend und übergreifend werden, wie im Frühling des Jahres, lässt sich momentan nicht abschätzen. Klar ist nur, dass das auch wieder Auswirkungen auf die Schachwelt und damit im speziellen auch auf unseren Trainingsgabend haben wird. Man wird sich über den Winter wohl warm anziehen müssen, da die Auflage oftmals zu lüften wohl bestehen bleiben wird.

Während im norwegischen Stavanger das angeblich stärkste Turnier der Welt unter normalen Bedingungen, also mit den Spielern an einem Brett ohne Maske, läuft, namentlich das Altibox Norway Chess 2020 (hier live Übertragung bei YouTube), wurde das Heusenstammer Sparkassen Open 2020 mit Hinblick auf die erneuten Auflagen für Veranstaltungen abgesagt, da ein Turnier mit 50 Leuten - und das ist bis Ende November auch noch nicht sicher - dem Organisator Hans-Dieter Post nicht sinnhaft erscheint. Dem muss ich leider zustimmen und erachte die Absage als einzig richtige Entscheidung. Das Sparkassen Open ist sonst ein mittelgroßes Open mit bis zu 400+ Teilnehmern, das seinen etablierten Platz im Kalender der Schachfreunde hat. Eine Ausgabe mit 50 Spielern würde dem Turnier nicht gerecht werden.

Es bleibt also spannend, um es freundlich auszudrücken, wie Corona die Schachwelt beeinflussen wird, insbesondere auf unserem Niveau und lokaler Ebene.

Für den Einstieg ist Online-Schach eine klasse Sache

Groß-Zimmerner Denksport-Freunde warten auf Boom aus dem Internet / Turnier zum 100. Geburtstag geplant

05.10.2020

Der von mir vor zwei Tagen besagte bzw. angekündigte Bericht ist nun am heutigen Montag erschienen. Wie versprochen stelle ich ihn hier nun auch online, um ihn festzuhalten. Geschrieben wurde er von Julius Prior, der mich vorab sowohl interviewt als auch die Bilder gemacht hatte.

Schach ist der einzige Sport, der auch in Zeiten von Corona ohne große Einschränkungen fortgeführt werden kann. Nicht etwa am Brett mit Freunden, in der Konrad-Adenauer-Anlage mit den riesigen Spielfiguren oder auf Wettkämpfen, sondern online – vorm PC und auf dem Handy. Der Weltmeister Magnus Carlsen veranstaltet regelmäßig online-Turniere mit der Weltspitze und auch die Bundesliga in Deutschland wird online durchgeführt. Doch einen regelrechten Online-Schach-Boom lösten die „Amateur-Turniere“ aus, die sowohl im englischsprachigen, als auch im deutschsprachigen Bereich live gestreamt wurden. Das Turnier „Zugzwang“, welches von dem erfolgreichen YouTube-Kanal „RocketBeans TV“ veranstaltet wurde, brachte den Denksport auch bei der deutschen Jugend wieder im Wortsinn auf den Schirm.

„Lokal merkt man davon bisher leider nichts“, sagt Steffen Heß, der Vorsitzende des Schachclub Groß-Zimmern 1921. Das könne jedoch auch an der derzeitigen Corona-Situation liegen, erklärt er weiter. Für den Anfang ist es auch einfacher, das Spiel online zu lernen, da der PC anzeigt, wie sich welche Figur bewegen kann. „Für den Einstieg ist das eine klasse Sache“, erklärt Heß, „es ist aber was anderes, wenn man am Brett sitzt und seinen Gegner vor sich hat. Da ist mehr Aufregung dabei.“ Als die ersten Corona-Einschränkungen galten, hat der Verein auch versucht, die monatlichen Blitz- Turniere online abzuhalten. Beim „Blitzen“ hat jeder Spieler insgesamt nur fünf Minuten Zeit. „Das hat den Vorteil, dass man nicht ewig sitzen muss“, erklärt Heß. „Das online-Spielen ging bei uns aber mächtig in die Hose“, lacht Heß, „weil nicht jeder mit den Computern umgehen kann.“ Umso besser ist es, dass sich der Verein wieder persönlich treffen kann. Nun hat jeder sein eigenes Brett und muss somit auch die Figuren des Gegenspielers ziehen. Da kann es auch mal passieren, dass plötzlich zwei unterschiedliche Spiele gleichzeitig auf den Brettern sind, wenn vergessen wird den Zug des Gegners nachzumachen. Auf Zeit spielen geht durch die extra-Züge jedoch immer noch nicht.

Neben den Vereinsinternen Turnieren fallen natürlich auch die Ligaspiele aus. Im nächsten Jahr hofft der Schachclub jedoch selbst wieder ein großes Turnier veranstalten zu können. Zum 100-jährigen Jubiläum soll ein Turnier mit 100 Spielern veranstaltet werden, bei dem jeder mitspielen darf. „Wer sich vorher noch verbessern möchte, kann gerne zu uns kommen“, lacht Heß. Der Schachclub trainiert jeden Freitag ab 19 Uhr im Glöckelchen.

Der Bericht

Schach in Zeiten von Corona

Wie ein Trainingsabend aussieht

03.10.2020

Wer sich gefragt hat, wie ein normaler Trainingsabend in Zeiten von Corona bei uns aussieht, darf sich gerne an dem gezeigten Bild orientieren. Nach unserem genehmigten Hygienekonzept muss jeder an seinem eigenen Brett spielen und die Züge für sich und den Gegner machen. Abgesehen davon muss der übliche Abstand gehalten werden.

Wie Schach durch Corona beeinflusst wurde und wie aus unserer bzw. meiner Sicht die Zukunft des Sports im Hinblick der Pandemie aussieht, erfährt man bald in einem Zeitungsartikel, der im Zimmner Lokalanzeiger erscheinen wird. Wenn es soweit ist, werde ich ihn auch hier nochmal veröffentlichen.

Ein normaler Trainingsabend

Bezirksmeisterschaften 2020

Trotz Corona gelungenes Turnier in Babenhausen

06.09.2020

Über das nun vergangene Wochenende fanden trotz aller Umstände die diesjährigen Bezirksmeisterschaften in Babenhausen statt, wo sie in die dortige offene Stadtmeisterschaft integriert sind. Insgesamt fanden sich 34 Teilnehmer zusammen, um unter verschäften Spielbedingungen die Sieger auszuspielen. Gespielt wurde an einem zuvor desinfizierten Brett und mit dauerhaftem Mund-Nasen-Schutz. Diese Widrigkeiten hinderten das Teilnehmerfeld diesmal nicht daran, die vorherigen Besetzungen der Bezirksmeisterschaften in Sachen Spielstärke zu übertreffen. Der Hauptanteil der Teilnehmer fand sich im Ratingbereich zwischen 1700 und 2000 wieder, demenstprechend umkämpft waren sowohl die vorderen Plätze, als auch die Preisränge.

Von uns waren Martin und ich dabei und fanden es beide schön, mal wieder an einem echten Brett gegen einen echten Gegner spielen zu können, wenn auch über Stunden nur mit aufgesetzter Maske. Wie jedes Jahr war das Turnier ein gesetzter Meilenstein im persönlichen Kalender und auch dank guter Organisation sehr atmosphärisch. Mein Dank gebührt all denen, die es möglich gemacht haben, das Turnier während dieser schwierigen Zeit durchzuführen und auch durchzuziehen! Das gilt insbesondere den Babenhäuser Schachfreunden, die das Turnier ausrichten.

Ergebnisse gibt es beim Fallenden König Babenhausen

Saison wird ins Frühjahr 2021 verlängert

Obere Klassen fällen Entscheidung

27.08.2020

Nach sehr langen und widrigen Beratungen haben sich die oberen Klassen bis hin zur Oberliga nun entschieden, wie es mit der angefangenen, aber durch Corona unterbrochenen Saison 2019/2020 weiter gehen soll. Allen voran die Bundesliga als Präzedenzfall hat entschieden die Saison bis ins Frühjahr 2021 auszudehnen und die versäumten Spieltage an einem anderen Datum nachholen zu lassen. Diesem Entschluss sind bislang der Reihe nach alle Ligen bzw. Verbände gefolgt und verlängern ebenfalls ihre Runden. Unser Bezirk möchte weiterhin die Entscheidung des hessichen Schachverbandes abwarten, prognostiziert allerdings, dass sich dieser, gerade im Hinblick auf eine sonst aufkeimende Diskussion um Auf- und Absteiger, den höher getroffenen Entscheidungen anschließen wird. Dementsprechend will man dann auch im Bezirk handeln.

Das heißt also, dass wir uns darauf einstellen können, unsere beiden Spiele in der Starkenburgliga und der A-Klasse irgendwann nach zu holen. Daneben fällt natürlich auch die eigentlich jetzt im September anlaufende Saison 2020/2021 aus, sodass im Falle des Falles erst wieder ab September 2021 regulär gespielt werden könnte. Mir persönlich gefällt das nicht, aber ändern kann ich es auch nicht. Wenn man es positiv sehen möchte, kann man immerhin nun sicher sein, dass es mit der Entscheidung, die Saison fortzusetzen, gleichfalls zwei Sachen für den Schachclub zu feiern gibt: Denn wenn die Saison fortgesetzt und beendet wird, wird sie nicht abgebrochen oder annulliert. Das hat zur Folge, dass unsere erste Mannschaft in der Starkenburgliga verbleibt und noch besser unsere zweite Mannschaft in die A-Klasse aufsteigt, ganz gleich wie die letzten beiden Spiele ausgehen sollten.

Grillfest voller Erfolg

Schachclub begeht Saisonabschluss

17.08.2020

Nach langer Suche nach einem Termin und unter Einführung nebst Einhaltung aufgestellter Hygieneregeln- und Maßnahmen haben sich am vergangenen Samstag dann doch 16 Schachfreunde bei Roland zu unserem alljährlichen Saisonabschluss- oder kurz gesagt Grillfest einzufinden. Es wurde sogar ein Blitzturnier, wenn auch etwas umständlich wegen den Hygienevorschriften, nachgeholt. Zu finden ist das Ergebnis dieses als Monatsturnier für den April abgelegten Turniers unter dem Punkt Vereinsmeisterschaft.

Gebührend Dank gehört neben allen Mitgliedern, die trotz der widrigeren Umstände gekommen sind, auch wieder besonders Roland, der neben der Location die Organisation und Hauptarbeit getragen hat, dass das Fest nicht nur stattfinden kann, sondern auch seinen Namen verdient. Jetzt bleibt nur ein kleiner Makel an der ganzen Geschichte zu erwähnen: Die Entscheidung, ob die Saison denn überhaupt wirklich abgeschlossen ist oder doch noch fortgeführt wird, fällt erst noch. Das ist aber nicht mehr unsere Sorge.

Schachclub trifft sich wieder

Training unter Einhaltung hygienischer Standards wieder möglich

Nach der Vorlage eines Hygieneplans für das Training des Schachclubs ist es freitags wieder möglich sich zu treffen. Allerdings entfällt aufgrund der Ferien weiterhin das Kinder- und Jugendtraining. Der angesprochene Hygieneplan findet sich als Aushang im Schachclub selbst. Das Training freitags beginnt immer um 20:00 Uhr.

Schach in Zeiten des Lockdowns

Wie geht es weiter in der Saison?

Wie geht es mit der Saison 2019/20 weiter, sofern es denn weiter geht? Die Frage stellt sich insbesondere nach der Absage der bereits zuvor schon verschobenen letzten zwei Spieltage immer öfters. Wir müssen einfach abwarten, was die höheren Verbände machen und was schlussendlich unser Bezirk beschließt. Egal, was am Ende dabei raus kommt, es ändert an unserer sportlichen Situation glücklicherweise erst mal nichts. Die erste Mannschaft verbleibt in der Starkenburgliga, die zweite steigt auf. Natürlich besteht allerdings noch die Möglichkeit einer Annullierung der Saison samt Wiederholung derselben. Dann wären beide sportliche Erfolge auf die Probe gestellt, ob auch sie dann wiederholt werden können. Das Szenario halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich.
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Schachclub nun online

Training auf lichess.org

Liebe Schachfreunde,
Unser Onlinetraining findet unter folgendem Link statt: lichess.org

Schachclub vorübergehend geschlossen

Training fällt wegen Eindämmungsbestimmungen aus

Liebe Schachfreunde,
Die Gemeinde Groß-Zimmern hat das Glöckelchen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Außerdem werden von der Bundesregierung weitere Regelungen getroffen, die eine Zusammenkunft der Vereine zwecks Training vorübergehend aussetzt. Das betrifft natürlich auch unseren Schachclub, sodass wir, bis anderes verlautet wird, das Training ausfallen lassen müssen.

Ich werde auf lichess.org für Freitag einen Raum erstellen, in dem wir Partien spielen und zusammen online trainieren können. Das Monatsblitzturnier im April wird ebenfalls online stattfinden.

Bezirkstag, Ligabetrieb und Turniere abgesagt

Covid-19 macht vor Schachwelt nicht Halt

Durch die Ausmaße der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus bedingt, wurden in den letzten Tagen die Spielbetriebe auf Bundes- sowie Landesebene eingestellt und bis in den Mai hinein verschoben. Neben den verschiedenen Stellungnahmen des Schachbundes zur Entwicklung der mittlerweile von der WHO als Pandemie eingestuften Verbeitung gibt es auch Verhaltensempfehlungen seitens des Schachbundes. Auf Landesebene wurde dem Beispiel des Deutschen Schachbundes folgend der Spielbetrieb für die kommenden Spieltage abgesagt und ebenfalls verschoben. Entsprechend schnell wurde auch der kommende 10 Spieltag des Starkenburger Bezirks auf den 17. Mai verlegt und der für morgen geplante Bezirkstag vorerst gecancelled.

Daneben haben die ersten Organisatoren der im Frühjahr sonst stattfindenden Schachopen bereits ihre Events abgesagt. Unter anderen bedauere ich persönlich hierbei das Grenke Chess Open in Karlsruhe, das Europas größtes Schachturnier darstellt, habe aber natürlich Verständnis für diesen Schritt. Währenddessen ich diese Zeilen schreibe ist die Deutsche Amateurmeisterschaft in Darmstadt weiterhin geplant, bietet den bereits angemeldeten Teilnehmern aber einen jederzeit möglichen Rücktritt an. Ich gehe davon aus, dass der DSAM-Cup ebenfalls die nächsten Tage abgesagt wird.

Mannschaften siegen im Gleichschritt

Heimspiele werden beide gewonnen

Groß-Zimmern I. - Reinheim/Groß-Bieberau I. 5½ : 2½
Einen ungefährdeten Heimsieg gab es heute für die erste Mannschaft. Während Reinheim/Groß-Bieberau schon nur zu sechst antrat (Lukas an Brett 4 und ich an Brett 1 hatten keinen Gegner) und wir somit von Beginn an 2:0 vorne lagen, hatten wir mit Martin die Mannschaft auf acht Mann aufgefüllt. Jasko, heute an Brett 6 spielend, steuerte als erster einen weiteren halben Punkt zum Punktekonte bei. Beide Parteien hatten nach vollständig abgeschlossener Entwicklung guten Zugriff aufs Spiel, sodass es bei einem leichten Abtasten und schnellem Neutralisieren feindlicher Drohungen blieb. Auf ein weiteres Auskämpfen der Partie wurde durch die Punkteteilung verzichtet.
Harald indes kämpfte bis zum Schluss. Nachdem auch hier beide Spieler ihre Entwicklung ordentlich abschlossen, ließ sich Haralds Gegner einen unästhatischen Doppelbauern auf der d-Linie verpassen, der Harald die Möglichkeiten am Damenflügel überließ, Spiel zu generieren. Harald ließ sich nicht zweimal bitten und schob an Raum gewinnend seinen b- und c-Bauern vor. Weiß suchte nun am Königsflügel Gegenspiel und Abtauschmöglichkeiten, die er auch fand, da Harald zumindest den ein oder anderen Abtausch zuließ bzw. auch selbst suchte. Schlussendlich brachten es beide auf ein paar Bauern plus einen Läufer, wobei der optische Vorteil zunächst auf Seiten des Weißen lag, dessen Bauernmajorität im Zentrum beweglich war, im Vergleich zu Haralds Majorität am Damenflügel, die insbesondere durch einen rückständigen a-Bauern neutralisiert schien. Nachdem auch die letzten beiden Läufer das Brett verlassen hatten, belehrte Harald die Zuschauer allerdings eines besseren, machte seine Bauernmajorität unter Aufopferung des a-Bauern mobil und zog dank einhergehendem Schachgebot gleichzeitig zu Dame ein. Durch Dauerschach wurde dann auch hier das Remis besiegelt.
Roland durfte in seinem Spiel das Zentrum stark mit Bauern und Figuren besetzen, wusste danach aber leider nicht genau, wie er das Spiel weiter aufziehen sollte. Der die schwarzen Steine führende Gegner setzte mit e5 zum Gegenstoß im Zentrum an und setzte Rolands aufgerückte Bauern am Königsflügel unter Druck, ehe er einen davon gewann. Roland konnte allerdings durch aktives Spiel und eine Umgruppierung des Springers den Bauern zurückerobern, weswegen er vorrausschauend Remis anbot, das auch angenommen wurde. Jetzt fehlte nach drei Punkteteilungen hintereinander nur noch ein voller Punkt, um den nächsten "Zweier" zu sicher. Martin musste sich allerdings zwischenzeitlich geschlagen geben, nachdem seine Partie im Mittelspiel zu Gunsten des Gegners kippte. Ein zu forscher Vorstoß der eigenen Rochadebauern und die schwache c-Linie ließen einen Schwerfigurenangriff des Gegners auf Martins König unwiderstehlich werden.
Am dritten Brett wurde bald darauf allerdings der entscheidende Sieg eingefahren: Dominik spielte wieder einmal die komplizierteste und schärfste Partie des Tages. Während Dominik auf dem Damenflügel einen Vorstoß vorbereitete, wurde er am Königsflügel von fast allen weißen Bauern und Figuren angegriffen. Weiß steckte sogar einen Springer ins Geschäft, um Dominiks König blank zu legen. Die Kombination aus äußerst zäher Verteidigung gepaart mit übermächtigen, im Zentrum positionierten Springern half Dominik aber die Kontrolle über die Partie zu wahren und auch letzte Drohungen zu neutralisieren, ehe das materielle Übergewicht zur Aufgabe des Gegners führte. Fast schon traditionell anmutend spielte Dieter erneut die letzte Partie des Tages. Nachdem Dieter in der Eröffnung etwas neues probierte und sich eine eher zugestellte Stellung entwickelte, setzte dessen Gegner auf Angriff auf dem Königsflügel. Dieter wehrte leicht alle Drohungen ab und nutzte einige ungenaue Züge des in starke Zeitnot geratenen Gegners aus, um eigene Figuren wieder ins Spiel zu bringen und ein deutlich besseres Endspiel mit jeweils einem Turm, einem Läufer und Bauern auf beiden Seiten zu erhalten. Dieters Vorteil bestand darin, dass er den berühmten "richtigen" Läufer besaß, der die gegnerischen Bauern aufs Korn nehmen konnte, während dessen Widerpart von denselbigen eingesperrt blieb. Im weiteren Verlauf lehnte Dieter das Remis ab und schob seine Bauern am Königsflügel gen gegnerische Grundreihe. Die Versuche mit dem weißen König die Bauern aufzuhalten scheiterten zuletzt an einer nicht mehr abzuwendenen Mattdrohung, die erst durch das zu aktive Spiel des Königs möglich wurde.

Nun sind auch die rechnerischen Abstiegsmöglichkeiten, die vor dem Spieltag mit 1,0% schon mehr als gering waren, endgültig vom Tisch. Mit 10 Punkten auf der Habenseite nähert man sich jetzt mehr dem oberen Tabellendrittel und nimmt bisweilen den vierten Platz ein.

Groß-Zimmern II. - Schachforum Darmstadt IV. 5½ : 1½
Der Bericht zum heutigen Spiel der zweiten Mannschaft, geht ähnlich dem der ersten los: Einen ungefährdeten Heimsieg gab es heute! Darmstadt trat ebenfalls mit zwei Mann weniger an, sodass die Ersatzleute Torsten und Manuel zwar leider keine Gegner hatten, dafür aber einen 2:0 Vorsprung von Beginn an ermöglichten. Gegen die nominell schwächeren Darmstädter wurde dann auch im Folgenden nichts anbrennen lassen. Innerhalb von kurzer Zeit wurde der Punktestand auf 5:0 erhöht.
Gerd gewann noch fast in der Eröffnung den weißen Bauer auf e4, musste aber sich aber noch fertig entwickeln. Gerds Gegner packte dann einen Abzug auf die Dame aus, der allerdings nicht korrekt war. Gerd gewann dadurch zwei Figuren für einen Turm, später sogar die Qualität und nutzte den materiellen Vorteil gewohnt souverän bis zum Matt aus. Genauso blitzsauber gewann Wolfgang, der schon in der Eröffnung den Gegner gut unter Kontrolle hatte und die weißen Figuren unter druckhaftes Dauerfeuer nahm, sodass diese zerstreut und unkoordiniert auf der Grundreihe strandeten. Einem schnellen Bauerngewinn folgte bald eine Springergabel, die die Qualität gewann. Als nach kurzer Königstreibjagd in Richtung Mitte auch die Dame durch einen Läuferspieß auf König und Dame verloren ging, gab Wolfgangs Gegner auf. Auch Kosto setzte sich als dritter Sieger im Bunde durch. Gerade mal 21 Züge dauerte seine Partie, in der er ein frühes Öffnen der Diagonale e1-h4 durch den Bauernvorstoß f3 schon durch ein Schach auf h4 zum Figurengewinn nutzen hätte können, ließ diese Chance aber zunächst aus. Als der weiße König lang rochierend Schutz am Damenflügel suchte, griff Kosto eben dort an und spießte wie Wolfgang in seiner Partie nach einer Ungenauigkeit des Weißen dessen Dame und König mit dem Läufer. Der folgende Verlust der Dame veranlasste Weiß die Partie sofort zu beenden.
Siegfried gab als einziger heute einen vollen Punkt ab. Bis ins Mittelspiel sah es gut aus, Siegfried verpasste seinem Gegner auf f6 einen Doppelbauern, während er im Gegenzug die eigene Königsstellung durch den Vorstoß g4 aufmachte und schwächte. Als dann das schwarze Läuferpaar immer mehr zur Geltung kam und die schwarze Dame über a3 ins eigene Lager eindringen konnte, kippte die Partie schnell. Über die schwarzen Felder und einem sehenswerten Bauernopfer wurde Siegfrieds König ins Mattnetz nach h4 getrieben. Den halben Punkt zum Endergebnis steuerte Paul am zweiten Brett bei. Nachdem er in der Eröffnung schon wertvolle Zeit zum Abtausch eines Springers verschwendete, konnte Schwarz seine Entwicklung vervollständigen und am Damenflügel genügen Gegenspiel erzeugen, sodass Paul ohne Erfolg versprechenden Angriff am Königsflügel zu haben Remis bot, das angenommen wurde.

Der Sieg festigt Platz 1 und den Aufstieg weiter. Rechnerisch ist es durch Punktgewinne der Verfolger noch immer möglich vom Thron gestoßen zu werden, aber praktisch nahezu ausgeschlossen.

Groß-Zimmern auf Hessenmeisterschaften

6 Zimmner in Gernsheim

Wie im Vorjahr durch einen dritten Platz bei den Bezirksmeisterschaften im Mannschaftsblitz für die Hessenmeisterschaften qualifiziert, haben sich dieses Jahr sechs blitzbegeisterte Zimmner nach Gernsheim begeben, die dieses Jahr zum 40. jährigen Bestehen des Vereins das Turnier zu sich in die Stadthalle holten.

Während man im letzten Jahr leider nur den letzten Platz belegen konnte, sollte dieses Jahr die rote Laterne an jemand anderen abgegeben und die guten Teams geärgert werden. Denn mehr als zum Spaß trat man nicht an, jedes andere Ziel wäre in einem so stark besetzten Turnier auch utopisch gewesen. Insgesamt machten sich 22 Mannschaften auf, den neuen Hessenmeister zu küren. Nachdem um halb 10 bei uns die Aufstellung (1. Steffen 2. Roland 3. Dominik 4. Martin 5. Paul 6. Kosto) geklärt war, konnte es pünktlich losgehen. Gegen Hungen-Lich, eine Mannschaft aus dem späteren Mittelfeld, konnte eine nur denkbar knappe 1½:2½ Niederlage erreicht werden. Die übrigen 21 Spiele liefen relativ ähnlich ab. In Schlagweite waren vielleicht 3 bis 4 Teams, wirklich echte Chancen hatten wir nur gegen Fritzlar und Hainstadt, gegen die auch immerhin 3 aus 4 möglichen Punkten geholt wurde. Durch ein klares 4:0 gegen Hainstadt wurde dann auch der 21.te und somit vorletzte Platz gesichert, somit verbessern wir uns um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr!

Auch die kleinen Dinge im Leben soll man genießen und sich daran erfreuen. Spaß hatten wir alle mal, auch wenn die eine oder andere Niederlage sehr schmerzlich zu verdauen war.

Neunter Spieltag nächsten Sonntag

Saison geht in die finalen Runden

Groß-Zimmern I. - Reinheim/Groß-Bieberau I.
Es geht Schlag auf Schlag in die letzten drei Runden der diesjährigen Saison. Trotzdem kann dem Heimspiel gegen Reinheim/Groß-Bieberau schon sehr entspannt entegegen gesehen werden. Der Abstieg ist nur noch rein rechnerisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu uns stehen die Gäste allerdings noch in gefährlicher Nähe zum Abgrund. Einer bislang durchwachsenen bis schlechten Saison stehen gerade mal 5 Mannschaftspunkte auf der Habenseite, was einem Vorsprung von einem Punkt zu den Abstiegsrängen bedeutet. Dementsprechend erwarte ich eine starke reinheimer Mannschaft, die bei uns voll punkten möchte. Doch weil der Druck nicht mehr bei uns liegt und mit Blick auf die bislang gemachten Spiele beider Vereine sehe ich uns mindestens auf Augenhöhe. Mein Tipp lautet hier ein 4:4 Unentschieden, dass bei uns zumindest letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen wird, während der Punktgewinn den Gästen wohl nicht viel weiter helfen würde. Ein spannender Kampf steht bevor!

Groß-Zimmern II. - Schachforum Darmstadt IV.
Der Tabellenführer darf parallel zur ersten Mannschaft auch nochmal den Heimvorteil sein eigen nennen und empfängt die vierte Mannschaft des Schachforums. Der Gegner hat die Saison gerade zwei mal annähernd vollständig gespielt und so der jungen Mannschaft wohl die Möglichkeit genommen, weiter vorne in der Tabelle mitzumischen. Je nach dem wie Darmstadt bei uns antritt, steht eine machbare bis relativ einfache Aufgabe bevor. Denn so oder so ist die zweite Mannschaft nicht nur auf dem Papier, sondern auch durch den Umstand, Tabellenführer zu sein, der Favorit der Begegnung. Mein Tipp lautet hier: 5:2 Heimsieg. Damit sind auch hier die letzten rechnerischen Zweifel am praktisch gesicherten Aufstieg ausgemerzt.

Spieltag ein voller Erfolg

Erste Mannschaft gewinnt hoch, zweite erzwingt Aufstieg!

Rödermark/Eppertshausen II. - Groß-Zimmern I. 2½ : 5½
Einen weiteren, sehr wichtigen Sieg im Abstiegskampf bzw. gegen diesen hat unsere erste Mannschaft heute einfahren können. Zu Gast beim Tabellenletzten, der gerade mal drei Punkte entfernt war, und mit Blick auf die doch engere Tabellensituation durfte das Spiel nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Mannschaft nahm sich der Sache aber ernst und gewissenhaft an. Verstärkt mit Thomas als Ersatzmann ging es im Bahnhof von Eppertshausen pünktlich los.
Nach gut einer Stunde waren die meisten Partien noch ausgeglichen, auch wenn sich die ersten Unsicherheiten einschlichen. Dieter ließ den Gegner recht gut aus der Eröffnung kommen. Nachdem früh die Damen getauscht wurden, gab Dieters Gegner überraschend für alle auf. Dieter konnte mittels Bauernhebel über a4 das aktivere Spiel und Vorteil bekommen, was den Gegner entweder im Glauben ließ, in einer hoffnungslosen Stellung zu sein oder vom aktiven Spiel beeindruckt genug war. Die Stellung wäre für Schwarz schwierig, aber noch nicht vollends hoffnungslos und kämpfbar. Wie dem auch sei, den Punkt nahm Dieter und die Mannschaft gerne mit.
Unser Ersatzmann Thomas bekam kurz darauf ein Remisangebot in einer ebenfalls recht geschlossenen Stellung. Thomas nahm die Punkteteilung im Sinne der Mannschaft an, hatte eine leicht spürbare Initiative über die e-Linie erarbeitet, die aber korrekt vorrausschauend bei bester Verteidigung des Gegners nicht umzumünzen gewesen wäre. Am fünften Brett spielte Max in gewohnt aggressiver Manier auf Angriff, vernachlässigte dabei aber die Entwicklung, hauptsächlich die eigene Rochade, und brach nicht durch. Ein die lange Diagonale a1-h8 schwächender Bauernzug (b3) gab dessen Gegner die Möglichkeit mittels Abzug zwei Bauern zu gewinnen, die glücklicherweise nicht genutzt wurde. Die Partie verflachte nach einigen Tauschaktionen zusehends und Max bot Remis an, welches angenommen wurde.

Bis hierhin sah es mit einer leichten Führung im Rücken nicht schlecht aus. Lukas verlor dann allerdings nach etwas misshandelter Eröffnung, bei der er dem Weißen einen prachtvollen Springer auf d5 und später auch die Qualität zugestehen musste, die Partie. Damit bekommt seine sonst bärenstarke Saisonkurve einen leichten Dämpfer. Die jähe Führung hatte unser Rückkehrer Roland da aber schon unter Dach und Fach gebracht. Roland zeigte, dass die lange Abwesenheit seiner Spielstärke keinen Abbruch getan hat und überspielte im Mittelspiel langsam aber sicher seinen Gegner. Nach einem Bauerngewinn auf d3 gesellte sich später auch noch die Qualität dazu und die Aufgabe des Gegners kam salopp gesagt prompt danach.

Jetzt kämpften noch Harald, Dominik und ich, jeder im Endspiel, um die verbleibenden drei Punkte. Während ich recht ideenlos die Partie spielte und um den 22ten Zug in arge Zeitnot geriet (1 min und 47 Sekunden für 18 Züge!) kamen mir endlich einige Ideen durch ungenaue Züge meines Gegners. Leider ließ ich in der Zeitnot die erforderliche Kaltschnäuzigkeit vermissen und musste mich nach vielem Tauschen im Endspiel ins Remis fügen. Das war zum Glück kein Beinbruch, da rund eine halbe Stunde später Harald mit einem schönen Sieg im Endspiel Springer plus Bauern gegen Läufer und Bauern den Sack für uns zu machte. Vorab war Harald in einer langen, kompliziert zu lavierenden Stellung gefordert. Sein Gegner versuchte durchaus am Königsflügel zu einem Angriff zu kommen, den Harald durch geschicktes Figurenspiel und Besetzung der offenen e-Linie mit beiden Türmen unterband, ehe er ins Endspiel tauschen und seine Bauernmajorität am Damenflügel nach einem Bauerngewinn zum vollen Punkt durchschieben konnte.
Den krönenden Abschluss setzte Dominik am dritten Brett fast gleichzeitig. Nach kleinen Ungenauigkeiten in der Eröffnung, verpasste Dominiks Gegner ihm einen unästhatischen Doppelbauern auf e3 und e4. Das sollte vollkommen ausreichen um für Schwarz mindestens das Remis zu halten. Dominik lehnte auch ein Remisangebot ab und bewies beim aufkommenden Endspiel mit Springer, dem besagten Doppelbauern nebst weiteren Bauern gegen Läufer und Bauern, dass er Zitat: "ein Teufel ist". Auf gut Deutsch zeigte er abermals seine Kampfeslust und Kämpferqualitäten und rang den Gegner noch durch aktives Spiel mit König und Springer nieder, nachdem er einen der Doppelbauern zum Freibauer machte und diesen unaufhaltsam gen Grundreihe schob.

Mit diesem Kantersieg setzt man sich nun endgültig ins Mittelfeld ab und dürfte wirklich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Auch wenn Babenhausen aus der Landesliga absteigen und bei uns einen dritten Absteiger auslösen sollte, sind wir mit dem Punktepolster doch ziemlich sicher kein Verein, der sich noch sorgen müsste. Der nächsten Saison in der höchsten Bezirksklasse darf dann entspannt entgegen gesehen werden!

Breuberg II. - Groß-Zimmern II. 2½ : 4½
Die Aufstiegschancen wohl nicht nur gewahrt sondern genutzt hat unsere zweite Mannschaft beim Spitzenspiel der B-Klasse, Erster gegen vormals Zweiter zu Gast in Breuberg. Vollzählig, aber auch mit gemischten Gefühlen angetreten, wurde ein dann doch recht souveräner 4½ : 2½ Auswärtssieg eingefahren. Den ersten Punkt hierzu steuerte direkt Paul bei, der keinen Gegner hatte und kampflos gewann. Martin einigte sich schon recht früh am zweiten Brett mit seinem Gegner auf eine Punkteteilung, da mit dem Punkt im Rücken kein Risiko eingegangen werden sollte und man so dem Aufstieg näher kommen konnte.
Die weiteren Partien waren dagegen sehr umkämpft. Torsten spielte sein gewohntes Londoner-System sehr sauber runter und hatte einen nicht zu vernachlässigen Entwicklungsvorsprung, der ihm alsbald die Möglichkeit gab, auf c6 einen Springer gewinnbringend zu Opfern. Das Opfer konnte er aber leider nicht vollständig durchrechnen und ließ davon ab. Im weiteren Spielverlauf verpasste er seinem Gegner auf e6 und e4 einen leicht angreifbaren Doppelbauer und durfte das bessere Endspiel für sich beanspruchen. Durch ein Damenschach auf b4 nebst dem danach folgenden Einbruch des schwarzen Turmes auf d2 zum Damentausch gezwungen und so dem eigentlich besseren Endspiel doch noch beraubt, einigte sich Torsten und dessen Gegner dann ohne weiteres Ausspielen auf die Punkteteilung.
Ein weiteres Remis steuerte Wolfgang bei, der allerdings besser stand, aber den Vorteil nicht in einen Sieg umwandeln konnte. Siegfried erarbeitete sich eine schöne Stellung mit Bauernmehrheit am Damenflügel, die im Endspiel viel wert gewesen wäre. Leider verlor er im weiteren Mittelspiel etwas den Faden und seine gut stehenden Springer wurden Richtung eigener Grundreihe zurückgedrängt. Gleichzeitig eröffnete sein Gegner auf der langen Diagonalen h1-a8 einen nicht abzuwehrenden Angriff auf Siggis Königsstellung. Das brachte dem Gegner genügend Material und weitere Angriffschancen gegen den entblößten König ein, dass Siegfried bald danach aufgab.
Ghiyath spielte derweil mit komplett offenem Visier und ließ sich, sofern der Gegner nicht auf den Bluff reingefallen wäre, mutwillig einen Läufer einsperren. Der Gegner schlug aber wie gesagt nicht zu und die Partie ging weiter, ehe Ghiyath durch Ungenauigkeiten des Gegners einen Bauern gewann und kurz darauf erfolgreich Dame und Turm gabeln konnte. Das materielle Übergewicht wurde noch deutlicher, als er noch die Dame gewann. Trotzdem musste Ghiyath bis zum Matt weiterspielen, um den Sieg für sich reklamieren zu können.
In einer unübersichtlichen Benoni-Partie setzte sich schlussendlich Gerd als Sieger durch. Nach langem hin und her öffnete sich am Damenflügel Linie nach Linie und Gerd bildete nach dem Damentausch einen Freibauer auf der c-Linie, der spielentscheidend werden sollte. Um den Bauern zu blocken bzw. später zu gewinnen, musste Gerds Gegner die verbleibenden zwei Türme und den Springer um den Freibauern herum aufziehen lassen. Gerd nutzte das geschickt aus, aktivierte seine Figuren und gewann durch ein Turmopfer den feindlichen Springer. Mit der Mehrfigur war es dann kein Problem mehr für Gerd die restlichen Bauern einzuheimsen und das materielle Übergewicht zum Sieg zu führen. Gerds Gegner wurde sich dessen ebenfalls rasch bewusst und gab auf.

Die kommenden Spiele in der B-Klasse können nun gelassen angegangen und als Training für die A-Klasse gesehen werden, denn der Aufstieg ist nur noch bei einer groben Fahrlässigkeit und rein theoretisch in Gefahr. Glückwunsch an die zweite Mannschaft für die bis hierhin schon überragende Saison!

Achter Spieltag rückt näher

Beide Mannschaften mit Chancen vorzeitig das selbstgesteckte Ziel zu erreichen

Rödermark/Eppertshausen II. - Groß-Zimmern I.
Während man zwar etwas glücklich in Dieburg einen Mannschaftspunkt erspielen konnte, obwohl insgesamt bestimmt eine Chance auf zwei volle Punkte liegen gelassen wurde, soll beim kommenden Spiel in Eppertshausen voll gepunktet werden. Ein Sieg im zweiten Auswärtsspiel nacheinander würde das vor der Saison ausgegebene Ziel, die Klasse zu halten, wohl vorzeitig sichern. Nach jetzigem Stand wird es insgesamt wohl 3 Absteiger geben und bei der Enge im Tabellenkeller ist noch nicht ganz klar abzusehen, wer sich am Ende auf den Weg in die Bezirksklasse machen muss. Viele direkte Duelle der sogenannten "Kellerkinder" stehen da noch aus, zu denen ich uns in der restlichen Saison nicht mehr zählen mag. Daher sollte schon ein Sieg im nächsten Spiel her. Der Gastgeber, die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft Rödermark/Eppertshausen, ist aktuell letzter und wohl von den Zahlen her einfachster Gegner der Liga, weswegen wir uns hier keinen Ausrutscher erlauben sollten, um unser komfortables Polster zu den Abstiegsplätzen nicht zu verlieren, sondern auszubauen. Ein 3:5 Auswärtssieg scheint mir hier daher als realistischer Tipp und erstrebenswert.

Breuberg II. - Groß-Zimmern II.
Das wohl vorzeitige Finale der B-Klasse muss unsere zweite Mannschaft in Breuberg bestreiten. Die zweite breuberger Mannschaft ist punktgleich und nur durch eine leicht schlechtere Brettpunktzahl nicht gleichsam erster. Ein durchaus offener, auf hohem Niveau stattfindender Schlagabtausch darf hier erwartet werden. Mich würde dabei auch nicht wundern, wenn beide Mannschaften mit offenem Visier spielen, immerhin geht es praktisch um den vorzeitigen Aufstieg in die A-Klasse als auch um die Entscheidung in der Meisterschaftsfrage. Sollte man in Breuberg zwei Punkte mitnehmen, würde auch die zweite Mannschaft ihr selbstgestecktes Ziel, den Aufstieg, vorzeitig eintüten können - und das wohl auf dem ersten Platz der B-Klasse. Selbst bei einem Mannschaftsremis sollte der Aufstieg wahrscheinlicher werden, dann allerdings weiterhin im Gleichschritt mit Breuberg. Mein Tipp an dieser Stelle lautet 3½ : 3½.

Mit Glück ins neue Jahr

Erste schrammt an Niederlage vorbei; Zweite gewinnt souverän

Dieburg I. - Groß-Zimmern I. 4:4
Lange und zähe Kämpfe mit mehr Höhen und Tiefen kann man sich nach dem heutigen Spieltag nicht wünschen und tun den Nerven einiger Zuschauer wohl auch nicht gut. Aus Dieburg nehmen wir einen Mannschaftspunkt mit, das zwar nicht unverdient, aber dennoch sehr glücklich. Während es von Anfang an 1:1 stand, da ich an Brett 1 und Dieburg das Brett 2 kampflos gewann, wurden die anderen Bretter hart umkämpft. Maximilian spielte mit Bauernvorstößen am Königsflügel auf Königsangriff, brach aber nicht durch. Die langsam ins Endspiel übergehende Partie bot für Schwarz doch noch genügend Gegenmöglichkeiten, die Partie im Gleichgewicht zu halten und man einigte sich auf die Punkteteilung.

Als nächstes waren Lukas und dessen Gegner fertig, die sich ebenfalls nach vielen Abtauschen auf ein Remis einigten. Die etwas besseren Karten hätte Lukas wahrscheinlich durch aktives Turmspiel haben können, die Partie wäre aber selbst dann noch schwer verwertbar gewesen, sodass das Remis wohl in Ordnung geht. Martin half dieses mal als einziger Ersatzmann aus und musste lange kneten, bis er zumindest durch die Initiative auf seiner Seite leichten stellungstechnischen Vorteil besaß. Auch hier war die Verteidigung des Gegners nicht zu durchbrechen und abermals wurde ins Endspiel runtergetauscht. In einer Stellung mit sechs Bauern auf beiden Seiten und dem aktiveren König von Martin riskierte er aber etwas zu viel und verlor nach einem nicht zu stoppenden Bauerndurchbruch. Nicht ganz unschuldig an dieser Niederlage bin ich als Mannschaftsführer allerdings auch, denn ich riet Martin weiterzuspielen und zu versuchen, den vollen Punkt zu machen.

An Brett 3 spielte Dominik ab dem zweiten Zug mit einem Bauern weniger - Fachkundige kennen sowas als Gambit - und besetzte schnell das Zentrum. Gepaart mit schneller Entwicklung wollte Dominik in Vorteil kommen, hatte aber mit überaus zäher und feiner Verteidigung zu kämpfen. Nichtsdestotrotz wurde alles probiert, die Figuren immer aktiver ins Spiel zu bringen und dabei die gegnerischen Möglichkeiten weiter zurückzudrängen. Dominiks Gegner sah sich zwischenzeitlich gezwungen, die Qualität für einen auf d6 gelandetet Springer zu geben und war auch dank eines damit einhergehenden zweiten Bauerngewinns leicht im Vorteil. Da zeigte Dominik aber alle Kämpferqualitäten, setzte seinen Gegner weiter unter Druck und wurde durch Patzer schließlich schnell belohnt. Als seine Schwerfiguren dem feindlichen König zusetzten und zusammen wirken konnten, war das Ergebnis nur noch eine Frage der Zeit. Eine ebenso komplizierte und scharfe Partie sollte sich zwischen Harald und dessen Gegenspieler ergeben. Im Najdorf-Sizilianer (Schwarz spielt 2. ... d6) spielte Harald zu Beginn sehr passiv, erlaubte dem Weißen die Kontrolle des Zentrums nebst einfacher und schneller Entwicklung und musste bald einen Bauernverlust hinnehmen. Harald kam danach zur vollständigen Entwicklung, hinkte materiell aber erstmal hinterher. Dann verlor überraschend der Gegner eine Figur (durch Bauerngabel) und Harald ließ sich nicht zweimal bitten, sie mitzunehmen. Souverän Tausch nach Tausch und Kontrolle über die wichtige d-Linie erarbeitend, übersah Harald dann aber einen Abzug, der den eigenen Turm kostete und es verblieb ein Endspiel mit zwei Figuren und drei Bauern auf Seite von Harald, sowie einen Turm nebst fünf Bauern auf der anderen Seite. Das Endspiel wurde verbissen weitergespielt, Harald gewann Bauer um Bauer, musste seinen Springer gegen einen Freibauern opfern und erhielt ein Endspiel mit zwei Bauern und Läufer gegen einen Bauern und Turm, das Remis war und bald als solches von beiden Spielern besiegelt wurde.

Als letzter spielte Dieter und musste zu diesem Zeitpunkt ein verlorenes Turmendspiel halten, andernfalls hätten wir verloren. Davor spielte Dieter nicht ganz so aggressiv wie sonst und ließ den Gegner dadurch zu mehr Chancen kommen als nötig. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle gab es die Möglichkeit für Dieter gewinnbringend auf der siebten Reihe mit einem Turm einzubrechen und durch eine kleine Taktik die Bauernstruktur am Königsflügel zu lähmen und gleichzeitig den gegnerischen König auf der achten Reihe einzusperren. Diese Möglichkeit wurde aber in Zeitnot nicht genutzt und in das besagte verlorene Turmendspiel getauscht. Hier ließ Dieters Gegner aber die feineren Endspielkenntnisse vermissen, sodass Dieter das Turmendspiel mit 10 Sekunden Restzeit auf der Uhr noch Remis halten konnte. Wieviele Nerven die Zuschauer hierbei verbrannt haben, muss ich wohl keinem erklären.

Das Mannschaftsremis bringt uns nicht viel weiter, zumindest ist das Minimalziel erreicht und Dieburg auf Abstand gehalten worden. Die sonstige Konkurrenz um den Abstieg hat nicht groß punkten können, sodass wir weiterhin alles selbst in der Hand haben und mehr oder weniger schon durch sind. Es bedarf eines weiteren Mannschaftssieges und wir spielen ein weiteres Jahr Starkenburgliga - das schaffen wir!

Groß-Zimmern II. - Langen IV. 5½ : 1½
Das erste Spiel im neuen Jahr wurde gleich mal ein Kantersieg mit dem die Tabellenführung im Gleichschritt mit Breuberg weiter gesichert wurde. Langen trat nicht in Bestbesetzung an und hatte drei Ersatzleute dabei. Nach gerade mal 10 Minuten Spielzeit gewann Torsten an Brett 6 spielend die Dame des Gegners, der sofort aufgab. Nach etwas mehr als einer Stunde war auch Paul siegreich mit seiner Partie fertig. Allerdings war dafür deutlich mehr Arbeit als in Torstens Partie erforderlich, denn Paul stellte recht früh in der Partie ohne Not eine Figur (ebenfalls durch Bauerngabel) ein. Der Preis, den Schwarz dafür zahlen musste war ein in der Mitte verharrender König. Paul nutzte also die sich öffnenden mittleren Linien und schnelle Entwicklung und griff den König an. Bald konnte er durch eine schöne Kombination seine Figur zurückgewinnen und hatte schlussendlich drei Bauern mehr. Den überdeutlichen Vorteil sah auch sein Gegner ein und gab auf.

Kosto übernahm das erste Brett und gewann im Mittelspiel einen eigentlich spielentscheidenden Bauern, den er aber mangels Ideen nicht zum Sieg nutzte sondern durch Stellungswiederholung ins Remis einlenkte. Zugegebenermaßen war die Umwandlung nicht einfach, aber durchaus machbar. Der so vielleicht verschenkte halbe Punkt war aber nicht weiter von Bedeutung, da als nächster Wolfgang voll zugriff und einen Bauern umwandeln konnte. Nach dem Damentausch, der Wolfgang das Recht zur Rochade nahm, brauchte Wolfgang etwas länger, seinen Damenflügel zu entwickeln, da er sich erst um seine Königsstellung kümmern musste. Zwischenzeitlich gab er auch die Qualität für einen Bauern auf, drückte diesen aber dann durch und der Gegner gab auf. Gerd musste lange Zeit auf die Verteidigung beschränkt ums überleben kämpfen, gratulierte aber mit fast verbrauchter Bedenkzeit in schlechterer Stellung dem Gegner zum Sieg. Siegfried konnte in seiner Partie mit einem Turm im gegnerischen Lager eindringen und gewann zwei Bauern. Die Bauernmajorität am Königsflügel wurde dann vorgespielt und zum Sieg durchgedrückt. Ghiyath gewann seine Partie am letzten Brett ebenfalls und besiegelte den hohen Endstand, zum Verlauf seiner Partie kann ich allerdings nichts sagen.

Kiril spielt Jugend Grandprix

Guter Turnierabschluss in Babenhausen

Der sogenannte Jugend Grandprix ist ein im Bezirk und sonstigen Deutschland mittlerweile fest etabliertes Jugendturnier, bei dem es mehrere Ausgaben innerhalb eines Jahres gibt, die zum Schluss zusammengerechnet und bewertet werden. Gespielt werden 7 Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie.

Ein regelmäßiger Teilnehmer ist Kiril. Auch bei der am letzten Samstag ausgespielten Ausgabe in Babenhausen war er in seiner Altersklasse, der U10, am Start. Am Ende des Turnieres landete er mit 3 Punkten auf Platz 7. von insgesamt 20 angetretenen Kindern. Ein schöner Erfolg, nebst schönen Partien. Beispielsweise die im unteren Bild gezeigte Stellung, in der Kiril Schwarz hatte und am Zug war. Nachdem Weiß Lh6 gespielt hatte, um Kirils Turm zu bedrohen, konnte Kiril praktisch forciert zu Te8 kommen, das einen Damengewinn droht, wenn der eigene Läufer auf e7 die Linie freimacht. Nach Te8 muss Weiß entweder den König aus der Linie nehmen oder die Dame. Dummerweise ist die Dame nach der langen Rochade durch Ld6 ebenfalls gefangen. Zieht daher die Dame präventiv weg, kann mittels Ld6+ ein Abzugsschach gegeben werden, dass die zuvor auf der einzig freien Diagonalen h2-b8 entkommenen Dame angreift und diese ebenfalls gewinnt. Eine schöne Kombination!

Neues Jahr, neue Spiele

Mannschaften des Schachclubs bestreiten wieder Spiele

Dieburg I. - Groß-Zimmern I.
Am kommenden Sonntag muss die erste Mannschaft zum "Derby" nach Dieburg, um dort das erste Spiel des Jahres zu bestreiten. Während man selbts dank eines unerwarteten Sieges bei Griesheim recht gut und bisweilen auch souverän im Mittelfeld steht, hat Dieburg arge Abstiegssorgen. Mit 3 Punkten und zuletzt einer Niederlage im direkten Abstiegskampf gegen Rödermark/Eppertshausen II. steht Dieburg schon unter ernstem Druck. Der Aufsteiger der Bezirksklasse wird daher verbissen um jeden einzelnen Brettpunkt kämpfen, steht man nach einer Niederlage vermeintlich schon mit einem (sicheren) Bein wieder in der Bezirksklasse.

Uns kämen die zwei Mannschaftspunkte allerdings ebenso recht, da diese ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt wären und uns von den ärgster Sorgen bis auf Weiteres befreien würden. Nominell sind wir dank höherer Ratingzahlen Vorteil und stehen wie gesagt nicht ganz so unter Druck zu Punkten wie Dieburg. Trotzdem sollten wir uns keine Blöße geben und, meinem Tipp zu Folge, mit 3½:4½ denkbar knapp, aber siegreich aus der Begegnung gehen.

Groß-Zimmern II. - Langen IV.
Die zweite Mannschaft empfängt Langen IV. im neuen Jahr. Langen ist gar nicht mal so schlecht für die B-Klasse aufgestellt, jedoch spielte Langen bislang nicht einmal in Stammbesetzung und wechselt viel durch, sodass es eine Wundertüte geben kann am kommenden Sonntag. Die zweite Mannschaft grüßt indes als Tabellenführer, den Blick fest auf den Aufstieg gerichtet und mit breiter Brust. Wem die längere Winterpause mehr genutzt oder vielleicht sogar geschadet hat, wird dann am Sonntag entschieden. Bislang sehe ich unsere Zweite im Vorteil, den sie sich sicherlich auch nicht nehmen lassen möchte.

Mein Tipp hier lautet ebenfalls knapp, aber siegreich für uns: 4:3.

Frühes Aus im 4er-Pokal

Gernsheim I. wieder überlegen

Groß-Zimmern I. - Gernsheim I. 1 : 3
Das erste und leider auch einzige Match des 4er-Pokals wurde am vergangenen Freitag im Glöckelchen gegen die erste Mannschaft von Gernsheim bestritten. Die Gernsheimer nehmen wie jedes Jahr mit mindestens vier Mannschaften am Wettbewerb des Bezirks teil, eine Teilnehmermarke, die sonst kein anderer Verein erreicht. Dank der reichlich antretenden Gernsheimer ist der Wettbewerb auch gut genug gefüllt, um mehrere Runden des im K.O.-Modus ausgetragenen Turniers zu garantieren, allerdings wird man mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit früher oder später gegen ein gernsheimer Team gelost. So war es auch dieses Jahr nicht verwunderlich, dass wir dieses Los wieder zogen.

Mit Dominik, Lukas und mir waren von den aus Zimmern gemeldeten Spielern immerhin 3 Stammspieler dabei, Kosto half als Ersatzmann für den noch im Ausland weilenden Roland aus. Auch Gernsheim trat mit zwei Ersatzspielern an, dennoch war auf dem Papier jedes Brett der Gernsheimer uns nach DWZ-Punkten weit überlegen. Der geringste Abstand bestand zwischen meinem Gegner und mir, betrug allerdings immer noch stolze 121 Punkte. Das sollte also von vornherein ein klarer Sieg für Gernsheim werden, den das Endergebnis zwar vorgibt widerzuspiegeln, aber so einfach haben wir es unseren Gegnern dann doch nicht gemacht.

Als erster war Kosto an Brett 4 fertig. Ein materiell gesehen ausgeglichenes Endspiel mit vier Bauern auf jeder Seite plus einer Leichtfigur (Kosto hierbei mit dem Springer, seine Gegnerin mit Läufer) konnte Kostos Gegnerin mit genauen Zügen, Aktivierung des Königs und der Dominanz des, das ganze Brett beherrschenden, Läufers die Partie für sich entscheiden. Kosto muss man dabei aber wirklich lobend hervorheben, der bis fast zum 60ten Zug mithalten konnte. Lukas, der sowieso schon eine sehr gute Saison spielt, glänzte auch im Pokal und krönte sich zum Abschluss eines Angriffs auf die Rochade des Gegners mit dem vollen Punkt. Eine Taktik während des Angriffs gewann für Lukas die Dame gegen zwei Leichtfiguren. Das materielle Übergewicht nutzte Lukas dann natürlich souverän zum Sieg und stellte einen schnellen Ausgleich her. Ich musste derweil am ersten Brett die Waffen strecken, da ich zur Passivität gezwungen und ohne Gegenspiel das Ende nur erwarten konnte. Mehrere gewinnbringende Züge, wie bspw. eine Figurengabel durch einen Bauern oder ein Turmopfer in meine Rochade, ließ mein Gegner, der nach eigener Aussage sicher spielen wollte, erstmal aus. Die so gewonnene Zeit konnte ich allerdings nicht sinnvoll nutzen, meine Figuren zur Verteidigung besser zu ordnen, sodass die erwähnten Einschläge später immer noch möglich waren. Als dann endlicher einer dieser Taktiken gespielt wurde, gab ich umgehend auf.

Es lag jetzt an Dominik uns das 2:2 zu retten und ein Entscheidungsspiel herbeizuführen. Das wäre ihm auch beinahe gelungen: Mit solidem, aktivem Figurenspiel gewann er bald einen Bauern und fand sich im Endspiel einer gewonnenen Stellung vorgesetzt. Ein zwischenzeitliches Remisangebot des Gegners schlug Dominik nicht nur im Sinne der Mannschaft (das Remis hätte Gernsheim zum Sieg verholfen), sondern auch wegen eigener Gewinnchancen aus. Leider patzte Dominik nochmal kräftig und verfing sich in einem Mattnetz, gesponnen von dem feindlichen Springer, Turm und leider auch der eigenen Bauern. Die Niederlage besiegelte damit das frühe Ausscheiden im Bezirks-4er-Pokal in diesem Jahr, doch tröstet die Tatsache, dass man nicht "unter die Räder kam", sondern gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner gut mitgehalten hat.

Viel Schach nach Weihnachten und im neuen Jahr

Das Staufer Open in Schwäbisch Gmünd

Während die meisten in der nun bevorstehenden kälteren Jahreszeit ihren Urlaub genießen, fahren andere "verrückte" fernab der Heimat auf Turniere. Nachdem Martin und ich vor Silvester in Frankenthal beim Frankenthaler Weihnachtsopen mit eher mittelmäßigem Abschneiden waren, fuhr ich direkt nach Neujahr ins malerische Schwäbisch Gmünd. Dort sollte sich nämlich die schachbegeisterte Masse Deutschlands zum ersten großen Open des Jahres 2020 begegnen - dem Staufer Open.

Auch Torsten hatte sich auf den Weg gemacht und spielte das 9 Runden dauernde Open im B-Turnier mit, während ich mich im A-Turnier versuchen durfte. Um es kurz zu machen, unsere beiden Turniere liefen durchaus gut und bescherten uns beiden ein kleines bis mittleres DWZ-Plus laut inoffizieller DWZ-Auswertung des Turnierveranstalters (A-Turnier) (B-Turnier). Torsten erspielte 4 Punkte gegen einen Schnitt von 1370, ich brachte es auf 5 Punkte gegen einen Schnitt von 2130.

Ich will mich, da ich mich mit unserer Spielleistung eher zurückgehalten und eine Zusammenfassung geliefert habe, eher zum Turnier selbst aussprechen. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder mit dabei, wenn zum Jahresauftakt im Congresscentrum Stadtgarten die Uhren "ticken" (digitale Uhren machen das nicht mehr, aber ihr wisst was ich sprichwörtlich meine). Mit über 560 Teilnehmern gehört das Staufer Open doch zu den groß und stark besetzten Turnieren. Der Zeitmodus von 100 Minuten pro 40 Züge plus 30 Sekunden Increment ist dem internationalen Standard angepasst und angenehm. Titelträger sind ebenfalls, durch das Preisgeld angelockt, in ausreichender Zahl im Turnier vertreten, sodass wirklich jeder auf seine Kosten kommt. Organisatorisch kann ich den Veranstaltern auch gar nichts ankreiden. Die Runden gehen pünktlich los, die Auslosung geschieht zeitnah und die Übertragung ins Internet auf die Turnierseite geht fast in Echtzeit. Insbesondere der letzte Punkt fällt mit zunehmender Digitalisierung, auch von Schachturnieren, immer mehr ins Gewicht. Man möchte sich verstärkt auf seine Gegner vorbereiten, doch dazu muss man erst mal wissen, gegen wen man gepaart wurde. Umso zeitnaher man die Paarung dann im Internet nachschauen kann, desto mehr Zeit bleibt zum Vorbereiten - für jeden wohlgemerkt. Denn Computer nutzen mittlerweile wirklich alle. Auch das Format mit insgesamt 9 statt 7 Runden trägt viel zur Atmosphäre bei. Für mich sind solche Turniere natürlich immer ein Kräftemessen und Feuertaufe für daheim neu erpobtes, aber im großen und ganzen auch einfach Urlaub. Diesen kann ich umso mehr genießen und vom Alltag abschalten, je länger das Turnier geht. Schwäbisch Gmünd als Austragungsort ist nicht nur von der umgebenden Natur wunderschön, sondern dessen Innenstadt, alte Fachwerkarchitektur in den verwinkelten Seitengassen abseits der Hauptstraßen und die herzlichen Menschen lassen einen sich schon wohlfühlen.

Wer sich immer noch unentschlossen der Frage nach einer Teilnahme nächstes Jahr gegenüber sieht, dem seien die folgenden Bilder von Torsten nahe gebracht:

Mit Siegen in die Winterpause

Erste setzt sich im Mittelfeld fest, zweite festigt Platz 1.

Griesheim III. - Groß-Zimmern I. 3 : 5
Diesen Spieltag werden wir so schnell nicht vergessen. Bevor ich zum Sportlichen komme, sei eine kleine Anekdote zu Beginn berichtet:
Als wir am Georg-August-Zinn-Haus in Griesheim ankamen, warteten vor verschlossener Türe auch die Spieler einer Mannschaft aus Babenhausen. Keiner wusste, wo die Griesheimer waren, bis deren erster Vorsitzender mit dem Auto angestürmt kam und unter vielfachem Entschuldigen, erklärte, dass versäumt wurde den Gästen vorab den Wechsel des Spiellokals bekannt zu geben. Als dann alle Mann wieder zurück in die Autos gestiegen waren und man sich den Weg erklären ließ, fuhren dann sowohl die Babenhäuser als auch wir ins zweite Spiellokal. Nach kurzer Fahrt erreichten auch eigentlich alle dieses, fuhren aber dem ersten Auto des Korsos weiterhin blind nach und an der Halle vorbei zum Sportheim des SV Griesheim, der bekanntlich nicht Schach sondern Fußball spielt. Erneut musste der Vorsitzende des Schachvereins Griesheim den abermals Verirrten die Richtung vorgeben und beim zweiten Anlauf klappte es dann bei allen Gästen, die richtige Lokalität zu finden.

Um ungefähr halb 10 konnten dann die Partien starten. Griesheim lag von Beginn an 1:0 vorne, da wir für Roland und Maximilian, die sich entschuldigen ließen, lediglich mit Martin nur einen Ersatzmann hatten. Ansonsten war die Mannschaft, besonders nach der Rückkehr von Stammspieler Harald komplett. Leider gelang Harald sein Comeback nicht, denn er verlor bald durch eine Springergabel, die Matt und einen Bauernverlust drohte, den Zugriff auf die Partie. Haralds Gegner, der richtungsweisende Vorsitzende Griesheims, ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann danach schnell. Ersatzmann Martin konnte nach einigen Tauschaktionen im Endspiel Dame, Turm und ungleichfarbige Läufer keinen Durchbruch finden und lenkte ins Remis ein.
Bis hierhin standen die Zeichen also nicht sonderlich gut, als dann der jähe Sieg von Lukas vermeldet wurde. Bei der Analyse seiner Partie zeigte sich schnell, dass dessen Gegner an einer Stelle einen Bauern hätte gewinnen können, da Lukas beim Rückzug seines angegriffenen Läufers das falsche Rückzugsfeld wählte. Der Gegner nahm seine hierdurch entstandene Chance zum Materialgewinn nicht wahr und schwächte mit einem Vorstoß des g-Bauern nicht nur die eigene Königsstellung, sondern auch den Sockelbauern f3. Dieser wurde nach Gewinn des Vorpostens d4 mittels eines Springers von Lukas direkt unter Feuer genommen und schnell zum Gewinn zweier Bauern verwertet. Der Gegner ließ sich hiernach nicht mehr viel zeigen und gab auf. Es folgte eine weitere Punkteteilung, diesmal von Jasko an Brett 5. Jasko kam sehr gut aus der Eröffnung raus, platzierte bald einen Bauern auf c6, der die schwarze Stellung fast schon als "Sargnagel" zementierte. Jaskos Gegner ließ allerdings durch geschicktes Figurenspiel keine weitere Schwächung seiner Stellung zu und tauschte ins Endspiel nach und nach ab, bei dem Jasko bald zurück- und in die Verteidigung gedrängt wurde. Mit genauem Spiel konnte der halben Punkt aber festgehalten werden, denn nach weiteren Abtauschen blieb dem Schwarzen nur noch ein Randbauer, der durch das rechtzeitige Erreichen des Eck- und Umwandlungsfeldes durch Jaskos König praktisch wertlos gemacht wurde.
Den zwischenzeitlichen Ausgleich erspielte Dieter, der schon sehr früh von seinem Gegner Remisangebote bekam. Dieter lehnte aber jedes Mal ab und war überrascht, als der Gegner lang rochierte. Der Königsflügel war für beide Könige der eigentlich richtige und sichere Ort, da die Bauern dort sich schon verkeilt hatten und ein Durchbruch nur noch am Damenflügel möglich war. Dieter spielte aber zunächst nicht mit dem erforderlichen Biss und der nötigen Kaltblütigkeit auf Angriff am Damenflügel, tauschte die Schwerfiguren allesamt ab und fand sich in einem schwer zu knetenden Endspiel mit Läuferpaar und Springer beiderseits wieder. Als der schwarze König sich wieder in die Mitte des Brettes wagte, stellte Dieter eine Mattnetzfalle, die auch sogleich zuschnappen sollte. Das Matt durch den Verbund beider Läufer, des Springers und eines Bauern war nur durch großen Materialverlust zu verhindern, weswegen Dieter die Hand zum Sieg gereicht bekam. Als ich dann am ersten Brett meinen Königsangriff, eingeleitet durch ein frühes h4 nebst baldigem g4 um die Stellung aufzuknacken, erfolgreich zu Ende führte, lagen wir nicht nur vorn, sondern hatten das Mannschaftsremis schon sicher.
Als letzter spielte aber noch Dominik, der aus seinem eigentlich ruhigen Eröffnungssystem einen regelrecht wilden Schlagabtausch werden ließ. Das wurde auch durch die Kiebitze, insbesondere Dieter mit dem anerkennenden Zitat "Unser Brett 3. hat heute aber Lust Schach zu spielen" quittiert wurde. Die unübersichtliche Stellung bot fast immer allerhand Kandidatenzüge an. Durch diesen Dschungel manövrierte Dominik die Partie aber souverän ins gleichfarbige Läuferendspiel, bei dem die gegnerischen Bauern alle auf der Farbe der Läufer standen. Nach Bildung eines Freibauern auf der h-, dann eines zweiten auf der d-Linie war der Drops schnell gelutscht und Dominik gewann erst den feindlichen Läufer, der sich nach der ersten Umwandlung eines der Freibauern opfern musste, und dann durch Aufgabe des Gegners die Partie.

Der Sieg tut uns richtig gut! Man schiebt sich weiter weg von den Abstiegsplätzen und hat mit diesen, doch eigentlich überraschenden zwei Punkten vom Aufstiegsasprianten Griesheim eine sehr gute Ausgangsstellung für die weitere Saison erkämpft. Alle anderen Spiele innerhalb der Starkenburgliga gingen 4:4 aus, sodass man stolz verkünden kann, der einzige Sieger des Spieltags zu sein. Der Lohn dafür ist immerhin Platz 6 in dieser Monsterliga! Insbesondere freut mich dabei auch, dass die Mannschaft sehr gute Partien spielt. An der ein oder anderen Stelle gibt es noch ein paar Ungenauigkeiten, aber insgesamt sieht man schon, dass der "Kader" für die höchste Bezirksklasse tauglich ist und gut mithalten kann. Jetzt ist allerdings erst mal Pause bis ins nächste Jahr, da wir am nächsten Spieltag in zwei Wochen spielfrei haben.

Weiterstadt III. - Groß-Zimmern II. 2 : 5
Auch zwei Punkte mit nach Hause nehmen konnte heute unsere zweite Mannschaft. Die Weiterstädter waren auf dem Papier zwar der Underdog, mussten trotzdem aber konzentriert angegangen werden. Ghiyath, der am letzten Brett erneut aushalf und diesmal einen Gegner hatte, war als erster fertig und das sogar mit einem vollen Punkt! Die Einbruchsversuche in die gegnerische Stellung wurden zunächst abgewehrt, aber dann gewann Ghiyath eine Figur und die schwarze Stellung knickte ein. Die Weiterstädter drehten das Spiel aber recht schnell, da Wolfgang in ausgeglichener Stellung die Dame stehen ließ und Kosto kurz darauf auch aufgeben musste. Kosto ließ die Bildung eines recht starken Freibauern auf c5 zu, spielte aber mit dem König aktiv im Figurenendspiel mit. Leider ließ er durch einen Spieß einen ganzen Turm stehen und gab so den Weiterstädtern die zwischenzeitliche Führung.
Diese hielt aber nicht lange, da Paul an Brett 1 nach schönem, doppeltem Figuren Opfer auf d5 einiges an Material gewann und den gegnerischen König arg zusetzte. Pauls Gegner versuchte mit den verbliebenen Figuren noch die Stellung einigermaßen beisammen zu halten, konnte aber, nachdem Pauls Türme ins Spiel geworfen, Gegenspiel des Gegners verhindert und eigene Schwächen präventiv ausgemerzt wurden, nicht Stand halten. Der Dame-Turm-Batterie auf der h-Linie nebst dem dazugehörigen Matt auf h7 war dann kein Kraut mehr gewachsen und Paul gewann durch Aufgabe des Gegners. Bei Paul platzte also ein seit Beginn der Saison existierender Knoten nun endlich. So kann es weiter gehen. Weiter ging es dann nach dem Sieg von Paul auch mit einem Sieg von Torsten. In der französischen Verteidigung konnte Torsten schnell auf b2 einen Bauern gewinnen und sich, auch dank der geschlossenen Stellung, ruhig weiter entwickeln. Als Torsten dann erst einen zweiten Bauern, dann eine Figur durch eine kleine Taktik gewann, standen die Zeichen völlig auf Gewinn. Der Gegner musste allerdings noch zur Aufgabe durch einen nicht mehr zu haltenden Freibauern auf der d-Linie gezwungen werden.
Der Preis des "Ronny, der Rochadenknacker" - Zitat von Paul - geht heute an Gerd, da er die gegnerische Rochade nämlich fast gnadenlos angriff und aufsprengte. Allerdings nur fast gnadenlos, denn sein Angriff war nicht aggressiv genug um für eine frühe Entscheidung zu sorgen. In Zeitnot geratend, musste Gerd dann viele angreifende Figuren tauschen und das Endspiel, welches dann positionell gewonnen war, souverän runterspielen. Das gelang Gerd auch und so war der Mannschaftssieg schon gesichert. Siegfried durfte sich dann auch noch in den Reigen einfügen und nach dem Gewinn der Qualität im Endspiel in einer sonst ausgeglichenen Partie auch den Lorbeerkranz aufsetzen. Siggis Gegner probierte zwar noch ein wenig mit dem Läufer Siegfrieds Turm standzuhalten, verlor aber Bauer nach Bauer. Schlussendlich wurde noch Siegfrieds Auge für verschiedene Pattmuster getestet, die der Gegner vergebens versuchte zu erzwingen. Aber Siegfried umschiffte sämtliche Hindernisse auf dem Weg zum Partie beendenden Matt souverän und heimste den vollen Punkt ein.

Die zweite Mannschaft überwintert nun bis zum Januar als alleiniger Tabellenführer dank besserer Brettpunkte. Der Aufstieg ist laut Ligakommentar schon nahezu sicher, nur ob es der erste oder zweite Aufstiegsplatz sein wird, war dort noch ungewiss. Ich zweifle auch nicht mehr am direkten Wiederaufstieg in die A-Klasse. Dafür spielt die zweite Mannschaft einfach zu solide und konstant.

Vier beim Heusenstammer Sparkassen Open

Gutes Training für kommenden Spieltag

Bei der diesjährigen Version des Heusenstammer Sparkassenopen waren mit Torsten, Kosto (beide B-Open), Kiril (Jugend Open) und mir (A-Open) vier Zimmner am Start. Das Sparkassenopen zum Ende des Herbstes hat sich bei vielen Schachfreunden deutschlandweit etabliert und ist zu dieser Jahreszeit so mit das größte Turnier, an dem man teilnehmen kann. Es jetzt mein drittes Jahr in Folge und ich kann das Turnier nur jedem wärmstens ans Herz legen. Der Zeitmodus mit 90 Minuten für die ersten 40 Züge, 30 Minuten für den Rest plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug ist sehr enspannt, das Turnier mit 450 Teilnehmern, Trend steigend, auch immer gut besucht und top organisiert. Aufgeteilt in die Spielstärken (B-Open bis 1800, A-Open frei mit etlichen Ratinggruppen) ist auch für jeden etwas dabei.

Doch nun zu den einzelnen Leistungen von uns:
Nachdem er im letzten Jahr noch den zweiten Platz in der Ratinggruppe bis 1400 gemacht hatte, waren die Ambitionen bei Kosto im B-Turnier recht hoch. Auch wenn er dank einer hohen Elozahl weit ab der 1600 nur noch um die Hauptpreise spielen durfte, war ein gutes Turnier samt vorderer Platzierung das ausgeschriebene Ziel und durchaus auch zu erreichen. Kosto erwischte dabei einen denkbar guten Start, gewann die ersten beiden Spiele, ehe er unnötig die dritte Partie (die ebenfalls für ihn gewonnen war) verlor. Am dritten Tag holte Kosto einen Punkt, was für den letzten Tag eine günstige Ausgangslage darstellte. Leider gab es heute dann nur noch ein Remis, was ihm leider das gute Turnier etwas vermasselt und ein gutes Minus für die DWZ und Elo bedeutet (beides rund 40 Punkte).

Torsten fand nicht so leicht ins Turnier hinein. Einer Auftaktniederlage folgten vier Punkteteilungen, bei so manch vergebenen Chancen. Bei ihm standen zum Schluss 2 aus 6 Punkten, was ebenfalls Verlustpunkte für die Wertungszahlen gab.
Im A-Open bei mir lief es nicht besser. Nachdem ich wieder viel daheim erprobtes im Turnier aufs Brett bringen wollte, experimentierte ich mit Stellungstypen, die mir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind und holte gerade mal 4 Punkte aus 7 Partien. DWZ und Elo neigen sich wieder in Richtung 2000er-Grenze. Tröstlich hingegen ist eine nur denkbar knappe Niederlage gegen einen bundesligaerfahrenen Spieler.

Ein dafür recht ordentliches Turnier spielte dafür Kiril, bei dem man in der Spielanlage deutliche Fortschritte sehen kann. Er holte zwar erst mal unscheinbar wirkende 2½ aus 7, das aber gegen einen Gegnerschnitt von rund 1000 Punkten, also knapp 250 Punkte über seiner Zahl. Das macht für ihn ein sattes Plus von 60 auf nun 813 DWZ. Das kann so weiter gehen!


Beide Mannschaften punkten

Erste glücklich Remis, zweite gewinnt souverän

Groß-Zimmern I. - Gernsheim III. 4 : 4
Schiedlich friedlich 4:4? Mit nichten! Auch wenn am Ende die Punkte zwischen Gernsheim und uns geteilt wurden, war der Mannschaftskampf mehr als durchwachsen. Begonnen hatte es schon vor dem Spieltag als Maximilian und Harald ankündigten, nicht da zu sein. Ersatz fand ich leider keinen, sodass man mit sechs Leuten Gernsheim die Stirn bieten musste. Mit dem 0:2 im Rücken war für mich der Spieltag schon gelaufen, denn ich hatte keine Hoffnungen mehr auf einen Punktgewinn.
Genauso hoffnungslos spielte ich meine Partie dann auch. Ich probierte mal wieder eine neue Eröffnung aus und kam schon im zenhten Zug in positionellen Nachteil, aus dem ich mich nicht mehr winden konnte. Im Gegenteil machte ich es durch die falschen Züge schnell noch schlimmer und war im 23. Zug unabwendbar Matt. Gernsheim war nach dem Remis von Dominik am dritten Brett dem Sieg dann schon ganz nahe. In einer wirklich wilden Benoni-Partie gewann Dominik für einen Turm zwei Figuren und hatte sehr aktives Spiel, musste aber sehr auf Mattideen des Weißen über die Grundreihe aufpassen. Nach beiderseitigen komplizierten Abwicklungen endete die Partie schließlich durch Dauerschach im Remis.
Roland verlor nach der Eröffnung, aus der er solide rauskam, bald eine Qualität und die Partie kippte langsam zu Gunsten der Gernsheimer. In anfänglicher Zeitnot patzte Rolands Gegner allerdings einen Turm und gab auf. Die jähe Aufholjagd wurde von Lukas fortgesetzt. Das erste mal in dieser Saison mit den weißen Figuren spielend, erkämpfte er sich ein Endspiel mit Springer gegen Läufer samt ein paar Bauern beiderseits, in der sein aktiverer König aber bald die Entscheidung brachte. Damit steht Lukas bei starken 2½ aus 4 Saisonspielen.
Den Ausgleich stellte dann Dieter her, dessen Gegner ihn durch die Bauernvorstöße b4 und g4 schnell über die Flügel angriff und selbst lang rochierte. Dieter griff den König durch ein Läuferopfer an und trieb ihn zurück in die Mitte. Als der Gegner durch Abtausch der Damen Entlastung suchte, verlor er zusätzlich einen Läufer, sodass Dieter mit Mehrfigur ins Endspiel ging. Anstatt den kommenden, nicht abwendbaren Verlust der Partie durch eine vorzeitige Aufgabe nicht weiter aufzuschieben, spielte Dieters Gegner weiter, bis Dieter zwei Damen durch Einzug seiner dank Mehrfigur gewonnenen Freibauern auf dem Brett hatte und Matt setzte. Den Ausgang von Dieters Partie erwarteten sowohl Jasko, als auch dessen Gegner, der Jasko kurz zuvor Remis geboten hatte. Als wie beschrieben Dieter den Ausgleich herstellte, wurde dann das Figurenendspiel von Jasko und dessen Gegner mit der Annahme des Remisangebotes beendet und das Endergebnis besiegelt.

Damit endet erneut eine wilde Achterbahnfahrt - wenn man Metaphern bedienen will. Ich hatte wie gesagt nicht mehr mit einem Punktgewinn gerechnet zu Beginn der Partien und nach meinem Verlust erst recht nicht mehr. Die Moral, und etwas Glück, hat aber den Rest der Mannschaft getragen und uns doch noch einen Punkt beschert, den wir nur allzu gerne mitnehmen werden. Die entscheidenden Spiele gegen die direkt Abstiegskonkurrenz kommen nach Weihnachten auf uns zu. Auch wenn der Abstieg meiner Meinung nur durch zwei Siege in diesen Spielen zu bewerkstelligen sein wird, muss man trotzdem schauen, sich vorab gut aufstellen zu können. Dafür ist das heutige 4:4 mehr als geeignet.

Groß-Zimmern II. - Schaafheim II. 5½ : 1½
Nach dem Kantersieg gegen Schaafheim ist man wieder ganz vorne in der B-Klasse dabei. Gepaart mit dem 7:0 aus dem ersten Spiel dürfte man wohl auch als Tabellenerster die nächsten Spiele bestreiten, wenn die zweite Mannschaft nicht bereits durch ein spielfrei ein Spiel weniger bestritten hätte. Da sowohl Wolfgang als auch Kosto fehlten, mussten zwei Ersatzleute gefunden werden. Mit Torsten und Ghiyath wurde die Mannschaft dann komplettiert und Schaafheim aufs Korn genommen. Die Schaafheimer allerdings traten nur zu fünft an und man war schon sehr bequem 2:0 vorne (Ghiyath und Martin gewannen kampflos). Nichtsdestotrotz wurde munter auf Angriff gespielt:
Torsten gewann seine Partie nach eigener Aussage etwas glücklich, da sein Gegner ein tödliches Schach übersehen hatte, dass ihn die ganze Partie gekostet hatte. Er stand aber schon längere Zeit besser und griff die feindliche Rochadestellung mit seinen Figuren bald gewinnbringend an. Siegfried hatte eine geschlossene Stellung, bei der keine Seiten zu einem ausschlaggebenden Durchbruch ansetzen konnte. Daher einigte man sich auf Remis.
Gerd und Thomas gewannen ebenfalls beide ihre Partien. Hier fehlen mir allerdings bislang Infos, wie die Partien im einzelnen liefen. Paul nahm die Herausforderung am dritten Brett an und übernahm die Führung der schwarzen Figuren. In zunächst ausgeglichener Stellung wurden seine Figuren aber dann an die Deckung wichtiger Sockelbauern gebunden und Pauls Gegner bot mehrfach Remis an. Paul lehnte aber ab, da er gewinnen wollte und patzte schlussendlich die Dame ein, wonach er aufgeben musste und so für den einzigen Schaafheimer Sieg sorgte.

Vierter Spieltag am kommenden Sonntag

Beide Mannschaften bestreiten Heimspiel

Groß-Zimmern I. - Gernsheim III.
Zum zweiten Heimspiel kommt die dritte Mannschaft von Gernsheim zu uns. Gernsheim hatte in der Saison schon früh ihr spielfrei gezogen und ist daher nicht ganz so einfach wie andere Mannschaften einzuschätzen, da mir hier keine großen Ergebnisse vorliegen, wie sie denn auftreten. An einem guten Tag werden wir den auf dem Papier doch im Vorteil geltenden Gernsheimern bestimmt auch mal den ein oder anderen Punkt abluchsen können. Da kommt es natürlich auch auf die Startaufstellungen an, ob denn beide Teams vollzählig sind. Ich lass mich mal überraschen, wie der Mannschaftskampf läuft.

Groß-Zimmern II. - Schaafheim II.
Endlich geht es auch für die zweite weiter, die von September bis zum kommenden Spieltag einfach spielfrei hatte. So kommt man nicht leicht in den Rythmus rein, weswegen erstmal Vorsicht geboten ist. Die Schaafheimer bestreiten dann ihren dritten Spieltag an den Brettern, sind also schon "drin" in der Saison. Trotzdem sollte das ein lockeres und souveränes Heimspiel werden. Schaafheim ist nicht sonderlich gut aufgestellt und sollte definitiv schlagbar sein, wenn man wie erwähnt konzentriert an die Sache ran geht. Mein Tipp lautet hier: 4½ : 2½.

Nächste Niederlage

Erste lässt weiter Chancen liegen

Langen II. - Groß-Zimmern I. 5½ : 2½
Im dritten Saisonspiel mussten wir heute die zweite Niederlage gegen den Landesklasseabsteiger aus Langen hinnehmen. Harald fiel leider aus und ich fand keinen Ersatz, sodass wir schon nur siebt antreten mussten. Vor Spielbeginn dachte ich mir, dass wir in Langen durchaus was mitnehmen können, wenn wir die meiner Meinung nach wichtigen vorderen Bretter solide spielen. Mit dem 0:1 im Rücken (wie gesagt waren wir zu siebt) ging es dann also in die Partien: Als erster wieder fertig war Maximilian, der schon in der Eröffnung einen Bauern einheimste und im späteren Verlauf seiner Partie ein Springeropfer des Gegners widerlegte. Mit der Mehrfigur auf der Habenseite war die Partie also für Max gewonnen, sein Gegner streckte dann auch bald nach einem weiteren, falschen Turmopfer die Waffen.
Lukas an Brett 4 unterschätzte einen Angriff des Gegners und wurde "zerstört" nach eigener Aussage. Dabei kam er meiner Meinung nach recht gut aus der sogenannten Moskauer Variante der sizilianischen Eröffnung raus, in der Weiß 3.Lb5+ spielt um den Weißfelder zu tauschen. Dieter bekam an Brett 8 einen Gegner mit 2124 DWZ und somit die Herkulesaufgabe des Tages zugeteilt. Obwohl er die am Damenflügel aufgezogenen weißen Schwerfiguren lange aus dem Spiel durch Blockade halten konnte, wurde er doch später überspielt und nach dem Einbruch der feindlichen Figuren im eigenen Lager besiegt.
Dominik hatte eine komplexere und vor allem geschlossene Stellung mit seinem Gegner erspielt, die nach beiderseitigen Tauschaktionen mehr und mehr verflachte und in der Punkteteilung mündete. Auch bei Jasko hieß das Endergebnis Remis. Zunächst schien Jasko durch seinen räumlichen Vorteil samt Initiative dem Punktgewinn näher zu sein als am Remis, aber gute Verteidigungszüge und aktives Spiel der Gegnerin ließ nichts von Vorteil für Jasko zu. Im endstandenen Turm- und dann Bauernendspiel war für beide nichts zu holen. Am ersten Brett habe ich ebenfalls nur remisiert, nachdem ich eine äußerst vielversprechende, aktive Stellung aufgebaut hatte. Es bot sich mir dann an, den in die Mitte geflüchteten schwarzen König mit dem Springeropfer Sg6 oder dem Bauernopfer d5 weiter zu entblößen und dann Matt zu setzen. Ich habe beides nicht gespielt und den König entwischen lassen. Danach wurde viel getauscht und im Endspiel mit andersfarbigen Läufern war auch nichts mehr zu zocken zu holen.
Langen war zu damit also durch, nur Roland kämpfte noch verbissen. Den weißen, wohl bei richtiger Spielführung gewonnenen, Angriff hat Roland noch abgewehrt, dafür aber die Qualität gegeben. Nachdem der Gegner aber eine Figur patzte hatte Roland die Oberhand und das bessere Endspiel. Im Endspiel ließ Roland dann aber den Turm stehen und musste aufgeben.

Mit der zweiten Niederlage fällt man in der Tabelle weiter gen Abstiegsplätze. Leider war wieder mehr drin im heutigen Spiel, sodass man sich hinterher doch ärgern muss. Glücklicherweise müssen wir uns nicht lange darüber den Kopf zerbrechen, denn dank überfüllter Starkenburgliga geht es in zwei Wochen nahtlos weiter. Dann müssen wir Gernsheim empfangen, eine nicht minder leichte Aufgabe.

Groß-Zimmern II. - spielfrei
Wie schon beim letzten Spiel berichtet hat die zweite Mannschaft spielfrei und startet erst im November mit ihrem ersten richtigen Spiel in die Saison, da das erste ja kampflos gewonnen wurde.

Dritter Spieltag vor der Tür

Erste Mannschaft in Langen gefordert

Langen II. - Groß-Zimmern I.
Es geht Schlag auf Schlag. Dank der prall gefüllten Starkenburgliga ist am Sonntag bereits der dritte Spieltag für unsere erste Mannschaft. In Langen muss man gegen den Absteiger der Landesklasse Süd spielen. Die Langener sind durch die Bank weg gut mit 1700ern aufgestellt, vorne natürlich etwas besser. Das dürfte bei beiderseitiger Bestbesetzung ein äußerst spannendes Spiel geben. Rein von den Zahlen her dürften wir an den vorderen Brettern die Nase vorn haben, hinten muss dafür hart um jeden Punkt gekämpft werden. An einem guten Tag schlagen wir Langen dann auch. Mein Tipp lautet 3½:4½.

Groß-Zimmern II. - spielfrei
Wie schon beim letzten Spiel berichtet hat die zweite Mannschaft spielfrei und startet erst im November mit ihrem ersten richtigen Spiel in die Saison, da das erste ja kampflos gewonnen wurde.

Kürbiskompott

Erste Mannschaft verliert deutlich

Groß-Zimmern I. - Groß-Umstadt I. 2½:5½
Eine deftige und deutliche Niederlage gab es an diesem Sonntag zum ersten Heimspiel. Groß-Umstadt trat fast in Bestbesetzung an, während wir mit Kosto und Paul die fehlenden Dominik und Jasko ersetzten. Lange Zeit sah es für uns gar nicht mal schlecht aus.
Roland und Paul eroberten früh im jeweiligen Mittelspiel die gegnerische Dame zum Preis eines eigenen Turmes. Rolands Gegner spielte noch einige Züge weiter, ehe er das baldige Matt kommen sah und aufgab. Roland hatte zuvor im Königsinder mit Sf5 eine Figur geopfert, um die schwarze Rochadestellung aufzuknacken, was ihm auch sehr schön gelang. Pauls Gegner spielte ebenfalls mit Dame weniger weiter und befand sich nach ungenauen Zügen Pauls wieder im Spiel, da seine verbleibenden Türme und der schwarzfeldrige Läufer den weißen König angriffen. Die Partie war immer noch gewonnen, wenn Paul über die offene e-Linie seine Figuren aktiv einsetzte. Psychologisch aber durch die eigenen Ungenauigkeiten verunsichert, patzte Paul nach und nach mehr Material und wurde schließlich noch komplett überspielt. Da war deutlich mehr drin!
Maximilian sah sich in zunächst recht geschlossener Stellung einem langsamen, holländischen Aufbau entgegen gesetzt und setzte zum Schluss, als die Damen getauscht und die Stellung geöffnet wurde, alles auf eine Karte. Der schwarzfeldrige Läufer und ein Turm auf der siebten Reihe sollten einen siegreichen Angriff bringen, der allerdings leicht durch Turmtausch abgeschlagen wurde. Max hatte zu diesem Zeitpunkt eine Figur weniger und gab deswegen auf.
Lukas musste heute ans dritte Brett aufrücken und sich in der Sweschnikowvariante der sizilianischen Verteidigung der aggressiven weißen Figuren, die zunächst seine Bewegungsmöglichkeiten über das Feld d6 zu blockieren versuchten. Nach einigen Abtauschen und ruhiger Entwicklung entstand ein für Weiß leicht besseres, aber schwer zu verwertendes Endspiel, bei dem sich beide Seiten auf Remis einigten.
Auch Harald musste aufrutschen. Vom siebten ans fünfte Brett aufgerutscht sah er sich im Königsinder einem sehr schnellen weißen Vorstoß am Damenflügel gegenüber, dem er nicht standhalten konnte, sodass er nach einigen entscheidenden Bauernverlusten verlor. Nicht viel besser lief es da bei mir am ersten Brett. Nachdem ich mir lange Zeit neue Eröffnungen angeschaut hatte, kam heute die Gelegenheit etwas neues in einer ernsten Partie zu wagen. Aus der Eröffnung kam ich gut raus, verlor dann aber im Mittelspiel den Faden, kam auf keine gute Ideen und ließ einen Bauernvorstoß nach g6 zu, der meine Stellung entweder sprengte oder festnagelte (je nachdem ob ich den g6-Bauer schlage oder vorbeiziehe). Beides Varianten waren deutlich besser für meinen Gegner, der samt optimalen Figuren spiel mich langsam aber sicher an die Wand spielte. In beiderseitiger Zeitnot stellte ich, immerhin bis zur letzten Patrone kämpfend, meinen Turm ein und gab auf. Experiment also leider gescheitert.

Groß-Umstadt war also nach meiner Aufgabe durch, während Dieter und Kosto noch kämpften. Dieter probierte abermals den sogenannten englischen Angriff in der Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung, fand aber durch einfallsreiche Verteidigungszüge des Schwarzen kein Durchkommen. Ein Remisangebot des Gegners lehnte er nach Rücksprache mit mir ab (da war der Mannschaftskampf noch offen) und erspielte sich in der Folge im Turmendspiel einen Mehrbauern, den er aber kurz darauf wieder derart einpatzte, dass er mit zwei Bauern weniger die Partie halten musste. Eine nicht zu schaffende Aufgabe, sodass Dieter bald in gänzlich verlorener Stellung auf Zeit verlor. Neben Roland blieb es also nur noch Kosto gegönnt, den Umstädtern einen ganzen Punkt abzuknöpfen. Nach langem Lavieren in geschlossener Stellung eroberte Kosto zwei Bauern und tauschte ins Damenendspiel ab. Es galt den eigenen Freibauern am Damenflügel vorzudrücken ohne den eigenen König der feindlichen Dame und lauernden Dauerschachs auszusetzen. Kosto spielte die Stellung, auch dank der durch die Zeitnot bedingten Ungenauigkeiten des Gegners, technisch gesehen sehr sauber runter. Schlussendlich konnte er durch ein Schach die Dame tauschen und der verbliebende Freibauer hätte gewonnen, wenn der Gegner nicht vorher aufgegeben hätte.

Als Fazit zu diesem Spiel bleibt nur zu sagen, dass zeitgleich zum Kürbismarkt wir an manchen Brettern anstatt mit dem Kopf mit Kürbissen gespielt haben mussten. Roland verlor beim Zusehen einige Nerven und die Mannschaft durch die Niederlage auch die Tabellenführung. Jetzt heißt es aufstehen, Mund abwischen und weiter machen. In zwei Wochen müssen wir schon wieder ran. Dann gegen die Mitaufstiegsfavoriten aus Langen, gegen die es nicht einfacher werden wird.

Groß-Zimmern II. - spielfrei
Wie schon beim letzten Spiel berichtet hat die zweite Mannschaft spielfrei und startet erst im November mit ihrem ersten richtigen Spiel in die Saison, da das erste ja kampflos gewonnen wurde.

Ausblick und Infos

Skat am kommenden Freitag, Spiel am kommenden Sonntag

Am kommenden Freitag, dem 11. Oktober, wird um 20 Uhr das nächste vereinsinterne Skatturnier gespielt. Roland kümmert sich um die Organisation, sprich Getränke und dem Turnier selbst. Ich hoffe auf rege Teilnahme!

Groß-Zimmern I. - Groß-Umstadt I.
Beim ersten Heimspiel der Saison empfangen wir den letzten Gegner der letzten Saison, Groß-Umstadt. Die Umstädter haben zu Beginn eine überraschende Niederlage einstecken müssen, da sie recht ersatzgeschwächt angetreten sind. Laut Papier sind sie eigentlich nicht den Abstiegskandidaten zuzurechnen, können aber beim verpatzten Saisonstart bald in den Abstiegskampf rutschen. Und da kommen wir ins Spiel. Da wir selbst mal wieder (und eigentlich wie immer) zu den Abstiegsaspiranten gezählt werden und jeden Punkt gebrauchen können, sollten wir möglichst stark antreten und versuchen die Punkte daheim zu behalten. Es ist schwer abzuschätzen, ob Groß-Umstadt erneut ersatzgeschwächt antritt, aber egal wie es kommt, wir müssen unser bestes geben und werden einen spannenden Mannschaftskampf erhalten. Mein Tipp lautet 4:4.

Groß-Zimmern II. - spielfrei
Wie schon beim letzten Spiel berichtet hat die zweite Mannschaft spielfrei und startet erst im November mit ihrem ersten richtigen Spiel in die Saison, da das erste ja kampflos gewonnen wurde.

Auftakt nach Maß

Zwei Siege zum Beginn - zwei mal Tabellenführer

TEC Darmstadt I. - Groß-Zimmern I. 2:6
Mit einem deutlichen Auswärtssieg beginnt unsere erste Mannschaft die neue Saison. Die Schachabteilung und erste Mannschaft des TEC Darmstadts zählt meiner Meinung nach zu den wenigen schlagbaren Mannschaften der diesjährigen Saison, weswegen sich gleich zum ersten Spieltag die erste Hürde aufbaute, die genommen werden wollte. Mit Paul an Brett 8, als Ersatz für den im Urlaub weilenden Dieter (schöne Grüße nach Istrien!), verstärkt, konnten um Punkt neun Uhr die Partien starten.
Nach gut einer Stunde war Jasko an Brett 7, der seinen Gegner schon in der Eröffnung positionell überspielt hatte, fertig und machte den ersten ganzen Punkt für uns klar. Sein Gegner übersah einen Figurenverlust durch ein Damenschach und darauf folgende Tauschaktionen und gab auf. Die Darmstädter waren indes mit drei Ersatzspielern angerückt, konnten aber einen groben Patzer von Maximilian an Brett 5 (ein Dameneinsteller) zum frühen 1:1 Ausgleich nutzen. Doch dieser hielt nicht lange, da Harald (Brett 6) seine eigentlich ruhige Sizilianischpartie nach dem Gewinn einer Qualität souverän und schnell nach Hause schaukelte. Der erneuten Führung setzte Dominik bald das 3:1 auf. Schon im 14ten Zug gewann er durch eine Springergabel die Qualität, wenig später einige Bauern, machte es aber durch Ungenauigkeiten im weiteren Verlauf nochmals spannend. Zwischenzeitlich hatte er in recht offener Stellung zwei Türme plus 4 Mehrbauern gegen das Läuferpaar und einen Turm, dann schlussendlich aber ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern, das locker zu gewinnen war.

Roland bekam am zweiten Brett zwischenzeitlich ein Remisangebot, dass er in leicht besserer Stellung widerwillig, aber für die Mannschaft, annahm. An Brett 4 spielte unser Debutant Lukas seine aller erste Partie überhaupt für Groß-Zimmern und konnte zum Einstand ebenfalls einen ganzen Punkt einfahren. Mit den schwarzen Figuren spielend musste Lukas einigen Druck des Gegners aushalten, dem er aber geschickt durch positionelles Spiel und Figurenabtauschen stand hielt. Weiß opferte dann auf f7 einen Springer, in der Hoffnung die Figur durch Öffnung der schwarzen Rochadestellung vorteilhaft zurück zu erobern. Lukas Gegner vergriff sich dann aber, hinterließ Lukas einfach eine Mehrfigur und gab direkt auf. An Brett 1 spielte ich eine sehr zugestellte, langsam zu knetende Partie mit den weißen Figuren, die aber dank etlicher Tempiverluste meines Gegners und einem klaren Plan entlang der h-Linie anzugreifen sehr bald zu meinen Gunsten kippte. Dem schon lange gesicherten Mannschaftssieg hätte Paul beinahe noch die Krone mit einem weiteren Sieg aufgesetzt, fand aber in einem sehr interessanten Endspiel mit Qualität weniger für drei Bauern nicht den richtigen Durchbruch und musste sich nach fast fünfeinhalbstunden Spielzeit ins Remis fügen.

Ein Sieg zum Anfang, was will man mehr. Die zwei Punkte helfen uns schon mal enorm das Ziel, den erneuten Klassenerhalt, zu schaffen. Auch die vielen Brettpunkte, durch die man nach dem ersten Spieltag nun von der Tabellenspitze lacht, könnten im weiteren Verlauf der Saison wichtig sein. Fürs erste sind wir aber Tabellenführer!

Reinheim/Groß-Bieberau II. - Groß-Zimmern II. 0:7 (kl)
Die zweite Mannschaft darf nach dem ersten Spieltag von der Spitze der B-Klasse grüßen, da man kampflos gegen Reinheim/Groß-Bieberau II. gewonnen hat. Durch eine ungerade Anzahl an Mannschaften in der B-Klasse hat die zweite Mannschaft in Runde zwei nochmals spielfrei. Damit fängt die eigentliche Saison für uns erst im November, zum dritten Spieltag an.

Auftakt zur Saison 2019/20

Zwei Auswärtsspiele zu Beginn

TEC Darmstadt I. - Groß-Zimmern I.
Nach der Sommerpause beginnt am 22. September in unserem Bezirk wieder die Runde. Unsere erste Mannschaft spielt in der nun auf 11 Mannschaften angewachsenen Starkenburliga neu aufgestellt um die Nichtabstiegsplätze mit und darf zu Beginn einen, der wohl rarer gesähten schlagbaren Gegner zum Tanz auffordern. Zu Gast beim TEC Darmstadt darf auf einen ausgeglichenen Kampf gehofft werden. Den Vorteil sehe ich allerdings gerade durch die vielen jungen Spieler verstärkt, bei unserer ersten Mannschaft. Natürlich muss die die neue Mannschaft erst mal zusammenwachsen und die ersten Hürden überstehen, aber da bleibe ich optimistisch und tippe auf ein lockeres 3:5 für uns zum Auftakt.

Reinheim/Groß-Bieberau II. - Groß-Zimmern II.
In die B-Klasse abgestiegen und leichten Umstrukturierungen unterworfen beginnt unsere zweite Mannschaft zu Gast in Groß-Bieberau. Den Gastgeber schätze ich persönlich als durchaus schlagbar und daher machbare Aufgabe ein. Wenn wir nicht gerade einen schlechten Tag erwischen, rechne ich hier mit einem ebenso souveränen Auftaktsieg, wie ich ihn bei unserer ersten Mannschaft in der Starkenburgliga einplane. Das Ziel der zweiten Mannschaft sollte sein im oberen Mittelfeld mitzuspielen, gegebenenfalls ist auch der Aufstieg drin. Das bleibt allerdings abzuwarten. Mein erster Tipp für das anstehende erste Spiel lautet 3:4 für uns. Man muss dabei beachten, dass in der B-Klasse nur sieben Spieler pro Mannschaft antreten.